Der Erwerb ist insoweit unproblematisch. Allein in der Übernahme der Tilgung nur durch einen Käufer/Eigentümer ist gegebenenfalls schenkungsteuerrelevant.

...zur Antwort

Der Schuldner wechselt grundsätzlich nur, wenn die Bank dem zustimmt.

Soweit es sich um einen "Hof" im Sinne der Höfeordnung handelt (gilt in den nordwestdeutschen Bundesländern), sind die entsprechenden Vorschriften zu beachten.

Siehe insbesondere: § 415 BGB und § 17 HöfeO

...zur Antwort

Mit der Scheidung verliert der Ex sein gesetzliches Ehegattenerbrecht.

Ein Ehegattentestament zu seinen Gunsten (z.B. "Berliner Testament") wird im Zweifel mit der Scheidung unwirksam - sollte aber zur Sicherheit ausdrücklich widerrufen werden.

Und wer auf Nummer sicher gehen will, sollte zusätzlich noch über ein Geschiedenentestament nachdenken.

Kann man hier nachlesen: https://www.rosepartner.de/rechtsberatung/erbrecht-nachfolge/erbrecht-erbschaft-testament/erbrecht-bei-scheidung-patchwork.html

...zur Antwort

Freibeträge gibt es jeweils vom Onkel und der Tante - also 2x 20.000 Euro. Nach Ablauf von 10 Jahren stehen die Freibeträge erneut zur Verfügung.

...zur Antwort

Einen Pflichtteil zu Lebzeiten des Erblassers gibt es ebensowenig wie eine Pflicht, den Nachlass für Erben zu erhalten.

Wenn der Erblasser jedoch innerhalb der letzten 10 Jahre vor dem Versterben Vermögen verschenkt, kann dies beim Erbfall zu sogenannten Pflichtteilsergänzungsansprüchen führen.

So ist es zumindest nach deutschem Erbrecht. Lebt und verstirbt der Vater in Polen, wäre wohl polnisches Erbrecht anwendbar, da die EU-Erbrechtsverordnung für die Frage des anwendbaren Erbrechts auf den letzten gewöhnlichen Aufenthalt abstellt. Da lohnt dann ein Blick in das polnische Pflichtteilsrecht.

...zur Antwort

Die Kinder sind die gesetzlichen Erben der verwitweten Mutter (zu gleichen Teilen). Die Mutter kann aber durch Testament in die Erbfolge eingreifen und z.B. einzelne Kinder enterben.

...zur Antwort

Was in diesen Konstellationen häufig übersehen wird: Derjenige Miterbe der Erbengemeinschaft, der die Nachlassimmobilie allein nutzt, muss den anderen Erben dafür eine Nutzungsentschädigung zahlen. Die orientiert sich an der ortsüblichen Miete für ein vergleichbares Haus.

Mehr dazu, und wie man eine Erbengemeinschaft mit Immobilien auflösen kann, haben meine Kollegen hier im Netz zusammengefasst: https://www.rosepartner.de/erbengemeinschaft-immobilie-haus-wohnung.html

...zur Antwort

Mit der Adoption erlischt die erbrechtliche Bindung zu den leiblichen Eltern (und damit auch zum Rest der leiblichen Familie). Gilt nur für die Adoption Minderjähriger, aber dass scheint ja hier der Fall zu sein.

Hier nachzulesen (am Ende): https://www.rosepartner.de/familienrecht/abstammung-name/adoption.html

...zur Antwort

Die 100.000 Euro Differenz zwischen Kaufpreis und Marktwert stellen eine Schenkung da. In Betracht kommt eine Ausgleichungspflicht gem. § 2050 bzw. 2052 BGB, falls beide Kinder erben. Wird der Hauskäufer/Beschenkte später Alleinerbe, kommen auch Pflichtteilsergänzungsansprüche in Betracht (§ 2325 BGB). Letztere verringern sich sukzessive und verschwinden nach 10 Jahren.

