Geldchenkung durch Überweisung - Anerkennung durch Finanzamt

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da die 50 kEUR deutlich unter dem Freibetrag für Schenkungen an Kinder liegen, solltest Du einfach die Überweisung vornehmen und im Text vermerken "SCHENKUNG".

Das Finanzamt wird nicht von der Bank über die Überweisung informiert und damit besteht auch keine Gefahr irgendwelcher Art der Fehlinterpretation als Einkommen der Tochter. Da Du unter dem Schenkungsfreibetrag von 400 kEUR liegst, besteht auch gar keine Veranlassung, dies dem Finanzamt mitzuteilen.

Also: einfach überweisen und den Überweisungstext entsprechend formulieren. Keine übereifrigen Meldungen irgendwelcher Art, die dann eher den Verdacht wecken, daß hier noch etwas anderes läuft.

PS: Sollte dies allerdings eine zweckgebundene Schenkung sein, so wäre zusätzlich ein Schenkungsvertrag aufzusetzen. Dem Finanzamt gemeldet werden muss dies dennoch nicht.

Vielen Dank für deine hilfreiche Antwort. Auch wenn die Schenkung unter dem Freibetrag liegt, muss man eine Schenkungsanzeige machen, soweit ich weiß. Ich bin ja auch echt am Hadern, ob ich das melden soll. Allerdings verfügt meine Tochter derzeit über kein Einkommen und , daher könnte das Finanzamt die Frage nach MIttelherkunft stellen, oder? Und dann ist es doch auch blöd, wenn es nicht gemeldet wurde?

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@MoniL

Eine Schenkungsanzeige ist dann notwendig, wenn die Schenkung der Schenkungssteuer unterliegt. Dies ist in diesem Fall nicht gegeben und daher ist eine Anzeige nicht notwendig.

Natürlich kannst du die Schenkung trotzdem anzeigen, wenn es dir so ein sichereres Gefühl gibt. Du kannst aber auch einfach mal bei deinem zuständigen Finanzamt anrufen und dir dort diese Info holen - das ist wohl der schnellste und einfachste Weg!

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@pschneidergf

Vielen Dank. Wenn eine Anzeige nicht nötig ist, werde ich auch keine vornehmen. Und falls doch Rückfragen kommen, habe ich ja den Nachweis in Form der Überweisung mit Verwendungszweck "Schenkung".

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@MoniL

Also: ich habe das nun nochmals nachgelesen: http://dejure.org/gesetze/ErbStG/30.html

Danach ist jede Schenkung meldepflichtig. Wird hier ein Notar involviert, so hat dieser auch eine Meldepflicht. Es gibt in Österreich die Grenze von 50.000 EUR im Jahr, bis zu der keine Meldung erfolgen muss, aber in Deutschland ist prinzipiell jede Schenkung zu melden.

Allerdings sind die Konsequenzen aus einer Nichtmeldung nur dann vorhanden, wenn man die Freibeträge überschreitet. Es wäre daher am einfachsten, in der Tat eine formlose Mitteilung an das Finanzamt zu machen, in der die im oben genannten Link auf das ErbStG geforderten Daten zur Schenkung vermerkt sind. Damit wärst Du komplett sauber und konform zum ErbStG.

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Wenn du nur 1 Kind hast kann man auf Papier verzichten, ebenso auf Meldungen etc. Falls nicht doch irgendwann Ärger mit dem beschenkten Kind auftritt und man beweispflichtig werden muß. Das kann auch bei einer Scheidung des Kindes nötig werden, wenn man die Zweckbindung und alleinige Schenkung an das Kind beweisen muß.

Aber: Das gilt nicht bei mehreren Kindern, die Ansprüche stellen können, auch als Erben innerhalb der nächsten 10 Jahre, oder wenn du selber bedürftig werden solltest z.B. durch notwendige Zahlungen an ein Pflegeheim etc.

(War alles nicht deine Frage, gehört aber zum Thema, du wirst es hoffentlich bedacht haben.)

Wir haben nur ein Kind. Du hast recht, es gilt schon einiges zu bedenken, wenn man Geld überträgt. Ich habe jetzt gerade einen Steuerberater kontaktiert, wollte ein Beratungsgespräch vereinbaren, aber der hat mir doch gleich am Telefon meine Fragen beantwortet. In der Tat muss ich unter dem Freibetrag nicht melden, es genügt Überweisung mit Vermerk Schenkung und Aufbewahrung in den Unterlagen. Wer sollte es besser wissen als ein Steuerberater? :-)

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Warum in drei Teufels Namen machst du es komplizierter, als es ist!?

Wem sollte es helfen, Meldungen an irgendwelche Stellen zu machen, die weder erforderlich, noch in irgendeiner Form förderlich sind??

Die Finanzämter werden mit ihrer laufenden Arbeit schon nicht fertig (Stichwort: Arbeitsvorräte)...

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