Kann ich eine Verlustbescheinigung nachträglich einreichen?

1 Antwort

Nach aktueller Rechtslage verjähren die Verluste nicht, d.h. Verluste aus 2012 werden vorgetragen. Diese müssen nicht in 2013-2017 verrechnet werden, sondern können natürlich auch in 2018 erst genutzt werden.

Vorteil einer frühzeitigen Einreichung ist die Feststellung des Verlustvortrags, d.h. das Finanzamt bescheinigt Dir die Anerkennung der entsprechenden Verluste und trägt diese in die Folgejahre vor.

Die Grundlage dafür sind §20 Abs. 6 EStG und §43a Abs. 3 Satz 4 EStG bzw. zum Verlustvortrag die §10d Abs. 2 und 4 EStG.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Chronologische Abgabe von (freiwilligen) Steuererklärungen nach nachträglich ergangenem Verlustfeststellungsbescheid nötig?

Hallo zusammen,

ich habe - mit sehr großer Hilfe von den Nutzern dieses Forums bei allen meinen Unklarheiten und Fragen - erfolgreich eine nachträgliche Verlustfeststellung meiner Studiumskosten erreicht. VIELEN DANK dafür!!

Jetzt steh ich vor einem letzten Rätsel...

Hier meine Chronologie:

  • bis 2012: Studium
  • Steuerjahr 2013: Beschäftigungsbeginn
  • 2014: Abgabe einer Steuererklärung für das Steuerjahr 2013, Bescheid ist ergangen
  • Steuerjahre 2014-2017: keine Steuererklärung eingereicht. Ich bin AN ohne sonstige Einkünfte, kein Arbeitgeberwechsel, etc, also nicht verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben
  • 2017/18: ich habe nachträglich eine Verlustfeststellung für meine Verluste aus den Studienjahren 2010-2012 machen lassen, der aufsummierte Feststellungsbescheid für 2012 ist im Juli 18 ergangen. Die Verluste werden sich folglich auf 2013 und auf jeden Fall bis in 2014, wahrscheinlich auch noch ein kleiner Rest in 2015 forttragen
  • Steuerjahr 2018: Arbeitgeberwechsel, also Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung bis 31.07.2019. Außerdem muss ich bis 31.12.2018 meine freiwillige Steuererklärung für 2014 abgeben. Zur Erinnerung: in 2014 soll der "Rest" meiner Verlustfeststellung aus 2013 fortgetragen werden

2 Fragen:

a) Habe ich wirklich bis 31.12.2018 Zeit, um meine Steuererklärung 2014 einzureichen, auch wenn ein Rest-Verlust aus 2013 darauf "wartet", weitergetragen zu werden? Oder muss ich das sofort machen, sobald der Bescheid 2013 geändert wurde?

b) Kann ich dann als nächstes die Erklärung 2018 abgeben (bis spätestens 31.7.2019, hierzu bin ich wegen Arbeitgeberwechsel verpflichtet), OHNE eine Erklärung für die "Zwischenjahre" 2015, 2016 und 2017 einzureichen?

Ich würde für diese "normalen" Steuerjahre (2015-2017) gerne die 4 Jahre und die Verzinsung ausschöpfen - also die Erklärung für 2015 erst bis 31.12.2019, für 2016 bis 31.12.2020 und die für 2017 bis 31.12.2021 abgeben.

Geht das so?

Danke schonmal für die Hilfe!!
Pia

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Wie Verlustvortrag vom vorletzten Jahr geltend machen?

Hallo, Thema Verlustvortrag: Habe für 2015 einen Verlustvortrag (Bank A, Derivate z.B. 2000.-) in 2016 mitgenommen (Verlustbescheinigung beantragt, alles glatt gegangen), Bescheinigung vom Finanzamt lag dem Bescheid zur Steuererklärung für 2015 bei, soweit sogut.

Nun habe ich bei Bank B in 2016 ebenfalls einen Verlust gemacht (Derivate z.B. 800.-), ich rechne in 2017 allerdings mit einem größeren Gewinn bei (Bank B). Dieses Jahr habe ich nun keine Verlustbescheinigung beantragt, da Bank B die Verluste automatisch in das Jahr 2017 überträgt, und diese Verluste aus Derivaten automatisch mit (vermeintlichen:-)) Gewinnen Derivate aus 2017 verrechnet.

