Hohe Nebenkostenabrechnung durch defekte Heizung: wer muss zahlen?

4 Antworten

Wenn es einen Mangel gibt, muss man den Vermieter auffordern diesen binnen eine Frist zu beseitigen. Das scheint hier nicht passiert zu sein. Wurde diese zumindest im Protokoll vermerkt?

Wenn dies nun der Normalzustand sein sollte, fragt man sich natürlich, warum die BK-VZ so niedrig ist. Wenn es normal ist, ist es bei allen so und die Preissteigerung ist einfach eine Preissteigerung.

Pauschal Recht zu haben ist hier kaum möglich, da solche Verfahren vor dem Amtsgericht landen und da hat immer nur der Richter recht. Ich gehe davon aus, dass Ihr Heizkostenverteiler habt.

Lösungsmöglichkeiten:

  • Anwalt, Rechtsstreit Kosten, Zeit verlieren etc. :(schlechte Chancen ohne Aufforderung zur Mängelbeseitigung)
  • Mittelweg Mieterverein (macht aber auch schlechte Laune)
  • Sprich doch einfach mal mit dem Vermieter, dass Ihr über die Hohe Nachzahlung überrascht seit und ob man sich nicht vielleicht die Kosten teilen könnte und/oder die Heizung anders eingestellt werden könnte. (Würde ich persönlich eher probieren, als zu streiten.)
Da das Thermostat dies nicht differenziert erfassen kann

Mein Thermostat kann das auch nicht, soll es auch nicht, weder im Sommer noch im Winter.

Deine Darstellung ist gut gemeint, aber nicht hilfreich, um eine Rechtsposition zu äußern. Vielleicht ist die Abrechnung richtig oder falsch, vielleicht war die Bemessung der Vorauszahlungen gar nicht angemessen, vielleicht ist die Art der Erfassung richtig oder falsch, vielleicht ist die Anlage dieser nicht näher beschriebenen Immobilie und deren Kostenabrechnung nicht in Übereinstimmung mit der Heizkostenverordnung: Das kann man alles nicht aus Deiner Sachverhaltsdarstellung abschätzen.

Lies einfach mal die Heizkostenverordnung und diesen Mietervereinstipp:

https://www.bmgev.de/fileadmin/_migrated/content_uploads/Heizkosten.pdf

Womit begründet Ihr die defekte Heizung? Ein warmes Rohr ist kein Defekt. des weiteren sollte der Heizkreis ja nur in der Heizperiode zugeschaltet sein - das kann man durch ein Schließen des Mischerventils bewerkstelligen. Zudem wundert es mich, dass die Vorlauftemperatur der Heizung so hoch eingestellt ist, dass die durch die Wohnung geführten Heizungsrohre schon für ausreichende Beheizung sorgen. Hier ist der Vermieter erst einmal in der Pflicht für das ordnungsgemäße funktionieren der Heizung zu sorgen. Setzt ihm eine Frist dies durchzuführen und holt Euch vielleicht auch mal Rat beim zuständigen Bezirkskaminkehrer über den Zustand der Heizung - ich vermute diese ist veraltet und hat auch keine Betriebsgenehmigung mehr.

Natürlich müßt Ihr die Nebenkosten bezahlen, denn ihr habt ja die Heizuungswärme genutzt, wenn auch nicht über die Heizkörper.

Pfuscht mein Vermieter bei der Nebenkostenabrechnung?

Tja, was soll ich sagen ... ich suche Rat! Schließlich bewege ich mich bei folgendem Fall nicht im Bereich von schweren Vergehen, aber auch nicht von Bagatellen. Ich vermute eine Art Kavaliersdelikt ...

Ich miete eine Wohnung von etwa 70 Quadratmetern. Sie befindet sich im ersten Stock zusammen mit einer weiteren, etwas kleineren Wohnung (etwa 40 qm). Im Erdgeschoss darunter mietet eine Verwandte des Vermieters eine Praxis, die wohl etwa 100 bis 110 qm hat.

Bei der Nebenkostenabrechnung ist mir schon seit vielen Monaten unwohl, und das, obwohl der Vermieter bei Erstellung der Abrechnung genaue Werte zur Verfügung hat. Er hatte nämlich vor Vermietung des Hauses darauf geachtet, für jede einzelne Wohnung einen eigenen Zähler anzubringen. Ich machte damals bei Einzug (als Erstmieter) den Fehler, die entsprechenden Zähler nicht zu prüfen. Ich verließ mich darauf, dass sie auf einem Wert um die Null stehen.

Diesen Fehler machte ich aber dann irgendwann nicht mehr. Ich begann, die Zähler (unregelmäßig) abzulesen. Die Unregelmäßigkeit ist insofern aber überhaupt nicht schlimm, weil die modernen Zähler über eine Speicherfunktion für den Wert am 31.12. verfügen.

Es geht um die Werte bei der Heizung. Die drei Zähler an der Gas-Zentralheizung zeigen den Verbrauch in MWh an. Bei der Umrechnung der Werte in Prozent komme ich zu folgendem Ergebnis:

Legende: (a) mein eigener Verbrauch; (b) Wohnung Nr. 2; (c) Erdgeschoss ######################################## Anteil dem Zähler gemäß: (a) 8,26 %; (b) 29,17 %; (c) 62,57 %.

Anteil in der NK-Abrechnung: (a) 27,57 %; (b) 21,00 %; (c) 51,43 %. ########################################

(Anmerkung: Ich bin tagsüber großteils nicht in der Wohnung und daher mit der Heizung extrem sparsam.)

Hier klafft einiges auseinander ... Als ich direkt nach der persönlichen Aushändigung der NK-Abrechnung Zweifel hegte und 'stammelte' "Den Punkt mit der Heizung ist mir nicht ganz klar ... Haben Sie nach Quadratmetern (!) gerechnet oder wie?", da antwortete er: "Mit der Frage hatte ich schon gerechnet". Er bot mir jedoch an, mir die Rechnung vorzulegen und mit der Forderung der Nachzahlung zu warten, meldete sich anschließend aber wieder über (mittlerweile schon) Wochen nicht mehr bei mir. (Ich sage jetzt nicht, dass das ungewöhnlich ist, außerdem ist einem ein Vermieter, der einem nicht dauernd auf der Schwelle rumtanzt, ja auch ganz lieb.)

(Man beachte auch den Faktor der mit dem Vermieter verwandten Mieterin.)

Die Frage ist: Wie nähere ich mich meinem Vermieter? Schließlich will ich einen freundlichen Umgang aufrechterhalten ... Bei schriftlichen Aufforderungen z.B. ... naja - kann man sich denken, nicht wahr?

Danke für Eure Hilfe :)

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