...zur Antwort

In der Erbengemeinschaft gibt es nur einen Anteil am Gesamtnachlass. "Seinen" Anteil am geerbten Haus kann man nicht veräußern.

Wer Kasse machen will, muss eine (Teil-)Auseinandersetzung durch Einigung erzielen. Das ist der beste Weg.

Jeder Miterbe kann natürlich die Teilungsversteigerung betreiben. Das heißt aber nicht, dass der Erlös aus der Versteigerung auf die Miterben verteilt wird. Der Erlös landet dann auch wieder in der Erbengemeinschaft, die dann auseinanderzusetzen ist.

Einen Verkauf können nur alle Miterben gemeinsam betreiben.

Jeder Miterbe hat aber auch Nutzungsrechte. Es gibt also keinen "Haupteigentümer" der die Immobilie allein bewohnen oder auf eigene Rechnung vermieten kann.

Mehr Informationen dazu:

https://www.rosepartner.de/erbengemeinschaft-immobilie-haus-wohnung.html

https://www.rosepartner.de/rechtsberatung/erbrecht-nachfolge/erbrecht-erbschaft-testament/erbschaft-erbschein-erbengemeinschaft-abwicklung-eines-erbfalls/erbengemeinschaft.html

...zur Antwort

Das Grundbuch kann erst dann berichtigt werden, wenn der Erbfall eingetreten und der Enkel (Mit-)Eigentümer geworden ist.

...zur Antwort

Das Berliner Testament beinhaltet heute meist keine Vor- und Nacherbschaft mehr. Der überlebende Ehegatte unterliegt dann nicht den Beschränkungen eines Vollerben.

Er kann jedoch, soweit es sich um wechselbezügliche Verfügungen mit Bindungswirkung handelt, die Schlusserbfolge (also hier die Erbeinsetzung der Fragestellerin) nicht mehr ändern.

Inwieweit eine Bindungswirkung vorliegt, hängt vom Wortlaut des Testaments sowie seiner Auslegung ab. Für Zweifelsfälle gibt es besondere gesetzliche Auslegungsregeln.

...zur Antwort

Wenn Ihre Eltern das Eigentum an der Immobilie Ihrer Schwester übertragen haben, gehört es nicht mehr zum Nachlass ihrer Eltern.

Erfolgte die Übertragung durch Schenkung (fehlende oder zu geringe Gegenleistung) kommen beim Erbfall möglicherweise Pflichtteilsergänzungsansprüche in Betracht. Das hängt u.a. davon ab,

  • was Sie tatsächlich erben,
  • wie lange die Schenkung her ist und
  • welche konkreten Regelungen im Schenkungsvertrag getroffen wurden.

Mehr Infos hier: www.rosepartner.de/rechtsberatung/erbrecht-nachfolge/erbrecht-erbschaft-testament/pflichtteil-enterbung-beratung-und-vertretung/pflichtteil-reduzierung-schenkung-verzicht.html

...zur Antwort

Es stellt sich die Frage, wie formal das mit der vorzeitigen Ausbezahlung des Erbes sein soll. Die Erben könnten sich die Zuwendung des Verkaufserlöses auf ihren Pflichtteil anrechnen lassen oder gegebenenfalls als Gegenleistung einen Pflichtteilsverzicht erklären.

Bei einem solchen Verzicht wäre das Thema Erbe dann durch, soweit der Vater die Kinder enterbt. Der Pflichtteilsverzicht bedarf aber der notariellen Beurkundung.

...zur Antwort

Check mal §§ 15 und 16 ErbStG: https://www.gesetze-im-internet.de/erbstg_1974/BJNR109330974.html

Beim ersten Lesen würde ich Steuerklasse I und 200.000 Euro Freibetrag tippen. Ist aber knifflig...

...zur Antwort

Gerade dann, wenn sich nicht alle einig sind, ist die Teilungsversteigerung eine Option. Sie kann von jedem einzelnen Miterben der Erbengemeinschaft beantragt werden.

...zur Antwort