Säumniszuschläge wie gefährlich sind die, wenn man diese nicht ausgleicht ?

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3 Antworten

Im Gegensatz zu @TomBlank rate ich zu 3 Punkten:

1) Wenn man meint die Steuer hat die falsche Höhe, dringend die Aussetzung der Vollziehung des fehlerhaften Teils beantragen. Das macht man eigentlich schon mit dem Einspruch gegen den fehlerhaften Bescheid (Formulierung: ..... desweiteren beantrage ich die Aussetzung der Vollziehung des strittigen Betrags bis zur Entscheidung über den Einspruch).

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2) für den Steuerbetrag einen Stundungsantrag stellen, wenn man nicht gleich bezahlen kann (mit Begründung und klaren Ratenzahlungsvorschlägen).

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3) die Säumniszuschläge als letztes zahlen und ggf. die Aufhebung beantragen. Wenn die Säumniszuschläge auf einen zu hohen Betrag berechnet waren (weil z. B. ein Einspruch lief) hat man da vernünftige Chancen.

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Im Übrigen hat Obelix recht. DH, ganz vorsichtig, nicht auf Vollstreckung ankommen lassen.

Generell kann ich diese Frage so beantworten: Säuminszuschläge sind sehr gefährlich. Ich habe schon in der Praxis miterlebt, dass Vollstreckungen wegen 5 Euro in Gang gesetzt worden sind, denn diese 5 Euro waren noch auf ! Zu dieser Thematik kann ich folgendes noch sagen: Wenn jemand Schulden beim Finanzamt hat und es kommt ein sog. Kontenauszug oder Kontoauszug mit Säumniszuschläge, dann kann ich nur gleich mal raten, die Säumniszuschläge zu bezahlen. Dann ist schon mal die Vollstreckung schwerer. Denn die eigentliche Steuerschuld kann man sicher noch klären lassen.

ich würde das sehr schnell mit dem finanzamt direkt klären oder einen fachmann/ steuerberater damit beauftragen.

das finanzamt ist bei solchen dingen sehr "konsequent". mit der vollstreckungsandrohung dauert es nicht lange bis man von seiner bank einen anruf erhält, das dem finanzamt bekannte konto sei gesperrt. dann ist man "handlungsunfähig".

ich würde das nicht auf die leichte schulter nehmen, klären oder die forderungen begleichen. termingerecht!!! sonst wird es noch teurer.

die nichtanerkennung und der einspruch hat damit wenig zu tun. ggf. erstattet das finanzamt die beträge zurück.

die vollstreckungsstelle hat auch nicht unbedingt mit dem sachbearteiter beim finanzamt direkten kontakt. aus eigener erfahrung kenne ich die "eigendynamik" der vollstrecker, die ggf. auch aktiv werden, OBWOHL der sachbearbeiter einer anderen vorgehensweise zugestimmt hat.

also: dringend und sofort klären, was mit dem einspruch ist und der vollstreckung. bei gefahr der terminverstreichung unbedingt zahlen. sonst droht die pfändung deines kontos oder aller konten, die bekannt sind (und das sind ja seit einigen jahren alle, die man in D hat :) ).

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