Zu hoher Stromverbrauch - Zähler kaputt?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es ist schon erstaunlich, dass bei fast jedem zweiten Fall von zu hohen Energiekosten als erstes der Stromzähler im Hauptverdacht steht obgleich das nur in einem Bruchteil aller derartigen Vorkommnisse der Fall ist, aber - es ist sehr wohl möglich - wenn auch die Stromzähler normalerweise dazu neigen eher zu Gunsten des Kunden falsch zu gehen.

Hauptursache für einen zu viel oder sogar um Extremwerte zu viel zeigenden Zähler ist meist ein Defekt an der magnetischen Wirbelstrom-Bremse, der z. B. durch Manipulationsversuche (z. B. eines Vormieters) oder durch andere extreme mechanische Beanspruchung (z. B. Sturz beim Transport) ausgelöst werden kann. Nicht ausgeschlossen sind auch elektrische Defekte (wenn auch selten) oder schadhafte Zählwerke.

Es wurde hier schon X mal beschrieben aber hier nochmals wiederholt.

Sehr oft handelt es sich um einen Ablesefehler bei der letzten oder einer vorangegangenen Ablesung. Böse Überraschungen kann man hier vermeiden, wenn man sich regelmäßig (z. B. monatlich) jeweils zum gleichen Datum die Zählerstände nummeriert und die Verbrauchswerte vergleicht. Wenn man mit EXCEL die Datumsdifferenz zur Berechnung nutzt braucht man sich wegen einer Ablesung immer zum gleichen Tag im Monat keine großen Gedanken machen.

Wenn der Verdacht auf den Zähler fällt, dann kann man das sehr schnell und einfach selbst überprüfen, bevor man eine kostspielige und vielleicht negative Prüfung durch den Netzbetreiber anleiert.

Erste Grundübung ist es, alle Sicherungen zu trennen und dann zu beobachten ob der Zähler auch zu 100 % still steht. . Ist das nicht der Fall, dann gibt es einen gravierenden Fehler in der Anlagenverdrahtung der umgehend durch einen Fachmann behoben werden muss.

Für die eigene private Prüfung des Zählers besorgt man sich eine 100 Watt herkömmliche Allgebrauchs-Glühbirne (man bekommt sie z. B. problemlos noch bei Amazon und auch noch in vielen Ladengeschäften) und man sucht sich einen Raum, der keine fest angeschlossenen Geräte hat. Nur für diesen einen Raum aktiviert man die Sicherung und schraubt dort als einzigen Verbraucher die 100 Watt Glühbirne ein. Am geeignetsten ist hier eine Glühlampenfassung an einer Anschlussleitung mit Netzstecker. Diese Methode erlaubt die parallele Prüfung mit einem handelsüblichen Energiemessgerät (die auch anzeigt welche tatsächliche Leistung die Glühlampe hat).

Achtung! Beim Kauf eines Energiemessgerätes auf den ausgewiesenen Eigenverbrauch des Gerätes achten und nicht unbedingt die allerbilligste Ramschware kaufen.

Die gängigen Ferraris-Stromzähler haben eine Aluscheibe mit einer Markierung, die typisch 75 (oder auch 150) Umdrehungen pro kWh Energiedurchfluss macht. Der Wert steht auf dem Zähler und gegebenenfalls muss man für andere Werte entsprechend umbrechen.

Für das Beispiel mit 75 Umdrehungen/kWh verursacht eine 100 Watt Lampe also 7,5 Umdrehungen pro Stunde, eine Umdrehung Dauert also genau 8 Minuten = 480 Sekunden. Man sollte sich also diese 8 Minuten + sonstige Wartezeit nehmen und eine Umdrehung genau messen. Dabei sollte man natürlich eine eindeutige Marke am Zifferblatt für Beginn und Ende wählen, da man sonst gleich einmal einiges an Ungenauigkeit zusammen bringt. Wenn die Zeit für eine Umdrehung viel kürzer als eine Minute ist kann am ja zur Sicherheit nochmals prüfen ob wirklich alles andere Haus ist und die Messung wiederholen. Wenn sich der Wert bestätigt, dann ist der Zähler im ernsthaften Verdacht und wen er wirklich schadhaft ist, dann geht auch die Überprüfung auf Kosten des Strombetreibers.

Wenn man nahe unter den 8 Minuten ist, dann ist noch nicht gesagt ob wirklich der Zähler oder ein kleiner Fehler bei der Auslösung der Stopp-Uhr die Ursache ist.

Man kann den Versuch natürlich auch mit anderen rein ohmschen Verbrauchern z. B. Heizgeräten mit bekannter Leistung machen. Dabei muss man natürlich darauf achten, dass es keine geregelten oder anderweitig gesteuerten Geräte sind. Eine Parallelmessung ist aber auch hier empfehlenswert.

