Kann mein Arzt Ärger bekommen, wenn er mich trotz Rentenablehnung weiter arbeitsunfähig erklärt?

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Hallo Rentenablehnung, das Jobcenter richtet sich nach der Entscheidung der Deutschen Rentenversicherung - und wenn der Antrag auf Erwerbsminderungsrente abgelehnt wurde, geht das Jobcenter eben von Deiner vollen Erwerbsfähigkeit aus. Wenn Dich Dein Arzt nun weiter arbeitsunfähig schreibt (und das nicht wegen einer aktuellen und akuten Erkrankung), dann wird Dein Arbeitsvermittler wohl annehmen, daß die Krankschreibung evtl. nicht ok ist, und so kann ich mir denken, daß das Jobcenter den Ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur zur Klärung Deiner Arbeitsunfähigkeit einschalten wird.

Wenn das Jobcenter Zweifel an deiner Krankschreibung hat, wird es Dich zum eigenen ärztlichen Dienst oder zum Amtsarzt schicken.

Die werden dann alle Unterlagen bei deinem Arzt anfordern und dich selbst begutachten. Das Ergebnis dieser Begutachtung wird dir dann beim Jobcenter mitgeteilt - sprich entweder bist Du arbeitsfähig oder nicht.

Dein Arzt wird - sofern keine offensichtliche Gefälligkeitsattestierung nachgewiesen werden kann - keinen Ärger bekommen. Wie auch? Dein Gesundheitszustand hätte sich ja plötzlich verbessern können. Außerdem ist die Bewertung einer Erkrankung in Bezug auf Arbeitsfähigkeit auch für Mediziner eine schwierige Sache.

Du kennst das sicherlich auch aus deinem Umfeld. Während der eine mit Schnupfen nicht mehr arbeitsfähig ist, schleppt sich der Andere mit einer ausgeprägten Grippe noch zur Arbeit.

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