Krankenkasse sagt, Vorversicherungszeit sei nicht erfüllt, das bleibe so für immer, was tun?

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2 Antworten

In die GKV der Rentner kommt man, wenn die Voraussetzungen aus dem SGB V §5 Nr. (1) 11 erfüllt hat. Da ist folgendes zu lesen: Personen, die die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllen und diese Rente beantragt haben, wenn sie seit der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Stellung des Rentenantrags mindestens neun Zehntel der zweiten Hälfte des Zeitraums Mitglied oder nach § 10 versichert waren,

Das bedeutet es muss geprüft werden wie lange die Erwerbstätigkeit vorlag. Davon wird die letzte Hälfte als Betrachtungszeitraum genommen in dieser Zeit muss 9/ 10 eine GKV Mitgliedschaft bestanden haben. Beispiel. Beginn der Erwerbstätigkeit am 01.01.1970 im Alter von 20 Jahren Rentenbeginn zum 01.01.2010 im Alter von 60 Jahren. Zeitraum der geprüft wird ist die letzte Hälfte des Erwerbslebens vom 01.01.1990 bis 01.01.2010 das sind 20 Jahre, 9/10 sind also 18 Jahre. Das bedeutet ist diesem Falle hat der angehende Rentner nur Anspruch auf die Versicherungspflicht als Rentner wenn er seit dem 01.01.1992 in der GKV versichert war. Es spielt keine Rolle mehr ob diese eine freiwillige oder Pflichtmitgliedschaft in der GKV war. Entscheidend ist nur dass die Mitgliedschaft in der GKV für diesen Zeitraum bestand. Ist dies nicht der Fall, besteht nur der Anspruch auf die freiwillige GKV Mitgliedschaft und für diese zählen alle Einkunftsarten zur Beitragsberechnung. Für die Pflichtmitgliedschaft als Rentner zählen nur die Einkünfte aus der Rentenversicherung für die die Dt. Rentenversicherung die Hälfte der Kosten übernimmt und die Einkünfte aus einer betrieblichen Altersvorsorge die aber zu 100 % vom Mitglied getragen werden muss. VG manfred

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