Festsetzung der Einkommensteuer für 2014 mit Guthaben- letzte Woche erhalten, vorher nie Aufforderung bekommen, wie verhalten?

Hallo ihr Lieben, letzte Woche habe ich einen Brief vom hiesigen Finanzamt erhalten, in dem mir per Bescheid eine Steuerfestsetzung für das Jahr 2014 zugesendet wurde.
Aufgeführt sind folgende Sätze:

“Der Bescheid ist nach Paragraph 165 Abs. 1 Satz 20 AO teilweise vorläufig.“ und

“Die Zinsfestsetzung wird (teilweise) ausgesetzt nach Paragraph 165 Abs. 1 Satz 4 AO“

in dem Bescheid wird mir ein Guthaben von knapp 500€ ausgewiesen und die bitte meine Bankverbindung mitzuteilen.

desweiteren wird auf einer nachstehenden Seite unter den Erläuterungen zur Festsetzung mitgeteilt dass das Finanzamt nach Paragraph 162 AO die Besteuerungsgrundlagen geschätzt hat, weil ich keine Steuererklärung abgegeben habe.

zum damaligen Zeitpunkt (2014)war ich eingeschriebener Student, zuhause wohnend ohne bafög-Bezug und habe als geringfügig Beschäftigter auf 450€ Basis gearbeitet, wurde nie aufgefordert eine Steuererklärung abzugeben und war meines Wissens auch nicht in der Pflicht dies zu tun.

nun steht dort halt, dass die Schätzung mich nicht von der Erklärungspflicht befreien würde und trotz Schätzung eine steuerstraftat/Steuerordnungswidrigkeit vorliegen könne - meine Fragen wären jetzt:

  • Muss ich für 2014 im Jahr 2021 überhaupt noch eine Erklärung abgeben oder wäre dieser Anspruch des Finanzamtes verjährt?
  • Warum erhalte ich diesen Bescheid sieben Jahre später?
  • wie verhalte ich mich am besten?

vielen Dank für die Antworten und ein schönes Wochenende euch allen!

grüsse

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Wenn Du zur Abgabe verpflichtet bist, dann erhältst Du dazu keine Aufforderung. Erinnerungen hätten allerdings rausgehen müssen.

Kann es sein dass das Finanzamt längere Zeit nicht wusste wo Du Dich aufhältst? Dafür spricht auch die Tatsache, dass sehr lange nicht geschätzt wurde.

Die Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung besteht nach wie vor. Welche Besteuerungsgrundlagen wurden denn geschätzt? Daraus sollte sich doch ggf. ersehen lassen, wovon das Finanzamt ausgeht. Wurden z. B. gewerbliche Einkünfte geschätzt etc.?

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Hast Du dem Finanzamt Deine neue Adresse beim Wegzug mitgeteilt? Wenn Du nicht aufzufinden warst, dann sind Bescheide möglicherweise öffentlich bekanntgegeben worden.

Wie sich die Steuerschulden ergeben haben weiß ich natürlich nicht. Vielleicht hast Du keine Steuererklärungen abgegeben, obwohl Du verpflichtet gewesen wärst. Das Finanzamt hat die Steuer dann geschätzt.

Schätzungen werden grundsätzlich unter dem Vorbehalt der Nachprüfung gemacht. D. h. Du hättest dann Gelegenheit, die Erklärungen nachzureichen. Wenn Du das aber dann immer noch nicht tust, dann wird der Vorbehalt irgendwann aufgehoben.

Du solltest also mit dem Finanzamt klären, um welche Bescheide es geht, und ob diese noch geändert werden können.

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Du solltest mit dem Chef darüber sprechen.

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Werbungskosten gehören in die Anlage N.

Solltest Du Einkünfte gehabt haben, dann werden die Werbungskosten schon in Ansatz gebracht. Einen Verlustvortrag gibt es nur, wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte negativ ist.

Im ersten Jahr, in dem die Einkünfte positiv sind, wird also der bis dahin angesammelte Verlustvortrag angesetzt. Solltest Du in dem Jahr aber Einkünfte unter dem Grundfreibetrag haben, dann geht der angerechnete Verlust ins Leere.

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Ein privater Verkäufer darf keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen. Ein gewerblicher macht das evtl. auch nicht.

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Wenn Deine Frau Steuerklasse 5 hat dann hast Du die 3.

Warum macht Ihr keine gemeinsame Steuererklärung?

