Wieso wird man als Praktikant so behandelt?

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Weisst Du was? (aber mal psst): es gibt einfach Idi Oten.

So was muss nicht sein, so geht man nciht mit einem Praktikanten um.

Wer so mit Praktikanten umgeht, hat einen Sschuss an der waffel und seine eigenen Anfangszeiten vergessen.

Wo ich füher arbeite, war wirklcih jeder Praktikant willkommen, es wurde erklärt, nett behandelt.. Das hätte keiner von uns anders gemacht.

Leider gibts halt auch geistige Flachpfeifen.

Ich sag dann immer: vergiss das nicht und denk dran, wenn Du später selber mal nen Praktikanten hast oder Azubis.

Denk Dir einfach deinen Teil und nimm das nicht persönlich. Du hast halt leider die Flachpfeifenbrigade kennengelernt.

Dumm gelaufen und bestimmt nicht der Umgang der korrekt ist. Auf der anderen Seite kannst Du hier auch sehen, was es für MitarbeiterInnen bedeutet Arbeit zu übernehmen, die keinen Umsatz bringt.

Unwirtschaftliche Arbeiten werden bei der Lohnbemessung nicht berücksichtigt. Jetzt kommt eine fremde Person, der man die eigene Arbeit zeigen soll oder vielleicht sogar anleiten, dass kleine Arbeiten selber probiert werden können. Blöd halt nur, die Kontrolle und Korrektur dauert natürlich viel länger als wenn man das gleich selber erledigt. Du bist aber nicht lang genug dabei etwas zu erlernen. Es geht nur darum Dir mal was zu zeigen.

Ich hatte einen Praktikanten von einem wichtigen Kunden zu betreuen. Der fing irgendwann an, den Tippstreifen, der wie so ein Kassenbon da raus kommt in kleine Teile zu zerlegen und damit den kompletten Schreibtisch zu garnieren. Dann spielte er damit und pustete mal in die Richtung und mal in jene.

Der kam am nächsten Tag auch nicht wieder, war ihm zu langweilig. Dafür hatte man sich die Zeit genommen ihm zu erklären was ihn dann wohl doch nicht interessierte.

Ob Azubi oder Praktikant, ich habe in der Zusammenarbeit immer probiert - auch wenn es mich Umsatz und damit Geld gekostet hat - die möglichst viel selber machen zu lassen. Viel zu erklären usw. Der einzige Nutzen für mich war der, dass ich so mit denen umgegangen bin, wie ich selber es gewollt hätte.

Die Kollegin hätte Dir das ebenfalls erklären können, ohne Dich da an zu motzen. Aber niemand ist perfekt. Würde mich aber auch interessieren, wie Dein Lehrer reagiert. Denn Dein Weglaufen/Abmelden wäre bei mir eine 6. Schließlich wird Dir die Zukunft noch häufiger zeigen, dass man sich nicht immer freuen wird, wenn Du da bist.

Eine Aussage durch die Du Dich vielleicht unverstanden fühlst. Aber Du kommst hoffentlich auch in die Situation mal einen Praktikanten betreuen zu sollen und dadurch vielleicht sogar Ärger bekommen, weil Du Deine Arbeit eben nicht schaffst. Denke dann mal an die Kollegin zurück.

Aber sie hat doch kein Recht mich als die "drecksarbeit" zu nennen. Ich meine, ich stand direkt neben ihr. Wenn sie keine Lust haben, Praktikanten zu belehren, dann hätten sie mich auch einfach weg schicken können und ich hätte mir was anderes suchen können, wo ich auch was lernen kann. Meiner Meinung nach war das echt respektlos. Einmal kann man ja sagen das sie vielleicht keine Lust darauf hat, aber sie hat es immer und immer wieder erwähnt und hat sich bei den anderen Kollegen ausgemeckert unter meiner Anwesenheit. Da kann man sich doch nicht wohl fühlen und daneben sitzen und freundlich lächeln. Auch wenn ich nur eine Praktikantin bin, habe ich doch das Recht, respektvoll behandelt zu werden.

