Der Vater verstorben. Die Mutter in der Privatinsolvenz. Kann der Sohn einen Erbschein beantragen?

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Der Sohn hat die Schulden längst geerbt. Denn natürlich wären dem Sohn als gesetzl. Erben n. §§ 1922, 1924 I BGB die Nachlassverbindlichkeiten gleichermaßen angefallen.

Er bildet mit seiner Mutter als Erbin i. S. d.  § 1931 BGB eine Erbengemeinschaft mit der Rechtsfolge, dass die Gläubiger sich auch an ihm schadlos halten könnten.

Mit der Insolvenz der Miterbin dürfen die Gläubiger sich erst Recht an den Sohn als Miterben halten mit dem Ergebnis, dass nicht nur der Mercedes von ihnen verwertet oder herausbeansprucht werden könnte: N. §§ 1967 BGB haftet der Sohn auch mit seinem privaten Vermögen, sofern das Erbe weder form- und fristwahrend ausgeschlagen hat noch Nachlassverwaltung beantragt wurde, was mangels Masse nicht mehr in Betracht kommt.

Da kann man sich die Kosten eines Teilerbscheins sowie die der Ersatzbschaffung des "Fahrzeugbriefs" und eine Ummeldung durchaus sparen :-O

G imager761

Insolventin verstirbt. Im gemeinsamen Haushalt lebender Sohn schlägt Erbe aus. Wer bekommt Nachlass?

Meine Lebensgefährtin ist vor kurzem verstorben. Sie hatte eine Privatinsolvenz laufen. Aus finanziellen Gründen lebte sie mit ihrem erwachsenen, berufstätigen Sohn zusammen in einer Wohnung. Der Mietvertrag lief auf beide, also auf meine Lebensgefährtin und ihren Sohn. Der Sohn hat die Wohnung nun übernommen aber das Erbe ausgeschlagen. Als eventuelle Erben gibt es noch die Mutter meiner Lebensgefährtin, sowie zwei Brüder mit jeweils einem Kind. Da ich davon ausgehe, daß auch diese Personen das Erbe ausschlagen werden, hätte ich gerne gewusst was mit dem persönlichen Eigentum meiner Gefährtin geschieht wenn alle Erben ausschlagen? Also ihre Kleidung, Elektrogeräte, diverses Kleinkram und Fotoalben. Es ist nichts wirklich Wertvolles vorhanden. Darf der Sohn alles behalten oder wird es ihm vielleicht weg genommen?

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