Wenn der Zähler doch ausgeschlossen werden muss, dann geht die Suche nach dem Schuldigen unter den eignen Verbrauchern los, aber dazu gibt es hier schon hunderte Ratschläge auf GF.

vielen dank, mal schauen was bei rauskommt

Ich würde alle Stromverbraucher abschalten und dann immer einen Verbraucher wieder einschalten und den Zähler kontrollieren. Aber nicht nur drauf gucken sondern auch den Verbrauch ermitteln. Wenn der Zähler in Ordnung ist müssen sie ihn auch nicht wechseln.

ja, aber wenn du pech hast, dann hast du lauter kleine verbraucher, die sich eben summieren (kleinvieh macht auch mist!).

bei jedem kleinen angeschlossenem verbraucher denkt man dann:"ja, ist ja nicht viel, das kann es nicht sein..."

weißt wie ich mein?

@blacksheepkills

ja weiß ich, aber das würde ja auich nicht erklären warum wir seit letztem jahr so viel verbrauchen und vorher alles "normal" war vom verbrauch her...

haben wir schon gemacht, alles im lot bei den verbrauchern

Es gibt Messgeräte, die man zwischen Steckdose und Verbraucher setzen kann. Besorgt euch ein solches (kostet nicht all zu viel, und teilweise kann man diese auch bei Stadtwerken leihen).

Setzt dieses Messgerät zwischen jeden Verbraucher und schaut, was das Gerät verbraucht. Dann könnt ihr identifzieren, ob eventuell ein Gerät defekt ist. Bei einer 60m² Wohnung dürften es ja nicht all zu viele sein.

Wenn ihr komplett sicher gehen wollt, dann könnt ihr diese auch aufsummieren. Sollte ein komplett anderes Ergebnis als beim Stromzähler raus kommen, dann nochmal bei eurem Stromanbieter (Vattenfall) melden und die Stromzähler überprüfung anfordern. Vattenfall ist dazu verpflichtet dies zu tun, wenn es auf ausdrücklichen Kundenwunsch passiert. Sollte allerdings dabei heraus kommen, dass der Zähler richtig misst, dann müssen Sie die Kosten selbst tragen. Sollte der Zähler tatsächlich defekt sein, wird der Austausch von Vattenfall bezahlt und ihr habt gute Chancen, die Nachzahlung nicht berappen zu müssen. Eventuell wird der Verbrauch von letztem Jahr berechnet.

kauf dir beim conrad.de zB einen energie monitor 3000 (klasse gerät). den kannst du zwischen einen oder mehrere verbraucher stecken. vorher gibt man noch den kW-preis ins gerät ein und lässt es einfach mal eine woche arbeiten.

es errechnet dir dann wieviel prozent vom tag das gerät "x" benutzt wird und was es hochgerechnet am tag / im monat / im jahr kosten würde.

ich benutze das immer um meinen pc, laptop oder meine terrarien zu kontrollieren und um strom zu sparen!

wir haben unsere gesamten geräte schon gecheckt... :(

@tinybubble

mit etwas zuverlässigem oder einem stark schwankenden gerät???

was sind denn eure hauptverbraucher, außer kühlschrank, herd und etwas licht am abend???

wie heizt ihr??? rein mit gas oder habt ihr einen boiler, der mit strom aufheizt?

@blacksheepkills

ja das ist es ja : nix weiter. heizen tun wir ium moment mit ner gasflasche weil wir uns nicht traauen die e-heizungen anzumachen... und trotzdem ist der verbrauch so hoch

@tinybubble

ja das ist es ja : nix weiter. heizen tun wir ium moment mit ner gasflasche weil wir uns nicht traauen die e-heizungen anzumachen... und trotzdem ist der verbrauch so hoch

dann kann es auch nicht an der heizung liegen!!!

22kW am tag... hmm... das wären ja fast 1000 watt pro stunde (im schnitt) am tag!

da stimmt aber gewaltig etwas nicht!

erzähl doch mal, was ihr alles so ausgetauscht habt und was die neuen "stromsparer" verbrauchen und wie oft sie genutzt werden...

@blacksheepkills

kühlschrank (läuft immer) fernseher (läuft abends) Boiler (läuft nur dann, wenn warmes wasser verbraucht wird -- dh 1-2 mal am tag und dann vllt nur 30 minuten) von der lebensweise hat sich nix verändert (wie gesagt wohne schon 7 jahre dort und erst letztes jahr haben wir so ein hohen verbrauch)

wie viel sie genau verbrauchen kann ich jetzt grad nicht sagen, werte liegen zu hause

Was möchtest Du wissen?