Umzug, Strom nicht angemeldet: was passiert?

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Hallo superica, man kann lange hin- und herdiskutieren, was wie und wo üblich ist. So wie es früher war (Auszug = Abmeldung = Stromabstellung) gilt schon lange nicht mehr. Während die Regelung des Wasserbezugs und der Heizungsversorgung noch sehr variierend gehandhabt wird, ist es mittlerweile gängig, dass die Stromfrage seitens des Mieters selbst geregelt wird. Ich kann nur hoffen, dass die junge Frau bei der Wohnungsübernahme die betreffenden Zählerstände - in diesem Fall den des Stromzählers - notiert hat bzw. ein evtl. Übergabeprotokoll hinsichtlich der dort vermerkten Zählerstände aufmerksam kontrolliert hat. Ansonsten darf man hoffentlich davon ausgehen, dass der Vormieter - um sich vor weiteren Kosten zu schützen - den korrekten Zählerstand zum Zeitpunkt seiner Wohnungsabgabe bei den Versorgungswerken gemeldet hat. Fazit: Zählernummer, Datum der Wohnungsübernahme notieren (und hoffentlich auch den Zählerstand zum entsprechenden Zeitpunkt) und den Stromanbieter kontaktieren (den kann einem auch die Stadtverwaltung nennen...), dort anrufen und den Fall schildern. Die junge Frau ist wahrlich kein Einzelfall. Davon ausgehend, dass ihr monatlicher Abschlag als 1-Personen-Haushalt nur sehr geringfügig ausfallen dürfte, kann sie dann entweder in einem Schwung nachzahlen oder aber im Vorhinein bzw. nach Erhalt der 1. Abschlagsrechnung (incl. der Vormonate) um eine Ratenzahlung in KLEINEN Beträgen bitten. Ich weiß ja nicht, wie es um die finanzielle Situtation der jungen Frau bestellt ist... Also, keine Sorgen machen, sondern handeln; 3 Monate sind keine so große Zeitspanne, so dass die Kosten wohl überschaubar geblieben sind! Viele Grüße - 1000Volt

es ist eigentlich mehr aufgabe des vormieters, sich um das stromthema zu kümmern. irgendwer hat den strom ja bezahlt. oder sie hat einen vertrag, in dem strom mit eingeschlossen ist.

der strom ist normalerweise direkt per vertrag vom mieter zum stromanbieter geregelt. die abschlägszahlungen, die der anbieter fordert, basieren meist auf werten des vormieters.

zieht ein mieter aus, meldet dieser den auszug und wird kein nachmieter angegeben, wird der strom abgeschaltet. das problem hat sie jetzt nicht.

sie kann es einfach aussitzen und warten bis sich jemand meldet, oder sie geht auf vormieter und/ oder hausverwaltung zu, um rauszufinden, wer der stromanbieter ist. oder sie wartet, bis dr stromanbieter die grosse rechnung präsentiert. auf jeden fall sollte sie SOFORT den akt. zählerstand ermitteln, um diskussionen aus dem weg zu gehen.

sie schuldet irgendeiner der parteien, die jetzt zahlt, die stromkosten. und wenn es hart auf hart geht, dann muss der zählerstand bei einzug berechnet werden. das kann ggf. teuer und ungerecht werden.

ich würde der sache nachgehen! vormieter, vermieter und/ oder hausverwaltung ansprechen.

normalerweise ist der vermieter verpflichtet, bei der übergabe den zählerstand zu protokollieren.

Zählerstände können Umziehende selbst ablesen. In der Regel geschieht dies bei der Abnahme der bisherigen Wohnung und bei der Schlüsselübergabe in der künftigen. Den Versorgungswerken werden die Zählerstände schriftlich mitgeteilt.

Viele Energieversorger bieten auf ihren Internetseiten mittlerweile auch die Möglichkeit der Ab- und Anmeldung per Computer. Einfach Adressen, Jundennummern und Zählerstände in die dafür vorgesehenen Formulare eintragen, Daten absenden.

Man hat das alles verpasst - und dann kommt die große Rechnung.

Es wurde vorliegend eine Zwischenablesung und insbesondere eine Kündigung des Versorgungsvertrages versäumt. Eine Pflicht des Vermieters greift diesbezüglich vorbehaltlich einer Prüfung des Mietvertrages eher nicht, da man selbst einen Vertrag mit dem Stromversorger geschlossen hatten.

Wenn und solange man sich dort nicht an- bzw.abgemeldet hat (üblicherweise unter Angabe von Kunden-Nummer, Auszugsdatum, Zählerstand, neue Anschrift und ggf. Nachfolger oder Hauseigentümer) muss man zunächst auch davon ausgehen, dass man die Rechnung selbst begleichen muss. Man sollte eine Verbrauchsschätzung vor den eigenen Verbrauch vornehmen.

Allerdings spielt es in den üblichen Stromversorgungsverträgen keine Rolle, wer den Strom letztlich verbraucht hat, da dies von dem Lieferanten faktisch kaum feststellbar wäre. Entscheidend ist, wer Vertragspartner ist.

Man kann den Vermieter unter Hinweis auf die Problematik (Versäumte Ummeldung) schriftlich auffordern, mitzuteilen, (1) ob der Vormieter auf der Grundlage seines Mietvertrages den Strom selbst bezahlen muss und (2) wie der Name des/der Vormieter ist, und ob eine Adresse vorliegt. Nach der Bezahlung des Stromes kann mann die verauslagten Stromkosten per Einschreiben mit Rückschein unter Setzung einer 14 – tägigen Frist beim Vormieter einfordern.

Versorgungsbetriebe

Mit dem Auszug endet die Nutzung von Strom, Gas und Wasser in der bisherigen Wohnung. Damit der erfolgte Verbrauch korrekt abgerechnet werden kann, müssen am letzten Tag alle Zähler abgelesen, die Zählerstände notiert und den Versorgungsbetrieben übermittelt werden. Für die künftigen Räume hingegen muss rechtzeitig ein Versorger beauftragt werden, Wasser und Energie zu liefern - sonst steht man plötzlich unter der kalten Dusche.

Strom und Gas Zählerstände können Umziehende selbst ablesen. In der Regel geschieht dies bei der Abnahme der bisherigen Wohnung und bei der Schlüsselübergabe in der künftigen. Den Versorgungswerken werden die Zählerstände schriftlich mitgeteilt.

Viele Energieversorger bieten auf ihren Internetseiten mittlerweile auch die Möglichkeit der Ab- und Anmeldung per Computer. Einfach Adressen, Jundennummern und Zählerstände in die dafür vorgesehenen Formulare eintragen, Daten absenden. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Porto für Briefe oder Postkarten.

weiter geht es unter:http://www.ummelden.de/ratgeber/ummelden2.html

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