@Laraik

Du nimmst das viel zu persönlich (ist normal) - sie meinte nicht dich als Menschen mit Drecksarbeit, sondern die zusätzliche Arbeit, die ihr von ihrem Vorgesetzten - nicht dir - aufgebrummt wurde.

Einfach wegschicken konnte sie dich nicht, da ihr die Aufgabe übertragen wurde, sich um dich zu kümmern. Das wäre dann Arbeitsverweigerung gewesen - ein Grund für eine fristlose Kündigung. Sie war es sicher nicht, die dich eingestellt hat oder?

Manche (viele) Leute werden krank, wenn sie alles runterschlucken was sie nervt - die müssen das einfach rauslassen. Nicht grad angenehm für ihr Umfeld, aber es geht letztlich darum, dass die Arbeit korrekt und pünktlich erledigt wird und die Mitarbeiter nicht wegen Burn-out ausfallen.

Das du dich dabei extrem unwohl gefühlt hast, ist jedem klar - der Kollegin sicher auch - aber manchmal muss man da eben durch und es waren nur 10 Minuten - nicht 3 Tage.

Wie Gullup schrieb - du wirst solche Situationen noch oft erleben und damit klarkommen müssen.

@Laraik

Also, wenn Du der so aufmerksam zugehört hast, wie Du hier liest, dann kann man schon von vorne anfangen.

Es sollte Dir eigentlich schon von der Grammatik her klar, sein die Titulierung eines Menschen als "Drecksarbeit" nicht funktioniert. Sie wird Dich als Person auch gar nicht gemeint haben. Die Kollegin wird sich über ihre eigenen Arbeitsbedingungen beschwert haben und da kam dann noch eine Praktikantin die betreut werden sollte.

Die Betreuung war gemeint, nicht Du als Mensch. Da darf man sich ohne dabei gewesen zu sein ziemlich sicher sein.

Das der Chef dieses Gemecker zugelassen hat, dass lässt darauf schließen, die Frau wird sich immer beschweren. Macht aber dafür die Sachen. Vermutlich hat er schon vorher gewusst was passiert.

Daneben will ich Dich auf einen weiteren Irrtum hinweisen: Praktikantenzeiten sind in der Regel keine Zeiten in denen etwas gelernt wird. Jedenfalls nicht auf die Arbeit direkt bezogen.

Es gibt eine Menge Berichte aus der Generation Praktikum. Das deckt sich doch alles. Entweder man sitzt rum oder wird zum Kaffee kochen geschickt oder es werden Arbeitsstellen nicht besetzt und die Arbeiten auf Praktikanten runter gebrochen.

Der Nutzen ist gering. Was man tatsächlich mitbekommen kann sind Basistätigkeiten. Wenn man da auch noch nach dem Grund fragt bekommt man sogar Einblicke inhaltlicher Art. Im Grunde lernen Praktikanten die verschiedenen Rollen im Arbeitsleben kennen. Verschiedene Typen eben. Ob Chefs und KollegInnen. Wie die sich verhalten. Vom A-Kriecher bis zum Zweckoptimisten. Vorsicht immer vor Verallgemeinerungen, auch den eigenen.

Wärst Du etwas älter und hättest Du mehr Erfahrung, dann hättest Du der Kollegin auch vermitteln können, dass Du jetzt nur bedingt was dafür kannst. Dir ein Praktikum zu bieten hat jemand aus anderen Gründen entschieden. Meistens werden die Stellen auch aus Höflichkeit zugesagt, nicht mehr und nicht weniger.

So und jetzt noch einmal: Ob neue Auszubildende oder Leute frisch von der Uni, die Meisten bekommen mit dem Schritt in die Arbeitswelt einen Kulturschock. Da ist man erst einmal die Person im Laden, die über Abläufe usw. am wenigsten Kenntnisse hat. Also allen im Weg stehen.

