Welcher betrag wurde an den Pfändungsgläubiger überwiesen? Eine aus August oder früher stammende Gutschrift bzw. ein Restbetrag davon oder die Gehaltsgutschrift September 2021 (falls sie niedriger ist, als die Kontopfändung) oder der gepfändete Betrag?

Sollte es sich bei dem überwiesen geld um solches handeln, welches erst im lfd. Kalendermonat (hier September 2021) eingegangen ist, wäre die Überweisung durch die kontoführende Bank unter Mißachtung von § 850k Abs. 1 S 4 ZPO

"Die Sätze 1 bis 3 gelten entsprechend, wenn das Guthaben auf einem Girokonto des Schuldners gepfändet ist, das vor Ablauf von vier Wochen seit der Zustellung des Überweisungsbeschlusses an den Drittschuldner in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt wird."

erfolgt (https://www.buzer.de/s1.htm?a=850k&g=&kurz=ZPO&ag=7030) und somit unzulässig.

In diesem Fall würde § 675 u BGB (https://www.buzer.de/675u_BGB.htm) zu Ihren Gunsten eingreifen:

"Im Fall eines nicht autorisierten Zahlungsvorgangs hat der Zahlungsdienstleister des Zahlers gegen diesen keinen Anspruch auf Erstattung seiner Aufwendungen. Er ist verpflichtet, dem Zahler den Zahlungsbetrag unverzüglich zu erstatten und, sofern der Betrag einem Zahlungskonto belastet worden ist, dieses Zahlungskonto wieder auf den Stand zu bringen, auf dem es sich ohne die Belastung durch den nicht autorisierten Zahlungsvorgang befunden hätte. Diese Verpflichtung ist unverzüglich, spätestens jedoch bis zum Ende des Geschäftstags zu erfüllen, der auf den Tag folgt, an welchem dem Zahlungsdienstleister angezeigt wurde, dass der Zahlungsvorgang nicht autorisiert ist, oder er auf andere Weise davon Kenntnis erhalten hat."

Sie haben dann gegen die Bank einen einklagbaren Anspruch auf Erstattung des überwiesenen Betrags zu Gunsten Ihres P-Kontos.

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Sie müssen das mit Ihrer Bank klären. Sollte Ihre Sachverhaltsschilderung zutreffend sein, stimmen die Angaben "kein verfügbarer Betrag" nicht. Im Zweifel brauchen Sie rechtliche Hilfe vor Ort.

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Wann wird mein Geld ( P Konto ) an die Gläubiger verteilt?

Hallo alle zusammen. Ich habe folgendes Problem und hoffe das mir jemand der wirklich Ahnung davon hat, eventuell helfen kann. Wer es nicht genau weis und nur vermutet, den würde ich bitten sich eher zurück zu halten. Über alle anderen Antworten freue ich mich sehr.

Also folgendes. Ich habe ein P Konto bei der Sparkasse. Ich habe im August 2021 eine Nachzahlung vom Jobcenter, in Höhe von rund 2000€ bekommen. Über 1250€ konnte ich verfügen und der Rest, 800€ + 449€ Regelleistung wurden mir im September dann wieder gut geschrieben als Übertrag. Über diesen Betrag konnte ich bis auf 21€ auch verfügen. Jetzt habe ich Mitte September einen Job angenommen und bekomme Ende September aber schon meinen Lohn in Höhe von ungefähr 900€ für den halben Monat. Wobei ich ja wieder Deutlich überzahlt bin im September. Jetzt ist meine Frage ob ich im Oktober dann wieder über dieses Geld in Höhe meines Freibetrages verfügen kann, oder ob das Geld dann weg ist und an die Gläubiger geht, weil ich die letzten Monate halt immer über die Freigrenze gekommen bin und ich gelesen habe das nach dem dritten Monat das Geld dann an die Gläubiger geht. Habe ein bisschen Angst das ich ab dem 1. Oktober dann ganz ohne Geld da stehe weil alles an die Gläubiger verteilt wird, weil ich im September dann auch wieder doppelt Geldeingang hatte.

Ich hoffe jemand kann helfen, wer was ganz genau weis, bitte einmal helfen. Ganz vielen lieben Dank im Voraus.

