Habt ihr euer Aktiendepot bei eurer Hausbank oder bei einem 'Spezialisten'?

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10 Antworten

Das Internet und besonders die Directbanken bieten mittlerweile für "Neulinge" Webseminare (auch kostenlos), wo man sehr viel lernen kann. Ich selbst bin gerade bei einem 6-wöchigem webseminar dabei/3xdie Woche a 1 Std. ...und das bildet ein gutes Grundwissen, ist gut nachvollziehbar und da man alles speichern kann, auch jederzeit nachvoll- und wiederholbar. Newsletter lese ich auch täglich (ausgewählte; nicht überladen lassen!)...und natürlich findet Mann/Frau jede Menge Literatur. Angebfangen habe ich mit "Üben" und Testen , in dem ich eine Watchlist bei einer Direktbank angelegt haben. Da kann man gut " ohne böse Niederlagen" seine Erfahrungen machen und das tägliche Börsengeschehen testen. Mein Depot habe ich bei einer Directbank, ist auch wesentlich günstiger. Bei den "Hausbanken" haben wir leider bisher über Jahre nie eine zufriedenstellende Beratung erfahren, die Angebote waren nichts Neues für uns , wir hatten eigentlich erwartet, Anlagen vom Profi vorgeschlagen zu bekommen, die nicht für " Otto Normalverbraucher" selbst zu ersehen sind. Aber die Erfahrung muss jeder wohl für sich machen. Viel Glück!

FrankyMu 17.08.2012, 17:05

Der Vorschalg mit dem Webseminar hört sich gut an, ich glaub ich werde das auch mal probieren. Danke vielmals

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Ich bin mit meine Depot lange bei meiner Hausbank geblieben, weil ich die persönliche Ansprache geschätzt habe und mich besser damit fühlte - damals waren die "Spezialisten" hauptsächlich Direktbanken, die mit Telefon und Fax arbeiteten. Später wollte ich jedoch Online-Brokerage (Aktien über ein Formular im Internet kaufen und verkaufen) und das hat die Hausbank damals noch nicht angeboten. Später waren die Online-Banken im Vergleich einfach viel günstiger (und sind es heute noch) und da ich sowieso keine Beratung möchte, sondern meine Aktienkäufe grundsätzlich selbst verantworte - und das würde ich jedem raten, sich seine eigene Meinung zu bilden -, wechselte ich zu einer Online-Bank mit Online-Brokerage. Einen Spezialisten, der computererrechnete Kaufsignale u. ä. liefert oder igendwelche Zertifikate verkloppen will, benötigt man als normaler Aktionär, der gelegentlich kauft und verkauft, aber sein Depot eher langfristig plant, meiner Meinung nach nicht. http://www.tinto.de/bankenvergleich/online_bank.htm

Ich war viele Jahre bei meiner Hausbank mit meinem Depot, bis ich es nicht mehr einsah, warum ich mehr Gebühren zahlen sollte, wenn ich bei einem Direktbroker (Online-Broker) wesentlich günstigere Konditionen bekomme. Früher sagte man, Direktbroker sollten gemieden werden, weil die Beratung nicht so umfangreich ist wie bei der Hausbank. Wenn man sich aber mal ehrlich fragt, ob dies wirklich so ist, kommt man häufig zu einem anderen Ergebnis, denn letztlich haben auch Online-Broker mittlerweile einen guten Kundensupport mit telefonischer Betreuung etc. Ich bin z.B. bei Cortal Consors und damit sehr zufrieden. Vorher war ich bei der Sparkasse um die Ecke. Alle paar Jahre würde ich empfehlen, die Konditionen des eigenen Depots zu überprüfen und dann ggf. zu einem anderen Anbieter zu wechseln, denn Depotwechsel sind schnell und einfach sowie kostenlos durchzuführen und bieten auch großes Sparpotential. Diese Seite vergleicht die Gebühren z.B. ganz gut: http://www.onlinebroker-magazin.de/, am besten ist aber, wenn man die Angaben auf den Webseiten der Banken nochmal abgleicht. Ich hoffe ich konnte etwas weiterhelfen.

Wenn ich als Hausbank meine VR-Bank um die Ecke bezeichne, dann lautet die Antwort klar NEIN.

  • VR-Bank: Hausdarlehen, da die Konditionen dort am günstigsten waren.

  • ING-Diba: primäres Wertpapierdepot, primäres Girokonto, Tagesgeld, da dort die Gebühren akzeptabel sind (nur Transaktionsgebühren)

  • comdirect: Sparpläne für ein paar Fonds, Tagesgeld

  • FFB: Sparpläne für ein paar Fonds und einen ETF, die dort günstig zu haben sind.

