GmbH-Anteile geschenkt bekommen, hohe Steuerzahlung erwartet

1 Antwort

Dafür gibt es extra einen § 13 a im Erbschaftsteuergesetz, die das vererben von Betriebsvermögen völlig von der ERbschaftsteuer freistellt.

Darin ist niedergelegt, dass die Lohnsumme in den ersten 5 Jahren nach der Vererbung 400 % der Lohnsumme des Ausgangsjahres nicht unterschreiten darf.

**§ 13a Steuerbefreiung für Betriebsvermögen, Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und Anteile an Kapitalgesellschaften

(1) Der Wert von Betriebsvermögen, land- und forstwirtschaftlichem Vermögen und Anteilen an Kapitalgesellschaften im Sinne des § 13b Abs. 4 bleibt insgesamt außer Ansatz (Verschonungsabschlag). Voraussetzung ist, dass die Summe der maßgebenden jährlichen Lohnsummen (Absatz 4) des Betriebs, bei Beteiligungen an einer Personengesellschaft oder Anteilen an einer Kapitalgesellschaft des Betriebs der jeweiligen Gesellschaft, innerhalb von fünf Jahren nach dem Erwerb (Lohnsummenfrist) insgesamt 400 Prozent der Ausgangslohnsumme nicht unterschreitet (Mindestlohnsumme). Ausgangslohnsumme ist die durchschnittliche Lohnsumme der letzten fünf vor dem Zeitpunkt der Entstehung der Steuer endenden Wirtschaftsjahre. Satz 2 ist nicht anzuwenden, wenn die Ausgangslohnsumme 0 Euro beträgt oder der Betrieb unter Einbeziehung der in Absatz 4 Satz 5 genannten Beteiligungen und der nach Maßgabe dieser Bestimmung anteilig einzubeziehenden Beschäftigten nicht mehr als 20 Beschäftigte hat. Unterschreitet die Summe der maßgebenden jährlichen Lohnsummen die Mindestlohnsumme, vermindert sich der nach Satz 1 zu gewährende Verschonungsabschlag mit Wirkung für die Vergangenheit in demselben prozentualen Umfang, wie die Mindestlohnsumme unterschritten wird. (1a) Das für die Bewertung der wirtschaftlichen Einheit örtlich zuständige Finanzamt im Sinne des § 152 Nummer 1 bis 3 des Bewertungsgesetzes stellt die Ausgangslohnsumme, die Anzahl der Beschäftigten und die Summe der maßgebenden jährlichen Lohnsummen gesondert fest, wenn diese Angaben für die Erbschaftsteuer oder eine andere Feststellung im Sinne dieser Vorschrift von Bedeutung sind. Die Entscheidung über die Bedeutung trifft das Finanzamt, das für die Festsetzung der Erbschaftsteuer oder die Feststellung nach § 151 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 des Bewertungsgesetzes zuständig ist. § 151 Absatz 3 und die §§ 152 bis 156 des Bewertungsgesetzes sind auf die Sätze 1 und 2 entsprechend anzuwenden.**

Es gibt weitere vorschriften, aber dies ist das entscheidende.

Zu gut Deutsch, wenn Du den Betrieb übernimmst und die Arbeitsplätze nicht eindampfst, bleibt Dir Erbschaftsteuer erspart.

Trotzdem muss die Betreibsübergabe gepplant werden, falls andere Pflichtteile zu bezahlen sind.

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falls andere Pflichtteile zu bezahlen sind.

Hm..... du kennst den Unterschied zwischen Verschenken und Erben?

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@EnnoBecker

Ja, schon mal gehört. ;-)

Aber es gibt auch den Pflichtteilergänzungsanspruch, § 2325 BGB Der sollte einen Betriebserben nicht unvorbereitet treffen.

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@EnnoBecker

ok, ok. Ich habe mich mit dem § beschäftigt. Damit wird mir einiges klarer.

DH

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Insolvenzverfahren - Pfändungsgrenze, Unterschied und Auto!

Ich hatte eine kleine Firma als Einzelkaufmann und bin mit dieser und selbst auch ins Insolvenzverfahren gerutscht.

Mein Treuhänder schmeißt mir nun Knüppel zwischen die Füße. Obwohl ich per Kontoauszug belegen kann, dass ich momentan nur 770,-Euro verdiene, davon 370,-Euro bar auf die Hand, behält er, obwohl er Einsicht in die Kontoauszüge des Privatkontos hat, schaltet er mir die restlichen 400,-Euro seit zwei Monaten nicht frei. Argument: Er möchte noch Kontoauszüge von einem ganz anderen Konto haben, die nicht vollständig sind. Diese würde ich gerne über die Bank beantragen, was aber nicht geht, weils Geld kostet, was ich nicht habe. Kann er wirklich die 400,-Euro einbehalten und sogar auf sein Treuhänderkonto überweisen?