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Auch wenn die Sachverhaltsschilderung etwas konfus ist … probiere ich es einmal:

  1. Sie haben ein Girokonto bei einer Sparkasse.
  2. Sie haben eine oder mehrere aktive Kontopfändungen.
  3. Sie haben das Girokonto in ein P-Konto umwandeln lassen.
  4. Sie haben bislang keine Erhöhung des Pfändungsfreibetrags nach § 850k Abs. 2 ZPO beantragt; somit beträgt Ihr mtl. Pfändungsfreibetrag 1 252,64 EUR.
  5. Ihr Fall (Geldeingang Ende September, was passiert damit im Oktober) ist in § 850k Abs. 1 S. 3 ZPO "Soweit der Schuldner in dem jeweiligen Kalendermonat nicht über Guthaben in Höhe des nach Satz 1 pfändungsfreien Betrages verfügt hat, wird dieses Guthaben in dem folgenden Kalendermonat zusätzlich zu dem nach Satz 1 geschützten Guthaben nicht von der Pfändung erfasst." geregelt. Geld, was in 09/2021 eingeht, darf danach nicht in 10/2021 sondern (falls davon noch etwas auf dem Konto ist) in 11/2021 an den oder die pfändenden Gläubiger abgeführt werden
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Das was Sie vorhaben ist illegale Kontoleihe / Kontomißbrauch. Vertraglich zwischen der Bank und Ihrer Frau als Kontoinhaberin verboten, der Versuch oder bei Ausführung auch eine vollendete Straftat (Vereitelung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen), damit Geldwäsche - und über die steuerlichen Folgen (auch da illegal) wollen wir uns hier mal gar nicht unterhalten. Finger weg. Bei mir würde das unweigerlich zu eine Abmahnung und bei deren Nichtbeachtung auch zur Kündigung führen. Geldwäscheverdachtsmeldung gibt es gratis dazu.

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Der jeweilige Pfändungsfreibetrag steht einem P-Konto-Inhaber nur einmal pro Kalendermonat (in Ihrem Fall also im September 2021) zur Verfügung. Sollten Sie ihn mit der Verfügung über das im August 2021 oder früher entstandene Guthaben bereits vollständig verbraucht haben, werden Sie erst wieder am 1.10.2021 etwas von Ihrem Konto abheben oder überweisen können.

Wegen einer Gehaltsgutschrift am 15. gibt es keinen neuen Freibetrag.

Eventuell können Sie bis dahin aber Ihren Pfändungsfreibetrag (nur mit Nachweisen möglich) erhöhen lassen, wobei Ihre Sachverhaltsschilderung dazu nichts hergibt.

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Sie haben inzwischen sicher schon festgestellt, dass Sie nun am heutigen 1.9. (unter Abrechnung auf den neuen Pfändungsfreibetrag für September 2021) über die 400,00 Euro verfügen könnten, oder? 🤔

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Sie haben ein Girokonto mit Kontopfändung/-en? Umgewandelt in ein P-Konto?

Mit ausreichend freiem (Eingang auf Konto im August oder am heutigen 1.9., sonst nicht mehr vom Pfändungsfreibetrag geschützt) Guthaben?

Richtige Bankcard mit zugehöriger PIN genutzt?

Konto nicht aus anderen Gründen gesperrt?

Wenn alles nicht als Erklärung ausreicht: was ist die Aussage der Bank?

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Das ist totaler Unsinn.

Welche Bank erklärt das? In Deutschland?

Entweder gehen Sie zum Anwalt oder informieren Sie sich hier: https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/BeschwerdenStreitschlichtung/beschwerdenstreitschlichtung_node.html

Insbesondere eine Beschwerde bei der Bundesbank macht richtig Druck.

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Verstehe ich das richtig: Ihr Konto, umgewandelt in ein P-Konto, ist mit ca. 8 T€ im Minus - und daran ist die Bank schuld?

Oder haben nicht Sie das Geld ausgegeben bzw. waren froh, als sie das Konto überziehen konnten bzw. einen etwaigen Dispo in Anspruch nehmen konnten?

Wofür ist den das Geld verwendet worden? Hätten Sie jetzt nicht anderweitig Schulden?

PS: Ein P-Konto funktioniert nur im Guthabenbereich. Falls Ihnen Ihre Bank jetzt trotz des Sollsaldos noch Beträge freigibt, verhält sie sich großzügig.