Wenn ich nun z.B. 4000.- Gewinn mache in 2017 bei Bank B (Derivate), bleiben unter dem Strich bei Bank B (4000-800=) 3200 Gewinn Ende 2017 im Topf Derivate übrig, die versteuert werden müssen.

Frage1: Diese 3200.- Gewinn kann ich sicherlich mit den (beim Finanzamt gemeldeten) vorliegenden Verlusten aus 2015 (2000.-) teilweise verrechnen, so dass in diesem konkreten Fall also für 2017 nur (3200-200) 1200.- der Abgeltungssteuer unterliegen, richtig?

Ist der Denkprozess richtig?

Frage2: Wie lange kann man denn nach derzeitiger Gesetzteslage denn überhaupt Verluste von Jahr zu Jahr vortragen, wenn ich zum Beispiel 10 Jahre lang jedes Jahr 5000.- Verlust mache? Habe ich in 10 Jahren dann 50.000.- Verlust im Topf?

Danke im Voraus

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Wie Steuerbescheid (2013) mit nachträglich festgestellter Verlustfeststellung (2010-2012) ändern lassen?

Hallo zusammen,

es hat funktioniert!!

Ich habe im Jahr 2013 eine Steuererklärung abgegeben und einen wirksamen Steuerbescheid für das Jahr 2013 bekommen.

Rückwirkend konnte ich nun meine Studiumskosten für die Jahre 2010, 2011 und 2012 als Verluste geltend machen und habe für alle 3 Jahre einen Verlustfeststellungsbescheid bekommen.

Da es sich dabei um einen Grundlagenbescheid handelt, ändert sich ja damit auch die "Grundlage" für danach ergangene Steuerbescheide, oder? Ich will den Verlust jetzt mit meinem ersten Einkommen aus 2013 und den Rest mit dem im Jahr 2014 verrechnen lassen.

Meine Frage:

wie gehe ich jetzt weiter vor? Wird mein Steuerbescheid für 2013 automatisch angepasst? Oder muss ich das beantragen? Gibt es eine Frist?

Für das Jahr 2014 und später habe ich noch keine Steuererklärung abgegeben, das muss ich also noch dieses Jahr tun.

Die Verlustvestellung zum 31.12.2012 ist mir Anfang Juli zugegangen.

Danke für eure Hilfe!
Pia

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Verlustvortrag noch sinnvoll?

Hallo,

ich bin Student (Zweitstudium) mit unregelmäßigem Einkommen. Seit 2008 habe ich Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und habe deswegen trotz niedrigen Einkünften jährliche Steuererklärungen abgegeben, ohne Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend zu machen, weil ich nicht wusste, dass es sowas wie den Verlustvortrag gibt...

Nun ist es wohl so, dass nicht berücksichtigte Verluste innerhalb von vier Jahren nach der Steuererklärung noch angegeben werden können.

Angenommen, für 2007 bis 2009 könnte ich Verluste von insgesamt 3000 Euro geltend machen. (Für 2010 war dies wegen zu hohen Einkommens nicht möglich.) Würden diese automatisch mit der Steuererklärung 2011 verrechnet werden, unabhängig von den Einküften in diesem Jahr? Was wäre, wenn ich 2011 wieder Verluste hätte? Würde dann die Gesamtsumme aus 2007, 2008, 2009 und 2011 automatisch mit der Steuererklärung 2012 verrechnet werden?

Danke,

baff23

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Kann ein bestandskräfitger Steuerbescheid durch einen Verlustvortrag nochmals geändert werden?

Hallo zusammen!

Problemstellung: Meine Steuererklärungen für die Jahre 2010, 2011 und 2012 sind alle bestandskräftig. Ich möchte nun meine Studienkosten (zwischen 2009 und 2013) nachträglich in den oben genannten Steuererklärung geltend machen.

Für das Jahr 2009 wurde von mir KEINE Steuererklärung abgegeben. Hier hätte ich die Möglichkeit einen Verlustvortrag in das Jahr 2010 zu übertragen (Frist für die freiwillige Abgabe von Steuererklärungen in meinem Fall 7 Jahre rückwirkend).