Ich habe einen alten Wagen, der sogar nach TÜV nächstes Jahr nicht mehr weiter TÜV erhält. Er ist zwischen 250,-Euro und 400,-Euro wert. Um zu meiner Arbeit zu kommen, brauche ich den Wagen nachweislich. Ein Hinkommen mit Öffis ist nur bis 18.00Uhr in der Woche möglich, am Wochenende fährt gar nichts. Nachweislich! Nun sagt er, er nimmt mir das Auto weg, es sei denn, ich kaufe es ihm ab für 250,-Euro, die ich logischerweise nicht habe! Ist es wirklich so, dass es ihm egal sein kann, wenn ich meinen Job verliere, wenn ich keinen fahrbaren Untersatz mehr habe?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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UG Gründen - Fragen über Fragen

Guten Abend zusammen!

Ich bin momentan unbefristet im öffentlich Dienst angestellt.

Mein Vater leitet eine Firma, welche ein gewisses Produkt an Kunden verkauft.

Auf seinen Tipp hin, kam mir der Gedanke selbst eine UG zu gründen, welche andere Produkte an seine Kunden verkauft. Ich würde ihm damit keine Konkurrenz machen, da es sich um verschiedene Produkte handelt, welche andere Aufgabengebiete haben. Es ist auf jeden Fall alles abgesprochen.

Ich würde zur UG greifen, da ich nur ca. 10.000€ Stammkapital einsetzen möchte. Später kann dies ja eh noch umgewandelt werden, wenn die Firma erstmal läuft.

Nun Stellen sich mir noch ein paar Fragen:

1) Wie gestalte ich den Übergang zwischen meiner momentanen Arbeit und der Selbstständigkeit, im Anbetracht der Versicherungen? Ich habe mir das so vorgestellt, dass ich die UG erstmal nebenberuflich betreibe und sobald mein Gehalt dann einen gewissen Wert übersteigt wechsel ich in die Privatversicherungen und lasse mich von meinem momentanem AG freistellen. Geht das?

2) Angenommen ich habe 10.000€ Stammkapital. Woher beziehe ich in den ersten Monaten, wo die Firma anfängt zu laufen mein Gehalt? Angenommen ich erwirtschafte 1000€ Gewinn im ersten Monat. Könnte mein Gehalt dann zB so aussehen: 1000€ abzüglich 25% Einlagen und Steuern/Pflichtausgaben etc.? Wenn ich im zweiten Monat einen höheren Gewinn erziele, kann ich mein Gehalt dann auch (natürlich nicht unbegrenzt) anheben? Was ist wenn ich im ersten Monat keinen Gewinn erzielen sollte? Kriege ich dann kein Gehalt? (Eigendlich logisch).

Das sind so die zwei Grunddinge die mich beschäftigen. Optimal wäre natürlich eine Anstellung bei der UG als GF, ich habe aber keine Möglichkeit die UG über einen Strohmann zu gründen.

Natürlich gehe ich auch noch zu meinem Steuerberater, ich möchte aber auch ein paar natürliche Aussagen dazu hören.

Vielen Dank schonmal!

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Frage zu "geschenkten" Aktien von der Firma?

Am 16.03. bekommt bei uns in der Firma jeder Mitarbeiter 50 Aktien geschenkt. Kenne mich mit Aktien überhaupt nicht aus und ich verstehe es nur so dass uns dennoch durch diese "Schenkung" Geld vom Gehalt abgezogen wird. Dies möchte ich allerdings nicht. Es heisst folgendes:• Maßgeblich für die Höhe des geldwerten Vorteils ist der Eröffnungskurs der Aktie am 16. März 2016. Bei der Berechnung des geldwerten Vorteils berücksichtigen wir den Freibetrag für Mitarbeiter-Kapitalbeteiligungen in Höhe von 360 Euro. Bei einem Kurs von z.B. 20 Euro sind 640 Euro steuer- und ggf. sozial-versicherungspflichtig (50 Aktien x 20 Euro - 360 Euro Freibetrag = 640 Euro). Heißt das also dass mir dann einfach so 350 Euro oder mehr von meinem Gehalt abgezogen werden? Ich komme so schon jeden Monat nur knapp über die Runden und wenn ich dann plötztlich 360 Euro weniger zur Verfügung habe, bekomme ich immense Schwierigkeiten. Was würdet ihr mir jetzt raten? Uns steht es auch frei diese Aktien zu verkaufen, was ich dann natürlich gerne wahr nehmen würde, da ich mir den finanziellen Verlust durch diese "Schenkung" nicht leisten kann. Wie funktioniert das mit dem Verkauf von Aktien und wie schnell geht das von statten bis ich die Auszahlung bekomme?

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