Die wesentlichen Unterschiede der einzelnen Anbieter liegen meines Erachtens in folgenden Punkten

  • Kostenstruktur (Sparkassen und VR-Banken typischerweise eher hoch, Online-Broker Null bis wenig)

  • Zugang zu Handelsplätzen und deren Kosten

  • Rabattierung bei Fondssparplänen, Freetrades mit Zertifikaten/Derivaten

Den Punkt "Beratung" habe ich hier absichtlich nicht genannt, da in meiner Erfahrung (was mit den Depots meiner Eltern bei Sparkasse und VR-Bank passierte, war genug abschreckende Erfahrung, Kollegen berichten ähnliche Horrorgeschichten von Deutscher Bank und auch Commerzbank) diese nicht nennenswert bzw. wenig effektiv erfolgt. Man bekommt teils eine parteiische "Verkaufsberatung" (meinem Bruder, der als harmloser, unerfahrener Wertpapieranleger einzustufen ist, wurden "sichere" Fremdwährungsanleihen und andere Zertifikate angeboten), jedoch nicht wirklich eine aktive Vermögensberatung und -betreuung, d.h. auch laufende Überwachung und Betreuung eines Depots.

Die wesentlichen Unterschiede sehe ich im Bereich "Beratung und Kosten". Beratung für "kleine" Privatkunden ist bei Hausbanken oft schwach (wenig Interesse der Banken) und es werden sehr häufig hauseigene Produkte verkauft, was in vielen Fällen nachteilig sein kann (eingeschränkte Produktwahl). Das dürfte aber bei den meisten "Hausbanken" (=Filialbanken) ähnlich sein.

Eine Alternative wäre es, sich eine Direktbankverbindung zuzulegen und sich selber mit Anlagewissen zu beschäftigen. Ein gutes Buch (z.B. von Gerd Kommer) über Anlagewissen wird helfen.

Bei größerem Anlagevolumen kommen noch die freien Vermögensverwalter hinzu, die auf den gesamten Anlagemarkt zugreifen. Eine Zwischenposition nehmen freie Finanzberater bzw. Honorarberater ein, die auch schon bei kleinerem Anlagevolumen beraten und in ihrem Anlagespektrum ähnlich marktbreit orientiert sind.

Der Service von Hausbanken bezüglich Wertpapiere (Aktien, Fonds, ETFs, Optionsscheine) ist meine Erfahrung nach nicht besser als bei Direktbanken:

  • die "kostenlose" Beratungsleistung ist bei beiden eher Bescheiden weil Provisionsgetrieben
  • beide lassen einen auf aber auf Bitte in Ruhe

Aber Preis/Leistung und Produktvielfalt ist bei Direktbanken meine Erfahrung nach viel besser:

  • keine Depotgebühren beim Online-Broaker / Direktbank
  • geringe Ordergebühren beim Online-Broaker / Direktbank
  • kostenlose Limits beim Online-Broaker / Direktbank
  • einige Fonds und Fondssparpläne ohne ausgabeaufschläge

==>> Daher habe ich mein Depot beim Online-Broaker / Direktbank und bin damit sehr zufrieden und spare viele Gebühren im Vergleich zur Hausbank

Welchen Service kann eine Bank bieten?

  • Den technischen, den Zugang zur Börse, die Verwaltung des Depots, die Order etc.
  • Beratung

Wenn es um den Zugang geht, so sind Filialbanken hier teuer im Vergleich zu Onlinebrokern. Und der Unterschied ist signifikant.

Onlinebroker bieten dir oft auch einen günstigen Zugang zu einen Sparplan und ein verzinstes Depotkonto für die Liquidität. Das Depot an sich kostet meist nichts.

Geht es um Beratung, so bieten die meisten Filialbanken einen subjektiven Blick auf die Produkte, d.h. verkauft die des Instituts. Bei Kleinanlegern sehe ich auch eine geringe Motivation einer guten Beratung.

Willst du gute Beratung, die objektiver ist, so kommt ein Honorarberater in Frage.


Zu mir: ich hatte bei der Hausbank ein Depot (VR-Bank). Die wenigen Order hatte ich selbst entschieden und irgendwann kamen dann die Onlinebroker. Und daher bin ich bei einem, der mir die Technik, einen günstiger Zugang wie auch eine günstiger Verwaltung ermöglicht. Die Beratung der Hausbank benötige ich nicht.

Es kommt also darauf an, wie deine Strategie ist, Beratung oder Eigenentscheidung etc.

Sieh dir also die Konditionen an bei deiner Hausbank und dann vergleiche mal hier: www.brokertest.de

Es macht bestimmt Sinn sich umzuhören. Ich habe mich entschlossen es bei meiner Hausbank zu belassen. Kommt allerdings auf die Grössenordnung an, die Du bereit bist zu investieren Ich habe mehrere, auch kleinere Anlagen und bin schon jahrelang bei der Hausbank gut aufgehoben. Auch was Beratung anbelangt und Neuanlagen/Verkäufe!

Hallo,

bei einer Internetbank ist es günstiger, als bei einer Filialbank. Viel Service hast Du bei der Filialbank fürs Depot sowieso nicht. Bei der Internetbank halt gar nix.

Doch gibt es viele Möglichkeiten sich im Internet über Aktien zu informieren. Ich sehe z. B. gerne bei Handelsblatt rein. Das ist eine qualifizierte Wirtschaftszeitung.

lg, Dirk001

Hi FrankyMu,

ja definitiv. Am besten vergleichst du hier mal verschiedene Anbieter, z.B. unter Werbung durch Support gelöscht Ich selbst bin bei DAB Bank und sehr zufrieden.

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