Sofern Sie meinen, Sie wären im Recht, brauchen Sie einen Anwalt (für den Zivilrechtsweg). Sie könnten wegen der von Ihnen behaupteten Unterschlagung (was bei Giralgeld zwar nicht geht) natürlich auch selbst Strafanzeige erstatten, müssen aber a) mit einer Kündigung der Bankverbindung, b) sofortigen Fälligstellung Ihrer gesamten Schulden bei der Bank und c) einer Strafanzeige wegen falscher Verdächtigung rechnen.

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Wieso sollte Ihre Freundin den für sie schädlichen Unsinn mitmachen? Was ist das Ziel des Gemeinschaftskontos? Kontoführungsgebühren sparen? generell richtig, nicht aber im Falle der Insolvenz einer Person.

Trennung beibehalten ist zwingend!

PS: Wieso sollte bei einem Gemeinschaftskonto ein Mitkontoinhaber noch eine Vollmacht bekommen? Er ist doch schon vollumfänglich berechtigt.

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Ja.

Um aber von den Auswirkungen einer Kontopfändung temporär verschont zu bleiben, haben Sie ja das P-Konto. Sofern Ihre Einnahmen auf diesem P-Konto immer unter der Pfändungsfreigrenze bleiben und Sie auch nichts ansparen, werden Sie von den Auswirkungen einer Pfändung nicht tangiert.

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Und? Seit zwei Tagen müsste Ihr Geldeingang verbucht und Ihr Bericht hier da sein.

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Nein. Warum sollte er auch steigen?

Der Insolvenzverwalter "pfändet nicht"; Sie haben den pfändbaren Teil Ihres Gehalts mit dem Insolvenzantrag an ihn abgetreten (es ist auch nicht "nur so viel wie nötig", das wäre viel mehr, Sie werden nur eine geringe Quote erbringen; es ist leider nur sehr wenig zulässig). Damit werden die Gerichtskosten, evtl. der Insolvenzverwalter und nur ein bisschen auch Ihre Gläubiger bedient. Der Staat (also die Gesellschaft / Allgemeinheit) schenkt Ihnen die "2. Chancen" zulasten Ihrer Gläubiger und der Steuerzahler; etwas Dankbarkeit wäre angebracht.

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Sie haben eventuell inzwischen schon wieder Zugriff auf ihr nun als P-Konto geführtes Girokonto. Falls nein, wird es ein etwas härteres Wochenende, spätestens kommende Woche ist das dann aber geregelt.

Die BAföG-Zahlungen haben auf Ihrem Konto unabhängig von Pfändungen nicht zu suchen; nennt sich (illegale) Kontoleihe. Das verstößt gegen Ihren Kontovertrag mit Ihrer Bank und könnte zu strafrechtlichen Problemen (ins. Geldwäsche) führen. Umgehend abstellen.

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Bei einem P-Konto mit einer aktiven Kontopfändung ist jeder im übernächsten Monat nach dem Zahlungseingang noch vorhandene Rest eines Geldeingangs von der kontoführenden Bank oder Sparkasse (als sogenannte Drittschuldnerin) bis zur vollständigen Erledigung der Pfändung an den/die pfändenden Gläubiger (bei mehreren unter Beachtung der jeweiligen Rangfolge) abzuführen.

Für Sie ist das Geld nicht mehr verfügbar.

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Haben Sie sich schon einmal überlegt, ob die gepfändete Forderung von knapp 5800 Euro zzgl. lfd. Verzugszinsen und Kosten berechtigt ist? Und wenn ja, haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie Sie Ihre Schulden begleichen wollen / werden / können?

300 Euro sind sicher nicht wenig Geld, vor allem, wenn man es gedanklich bereits verplant hat. Aber Ihre Schulden allein bei diesem Gläubiger sind (falls sie tatsächlich bestehen) ja nahezu um den Faktor 20 höher.

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Sie können das gar nicht beantragen - nur er als Kontoinhaber. Sind Sie verheiratet? Nein? Dann gibt es auch keinen gesetzlichen Unterhaltsanspruch für Sie und damit auch keine Freibetragserhöhung (wegen Unterhalts für Sie). Und das Kind? Ehelich oder anerkannt? Nur dann wäre da eine Erhöhung möglich. Wohin geht das Kindergeld? Auf das P-Konto? Nein -> dann gibt es dafür auch keine Erhöhung.

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