Jobticket vs. Pendlerpauschale

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3 Antworten

Die Kosten für das Jobticket sind steuerlich abziehbar. Auch wenn die tatsächlichen Kosten für das Ticket über dem als Entfernungspauschale absetzbaren Betrag (= 5 km x 0,30 x Tage) liegen, dürfen die höheren Aufwendungen zusätzlich geltend gemacht werden. Die gesetzliche Vorschrift findet sich im § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG.

Hier zusätzlich der offizielle Text, direkt vom Finanzamt:

Seit dem Veranlagungsjahr 2001 wird für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte eine Entfernungspauschale gewährt. Diese wird – unabhängig von der Art, wie Sie zur Arbeitsstätte gelangen – nach den Entfernungskilometern berechnet.

Auch bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel sind deshalb die Entfernungskilometer (i. d. R. für die kürzeste benutzbare Straßenverbindung) anzugeben.

Sind die tatsächlichen Kosten für öffentliche Verkehrsmittel höher als die Entfernungspauschale (ab 2004 beträgt diese 0,30 € je vollen Entfernungskilometer), so werden diese berücksichtigt. Deshalb sollten die tatsächlichen Aufwendungen für öffentliche Verkehrsmittel auch stets in der Einkommensteuererklärung (Anlage N) angegeben werden. Zu finden auf http://www.finanzamt.bayern.de/informationen/steuerinfos/haeufig_gestellte_fragen/Entfernungspauschale/default.php?f=stmf#nr3

Du kannst entweder auf die tatsächlichen Kosten oder auf die Kilometerpauschale zurückgreifen. Soll heißen: Wenn das Jobticket teurer ist als die Kilometerpauschale, setze die Kosten für das Ticket an und lege zur Steuererklärung einen enstprechenden Kostennachweis bei.

Ein neuer Mitarbeiter hat am 1.6.2006 im Unternehmen angefangen. Das Jobticket kostet 55 Euro. Auf das Jahr 2006 hochgerechnet ergibt sich ein Betrag von 385 Euro, der noch deutlich unter dem höchstzulässigen Betrag von jährlich 528 Euro liegt

Diese Rechnung erkennt das Finanzamt steuerlich nicht an. Maßgeblich ist allein, ob die monatliche Freigrenze von 44 Euro eingehalten wird. Und das ist hier nicht der Fall. Das hat zur Folge, dass die monatlichen Kosten für das Jobticket in voller Höhe lohnsteuerpflichtig sind.

weiter unter:

http://www.experto.de/b2b/steuern-buchfuehrung/steuern/jobticket-diese-fallstricke-lauern-in-der-lohnabrechnung.html

Habe ich also richtig verstanden, dass nur wenn ich das Jobticket mehr als 8 Monate habe (= 576 Euro) dieses von der Steuer absetzen kann?

Und heißt das jetzt dann im Umkehrschluss, dass ich die Pendlerpauschale in Anspruch nehmen kann/ soll?

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@Troysel

Die erste Aussage revidiere ich mal :-) Das mit der 44 Euro Grenze scheint ja nicht aufs Jahr bezogen zu gelten. Heißt das in einem weiteren Umkehrschluss, dass jedes Jobticket was teurer als 44 Euro ist, nicht von der Steuer abgesetzt werden kann?

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Das mit den 44 Euro ist leider eine ganz, ganz andere Baustelle!

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@FREDL2

Ok damit ist die Verwirrung wieder gestiegen...was heißt das nun genau?

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@Troysel

Das heisst die Kurzform der Antwort von TopJob oder meine längere Antwort lesen und glauben. Das mit den 44,00 Euro kannst Du in diesem Fall gleich wieder vergessen, da hat der Kollege matrix etwas durcheinandergebracht. Ausserdem kostet Dein Jobticket doch sowieso mehr als 44 Euro, oder?

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