Würdet Ihr als Frau, die wegen der Kinder jahrelang Teilzeit gearbeitet hat, mit 56 Jahren wieder auf Vollzeit wechseln?

Das Ergebnis basiert auf 41 Abstimmungen

Ich würde mit 56+ auf Vollzeit wechseln. 44%
Ich würde bis zur Rente in Teilzeit bleiben, wenn das Geld reicht 27%
Anderes.. nämlich... 27%
Ich würde noch weniger Stunden als die aktuelle Teilzeit arbeiten 2%

27 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Würdet Ihr mit 56 aufwärts nochmal auf Vollzeit umsteigen, wenn Ihr es aus finanziellen Gründen nicht müsstet?

Nein, würde ich nicht. Es sei denn, ich hätte den besten Job der Welt der mir täglich mindestens 8 Stunden Spaß macht.

Das Leben ist viel zu kurz um es mit Arbeit zu verschwenden. Die Hauptsache ist doch, dass man es sich finanziell leisten kann nicht Vollzeit arbeiten gehen zu müssen. Und gerade wenn eine abbezahlte Immobilie vorhanden ist und ein Partner der ein Einkommen hat, dann sollte man sich den Luxus gönnen und nur Teilzeit oder sogar noch weniger zu arbeiten.

Aber letztendlich kommt es natürlich auch darauf an, ob man es sich wirklich leisten kann, was man sich leisten will. Teure Urlaube, Designerklamotten, großes Auto... Ansprüche müssen natürlich bezahlbar sein. Aber wer mit weniger glücklich ist, der kommt auch mit weniger Geld aus.

Und wenn man sich Zuhause nicht langweilt und ausreichend andere soziale Kontakte hat: warum also mehr arbeiten?

Und wie in deinem geschilderten Fall mit möglichen Spätschichten und Wochenendarbeiten: da wäre ich schon raus!

Ich würde mit 56+ auf Vollzeit wechseln.

Meine Mama hat auch erst ziemlich spät wieder zu "Vollzeit" gewechselt. Sie hat aber in der Firma jetzt die komplette Buchhaltung übernommen. Ich denke es ist nie zu spät und Vorwürfe braucht man sich schonmal gar nicht anzuhören, von wegen, man könnte ja auch Vollzeit arbeiten wenn die Kinder noch klein sind. Jeder sollte das machen was für ihn richtig ist :)

Ich würde mit 56+ auf Vollzeit wechseln.

Habs bei meinen Eltern gesehen. Ab 18 sind alle reif genug sich selbst zu versorgen und Verantwortung zu übernehmen. Wenn der Job Spaß macht würde ich definitiv wieder auf Vollzeit wechseln. Mehr Geld bedeutet auch mehr Sicherheiten und der Job ist soziale Schnittstelle.

Die soziale Schnittstelle ist ja auch bei Teilzeit gegeben.

Anderes.. nämlich...

Das ist schwierig, pauschal (und dann auch noch RICHTIG) zu beantworten.

Ich kenne noch Zeiten, wo es reichte, wenn "der Mann" arbeiten ging und "die Frau" zu Hause war, sich um Haushalt und Kind kümmerte. Es war genug Geld da, es reichte für Urlaub, Auto, Hobbys usw.

Und heute - tja.

Da ist es echt eine Überlegung, auf der einen Seite das Geld, was Dir nicht nur jetzt, sondern auch später fehlt und auf der anderen Seite die so wichtige Zeit mit dem Kind, welches natürlich auch nicht nur "irgendwo betreut" werden will und berechtigte Ansprüche an Deine Aufmerksamkeit stellt.

Deshalb kann es von uns vermutlich keiner individuell für Dich treffend sagen.

Tendieren würde ich immer zu "KIND" - aber das würde bedeuten, dass diese Variante Dir finanziell auch möglich ist.

Man wird natürlich nicht jünger - nur leider auf der Arbeit auch immer wertvoller...^^

LG

Danke, ich frage für meine Freundin, die unschlüssig ist. Sie hat aber auch MS und gesundheitlich geht es zunehmend schlechter. Geld würde dann natürlich fehlen, andererseits ist deren Haus bald abbezahlt und ihr Mann verdient als Lehrer an einem Gymnasium sehr gut.

@Rosenmary

Mit DIESEN Infos im Gepäck würde ich schon gar nicht mehr überlegen - es sei denn, die Arbeit gibt ihr psychischen Aufwind in Bezug auf ihre Krankheit.

Aber : Mann verdient gut, Haus überwiegend bezahlt, körperlich eingeschränkt :

SOFA

:-)

@PoisonArrow

Sie haben 2 erwachsene Söhne, die ein wenig endlos studieren und mal dieses mal jenes Fach spannender finden. Die Eltern zahlen ja für Wohnung, Studium usw.

@Rosenmary

oh, das zerrt natürlich am Budget ....

aber vielleicht könnte man den Nestwärme genießenden Möchtegern-Akademikern ja mit einem Job in den Semesterferien zu Leibe rücken...?

Man sollte dem Nachwuchs in Ruhe erklären, dass es nicht großes Unglück ist, dass sie jetzt mal selbst für sich sorgen müssen, sondern ein riesiges Glück war, dass es bislang anders gewesen ist!

oder bin ich da zu kaltherzig...?

@PoisonArrow

Nö, sehe ich auch so.

Ich würde bis zur Rente in Teilzeit bleiben, wenn das Geld reicht

Prinzipiell würde ich versuchen, das Leben zu genießen und wenn das Geld auch ohne Vollzeit reicht, dann ist da doch toll. Wobei man natürlich unterschiedliche Ansprüche an "reichen" haben kann -- für mich müsste es nicht nur so gerade eben für normales Leben reichen, sondern auch für tolle Urlaube und das echte Ausnutzen der hinzugewonnenen Freizeit.

Zweitens würde ich es gewiss mit meinem Partner absprechen. Man muss doch zu zweit Pläne machen und schauen, wie man zusammen die Jahre bis zum Ruhestand und dann auch den Ruhestand selbst verbringen will.

Wenn die betreffende Person alleinstehend ist, muss man umso mehr auf das Geld achten, nämlich auch auf die Höhe der Rente, die man mit Vollzeit gewiss noch signifikant steigern könnte, egal ob nun als gesetzliche Rente oder private Vorsorge.

Rein persönlich gesehen finde ich eine gute Work-Life-Balance wichtig und wenn man genug mit sich und der Freizeit anzufangen weiß und das Geld wirklich passt, dann spricht nichts dagegen, in Teilzeit zu bleiben.

Unmoralisch würde ich es aber finden, wenn sich eine geschiedene Frau dann weiter vom Expartner versorgen lassen würde, obwohl sie voll arbeiten könnte.

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