Man kann Glück haben und einen Laden kommen, der nicht nur mit Druck geführt wird. Da ist dann auch ein freundlicher Umgang. Natürlich ist der Auftritt den Du erlebt hast eigentlich unmöglich. Aber das stimmt nicht. Er ist möglich und er kann Dir wieder begegnen.

Bei mir war es übrigens meine Ausbilderin die wegen Arbeitsüberlastung abgelehnt hat mich auszubilden. Das wurde dann auf die im dritten Lehrjahr übertragen. Damit die aber die Ausbilderin unterstützen konnte, um ihre Arbeit zu schaffen hatte ich alle Zeit der Welt für ausbildungsfremde Tätigkeiten. Trotz dieser unter dem Strich verlorenen drei Jahren als Lernzeit bin ich ein qualifizierter Angestellter geworden.

Da muss man dann eben auch mal lernen Wege zu finden wo keine sind. Das gehört leider auch dazu.

Vielleicht hast Du jetzt auch mal eine Erfahrung gesammelt, warum man vom Ernst des Lebens spricht. Dort fängt er an und nicht wenn die Lehrerin noch wegen einer versemmelten Klassenarbeit tröstende Worte spricht.

@Georg63

Danke Georg63! Wichtige Hinweise auf die Spannungsfelder. Für 18-jährige allerdings alles nur Theorie. Vielleicht erinnert sie sich zu gegebenen Zeit daran und kann dann hilfreichere Entscheidungen treffen. Aber das wird sie vielleicht mal für sich beurteilen können... Wir können hier wirklich nur versuchen dabei so zu warnen. Aber wie gesagt: Gute Warnung in meinen Augen!

@Dirk-D. Hansmann

Ich denke ein Praktikum ist dafür da, einen Einblick in die Arbeitswelt zu bekommen. Ich bin dieses Jahr fertig und muss mir ernsthafte Gedanken darüber machen. Ich habe bedacht dieses Unternehmen gewählt, da es sehr beliebt und immer gelobt wird. Und ich denke nicht das man so behandelt werden sollte. Es ist doch verständlich, dass ich mich nicht wohl fühle und ich einfach nur weg möchte. Auch wenn es in der Arbeitswelt öfters vorkommen könnte, bin ich nicht zufrieden damit, dass mir sowas angemutet wird. 

@Laraik

* zugemutet

@Laraik

Es ist verständlich, dass du dort weg wolltest - aber nicht in Ordnung, dass du tatsächlich gegangen bist.

@Georg63

Vielen Dank für die Kommentare :)

@Laraik

Früher gab es einen Cartoon, der war in Sozialkundebüchern usw. drin. Text: Sie verlassen den demokratischen Sektor. Bild: Eingang zu einem Betriebsgelände.

Man gaukelt Euch in den Schulen immer noch vor, dass in Betrieben diskutiert wird. Irrtum. Es diskutiert immer nur der Vorgesetzte (in der Regel männlichen Geschlechts).

Ich bin kein Fan davon. Im Gegenteil. Oft schaden Unternehmen sich damit sogar. Und ein solches Verhalten ist sch...

Allerdings zu Deinem Erlebnis: Wie viele Personen aus dem Betrieb kennst Du? Prägt diese Person das Klima dort oder gibt sie das Klima richtig wider. In dieser Form glaube ich mal nicht.

Wer meint, so etwas nicht durchstehen müssen/brauchen, weil es nicht in Ordnung ist, der wird solche Leute zu seinen 'Bestimmern' über das eigene Leben machen.

Ich habe offen gekämpft. Habe als Azubi für die Gründung eines Betriebsrates gesorgt. Schon das schaffen viele nicht und ich würde es auch nicht raten. Die Konsequenzen haben meinen Lebenslauf und meiner Karriere geschadet. Heute, fast 20 Jahre später kann ich sagen: Man bekommt von niemandem die Unterstützung, die man in einer Demokratie oder einem Rechtsstaat meint erwarten zu können. Das badet man schön selber aus und behält diese Geschichte schön für sich. Weil es klüger ist.