Durch den Verlustvortrag von 2009 in das Jahr 2010 wird ja mein Steuerbescheid für dieses Jahr geändert. **Entsteht dadurch die Möglichkeit weitere Aufwände für das Jahr 2010 geltend zu machen, die damals nicht mit angegeben wurden?******

Wäre super, wenn ihr mir weiterhelfen könnt!! Danke!

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Sind meine hohen Studiengebühren rückwirkend als Verlustvortrag noch möglich und bleibt mir nur noch eine Woche?

Hallo liebe Helfer,

ich möchte wissen, ob ich meine Studienkosten und doppelte Haushaltsführung (die erheblich sind, da im Ausland – ca. 20 000 EUR) noch geltend machen kann. Mein Steuerberater hatte mich nie danach gefragt und ich habe jetzt erst erfahren, dass ich sie per Verlustvortrag hätte nach vorne bewegen können. Folgende Situation:

2006 – 2010 Studiengebühren Erststudium und doppelte Haushaltsführung. Für diese Jahre habe ich keine Steuererklärung abgegeben. Die Studiengebühren gelten normalerweise als Sonderausgabe, die nur im gleichen Jahr absetzbar sind. Allerdings soll es hierzu nächstes Jahr ein Gerichtsurteil geben, ob es nicht doch Werbungskosten sind, die als Verlust in die nächsten Jahre getragen werden können. Deswegen werde ich hier mit den Steuererklärungen einen Antrag auf einen Vorläufigkeitsvermerk stellen.

2010 – 2011 Studiengebühren des Zweistudiums (Master) und doppelte Haushaltsführung. Hierfür habe ich keine Steuererklärung abgegeben. Die Gebühren sind Werbungskosten.

2012 Mein erstes Arbeitsjahr als Selbstständige. Steuererklärung mit Steuerberater abgegeben und der Steuerbescheid ist gültig. In diesem Jahr entstand auch ein Verlust, aber dieser steht nicht im Steuerbescheid und es gab auch keinen Verlustbescheid. Es kann also sein, dass hier noch ein Verlust hinzu kommt.

2013 Steuererklärung abgegeben, aber noch keinen Steuerbescheid erhalten, da noch Belege fehlen.

2014 Steuererklärung abgegeben und Steuerbescheid erhalten. Noch eine Woche Einspruchsfrist.

Meine Fragen: Es sollte möglich sein, die Kosten bis 7 Jahre zurück geltend zu machen, also ab 2009. Wie läuft das ab?

Erste Frage: Kann ich für die Steuererklärung 2014 innerhalb der verbleibenden Woche Einspruchsfrist noch den Verlust angeben, auch wenn die vorherigen Steuerklärungen mit dem Verlust noch nicht abgegeben sind?

Zweite Frage: In der einen abgegeben Steuererklärung von 2012 hat mein Steuerberater nicht angegeben, dass noch ein Verlust von den Vorjahren besteht (ich habe für 2009-2011 ja keine Einkommenssteuererklärung abgegeben). Kann ich dann trotzdem in 2013 und 2014 angeben, dass Verluste bestehen?

Dritte Frage: Kann ich erstmal 2014 den Verlust nachtragen (auch wenn 2009-2011 nicht abgegeben sind und 2012 abgegeben aber ohne Verlust) und danach alle vorherigen Steuererklärungen mit den Verlusten abgeben? Oder muss ich jetzt innerhalb einer Woche alle vorherigen abgeben, das heißt Steuererklärungen für 2009-2012 + die Belege für 2013 + den Antrag auf Änderung für 2014?

Vierte Frage: Ich möchte allgemein wissen, ob man Verluste in einer Steuererklärung angeben kann, auch wenn die vorherigen Steuererklärungen noch nicht abgegeben sind (man aber weiß, dass dort Verluste entstanden sind). Weil wenn ich sie nicht abgebe, verfallen diese dann nicht?

Vielen lieben Dank für eine schnelle Antwort. Ich habe ja nur noch eine Woche und hoffe, dass ich das alles hinbekomme!

Herzliche Grüße Constanze

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