Wenn es sich um ein Zweitstudium handelt, dann können die Kosten dafür als Werbungskosten geltend gemacht werden.

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Dass Du Student bist ist egal, aber normalerweise gibt man halt irgendwas an, in dem Feld, wo nach dem Beruf gefragt wird.

Weglassen darfst Du grundsätzlich steuermindernde Angaben.

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Was die Sparkassen-App weitergibt weiß ich nicht. Im Internetbanking meiner Bank steht dort:

PayPal (Europe) S.a.r.l. et Cie., S.C.A. SEPA-BASISLASTSCHRIFT SVWZ+ . PayPal Inc., Ihr Einkauf bei PayPal Inc. EREF+ ....

Dort wo PayPal Inc. steht, stand früher immer das Geschäft, bei dem ich gezahlt habe. Scheinbar gibt's bei PayPal eine neue Software, die das falsch darstellt. Bei manchen Händlern stimmt aber die Angabe dort immer noch.

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Wenn es keine Arbeitnehmertätigkeit ist, und auch nicht in § 18 Einkommensteuergesetz aufgeführt, dann ist es ein Gewerbe.

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Grundsätzlich ist die Gewerkschaft ein geeigneter Ansprechpartner.

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Durch die Bezugsrechte hatten die Aktionäre die Möglichkeit, Aktien zum Preis von 3,58 Euro zu erwerben.

Was meinst Du denn mit dem Satz, sie wären mit 6,03 Euro eingebucht worden? Es werden doch Aktien eingebucht, keine Geldbeträge! 6,03 Euro könnte evtl. der Wert im Lauf des gestrigen Vormittags gewesen sein.

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Eine Nachtspeicherheizung wird mit Strom betrieben. In der Regel wird der Strom nicht an den Vermieter bezahlt, sondern an den Versorger. Du hast dann normalerweise höhere monatliche Vorauszahlungen für den Strom. Die Warmmiete selber ist niedriger - weil sie nicht wirklich 'warm' ist.

Du solltest Dich erkundigen ob es bei Deinem Versorger wirklich auch einen Nachttarif gibt. Das ist nur möglich, wenn auch ein entsprechender zweiter Zähler vorhanden ist.

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Bei einer GdbR muss jeder Gesellschafter sich beim Gewerbeamt anmelden.

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Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Wenn die Thermostate ein Einfrieren der Heizung verhindern, dann ist alles in Ordnung. Und wenn Du deswegen wirklich 350 Euro mehr bezahlst - was Du möchtest, ist, dass der Eigentümer der Wohnung unter Dir bezahlt, damit Du's warm hast. Das wäre doch recht unökonomisch und nicht ökologisch.

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Es müssen die Umsatzsteuer-Identifikationsnummern auf der Rechnung vermerkt sein. Die Umsatzsteuer wird vom Leistungsempfänger geschuldet.

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Schwierig!

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Erwerb ist wenn Du etwas kaufst. Wenn Du etwas verkaufst dann handelt es sich um eine Lieferung.

Innergemeinschaftlich heißt dass die Ware eine Grenze innerhalb der EU überschreitet.

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Was sind denn Google Bilder? Wenn Du damit Bilder meinst, die Du mit Hilfe von Google gefunden hast, die gehören nicht Google. Die Rechte liegen normalerweise bei ganz anderen Menschen oder Firmen.

Aber grundsätzlich wird es wohl keine Probleme geben, wenn Du so ein Bild für eigene Zwecke verwendest. ohne es an andere weiter zu geben.

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Der Arbeitslohn ist nicht so besonders hoch, es wurde also relativ wenig Lohnsteuer einbehalten. Da die Lohnersatzleistungen nicht ganz niedrig sind, schlägt natürlich der Progressionsvorbehalt zu!

Du sagst Ihr habt Euch für die Einzelveranlagung entschieden, weil die laut dem Wiso-Programm günstiger ist. Aber das Wiso-Programm hat doch dann schon die zu zahlende Steuer berechnet.

Deine Frau bekommt ja womöglich Steuern erstattet. Du musst also vergleichen, sind die zwei Einzelveranlagungen vielleicht tatsächlich günstiger als eine Zusammenveranlagung? Allein aus Deinem Bescheid kann man das nicht sehen. Immerhin hattest Du die günstige Steuerklasse 3.

Also: betrachte alles, nicht nur Deinen Bescheid!

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