Der Hauptverantwortliche ist inzwischen tot. Ich lebe noch. Sein Sohn wandelt auf Vaters Pfaden, hat in meinen Augen keinen Charakter. Unter dem Strich bin ich menschlich dadurch gewachsen und kann durchaus stolz auf erreichtes sein. Ich habe nichts auf der Ausbeutung anderer aufgebaut. Habe auch nie im positiven Sinne einen Ausgleich erfahren.

Trotzdem habe ich auch die Jahre danach immer nach meinen Überzeugungen leben können. Aber viele auf diesem Weg werden zerbrochen. Daher empfehle ich das nicht als Lebensweg. Eine Erfahrung die ich so niemandem wünsche.

Wichtig ist es, so etwas nicht auch zu machen, wie es Dir passiert ist. Auch gegen Widerstände nicht. Das könnten alle so leisten, ohne selber wirkliche Nachteile zu kassieren. Bereits daher ist Dein Verhalten falsch gewesen. Wenn auch das Verhalten der Kollegin falsch war. Es war trotzdem eine Kleinigkeit. Jemand ist schräg drauf gewesen. Wenn ich so durch ein Leben gehe, dann brauche ich mich über den Weg nicht zu wundern.

Das ist die Essenz dessen was ich Dir mitgeben will. Du hast die Möglichkeit Dir einen Weg auszusuchen. Erfolg steht nicht nur auf dem Bankkonto, sondern auch im Spiegel, wenn man sich fragt wie andere da noch rein gucken können... Weitere Details dazu will ich aber nicht mehr ausführen, weil die viel zu umfangreich für eine Schilderung sind und die möglichen Varianten gar nicht zählbar sind.

Da lernst du gleich mal die Realität kennen. (Dazu soll ein Praktikum doch dienen oder?)

Die Mitarbeiterin hat anscheinend jede Menge Arbeit zu erledigen, die sie wegen einem Praktikanten nicht weiterdelegieren kann.

Du bist keine Hilfe und sicher hat sie dich auch nicht angefordert.

Du wurdest ihr von ihrem Vorgesetzten aufs Auge gedrückt - als zusätzliche Belastung.

Nicht jeder kann seine Gefühle insbesondere in Stresssituationen perfekt unterdrücken - manche werden sogar krank davon.

Du kannst natürlich nichts dafür, dass du dort als Praktikant eingestellt wurdest, ohne dass das intern korrekt organisiert wurde.

Also einfach mal etwas Verständnis für die Kollegen mitbringen und versuchen das beste aus der Situation zu machen. Die Mitarbeiterin kriegt sich schon wieder ein und ist vielleicht ganz nett und vielleicht kannst du ihr sogar bei einfachen Aufgaben zur Hand gehen.

Abhauen war jedenfalls nicht die richtige Lösung.

Ich finde, das hast du gut gemacht - es gibt sicher auch Unternehmen, die Praktika anbieten, weil sie Nachwuchs gewinnen wollen.

Genau - ein Praktikant, der nach 10 min abhaut, weil er nicht gleich mit Blumen empfangen wurde, ist sicher überall gern gesehen.

@Georg63

Nein, ich finde, so muss man sich auch als Praktikant nicht behandeln lassen.

Falsches Unternehmen rausgesucht, meine Erfahrungen sind anders.

Und selbst in Unternehmen können unterschiedliche Abteiluingen noch unterschiedlich sein. selbst wenn man sonst nichts gelernt hat- man hat aber zumindest was über Menschen und Arbeit gelernt (nämlich, dass es so was eben auch gibt.

Daraus kann man z.B. direkt ableiten: wenn ich mal.. dann mach ich es genauso NICHT.

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