Kann der Alleinerbe (Ehegatte) das Haus verkaufen und Geld verjubeln?

3 Antworten

§ 6 Bindungswirkung

 

Wir wurden von der Notarin auf die Bindungswirkung
erbvertraglicher Bestimmungen hingewiesen.

 

Wir sind darüber einig, dass sämtliche Bestimmungen in
diesem Vertrag erbvertraglich bindend, also einseitig nicht widerruflich,  sind.

 

Der überlebende Ehegatte ist jedoch ausdrücklich berechtigt,
die Erbeinsetzung der gemeinschaftlichen Abkömmlinge (also Kinder oder
Enkelkinder) - jedoch nur innerhalb dieses Personenkreises - beliebig
abzuändern  oder zu ergänzen.

 

Dies gilt auch für die Anordnung von Vermächtnissen
zugunsten von Abkömmlingen, Teilungsanordnungen, einer Vor- und Nacherbfolge
sowie einer Testamentsvollstreckung. Verfügungen zugunsten von anderen Personen
als gemeinschaftlichen Abkömmlingen 
sind jedoch ausgeschlossen.

 

Wird ein Zuwendungsverzicht abgeschlossen, entfällt die
Bindungswirkung für die Ersatzerbeinsetzungen.

 

 

Jeder Ehegatte ist ausdrücklich auch berechtigt, bereits
zu Lebzeiten einzelne  

Vermögenswerte oder Gegenstände, insbesondere auch
Grundstücke, auf die vorhandenen oder einzelne gemeinschaftliche
Abkömmlinge  unentgeltlich  zu übertragen.

 

Frage 2 :  was ist
hiermit gemeint
?

Dem Vermächntisausgangsbetrag sind für den Zeitraum zwischen
dem ersten und dem zweiten Todesfall Zinsen in Höhe von 5 % jährlich   hinzuzurechnen

 

 Frage 3: was ist
hiermit gemeint
?

Wird ein Zuwendungsverzicht abgeschlossen, entfällt die
Bindungswirkung für die Ersatzerbeinsetzungen.

Wo bleibt der Rest des Vertrages?

Erbverzicht anfechten

Meine Eltern ließen sich Ende der 50ger Jahre scheiden.Als 1ziges Kind blieb ich bei meiner Mutter. Mein Vater heiratete und gründete eine Firma, die sich zu einem großen Unternehmen entwickelte.Die Ehe der beiden blieb kinderlos.Bis zu meinem20 Lebensjahr musste ich therapeutische Hilfe stationär, ambulant und und medikamentöse Hilfe in Anspruch nehmen. In dieser Zeit ließ mich mein Vater den Vertrag zum Verzicht des Pflichterbes unterschreiben.1980 Heiratete ich. Mein Mann und ich durften 9 Kinder aufziehen,von denen die 4 Kleinen noch bei uns leben.Im Jahre 1998 zitierte mich mein Vater zu sich. Ich solle möglichst alleine kommen, er wolle mir eine Freude machen. Ich fuhr mit meinem Mann nach T. u. Wurde am Bahnhof von einem seiner 4 Geschäftsführer, denen mein Vater bereits 5 Jahre zuvor Firmenanteile überschrieben hatte, abgeholt.Herr T. Brachte uns zu einem Rechtsanwalt und Notar, der mich zu einer schnellen Unterschrift drängte, da ich sonst gar nichts mehr bekäme.Ich habe dann aber auf das Drängen der beiden Männer unterschrieben.Der Vertrag zum Verzicht des Pflichterbes wurde mir weder vorgelesen noch gab es irgendwelche Zahlen,über das Vermögen .7 Monate später starb mein Vater. Den Rechtsanwalt ,den ich um Hilfe bat, rührte keinen Finger,so dass die 3 Jahre irgendwann um waren.Wir bekommen ALG2.Wir können uns keinen RA, leisten.was kann ich noch machen.

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