Wie lange dauert die maximale Freiheitsstrafe in Deutschland?

5 Antworten

Die härteste Strafe im Deutschen Strafrecht ist die lebenslange Freiheitsstrafe. Allerdings bedeutet „lebenslänglich“ heute nicht mehr, dass ein Verurteilter bis zu seinem Tode in Haft sitzt. Ein Verurteilter kann die Aussetzung des Strafrestes nach Verbüßung von 15 Jahren Haft beantragen. Wird diese abgelehnt, kann er alle zwei Jahre einen neuen Antrag stellen.


15 Jahre sind Maximum:

"§ 38 StGB

Dauer der Freiheitsstrafe

(1) Die Freiheitsstrafe ist zeitig, wenn das Gesetz nicht lebenslange Freiheitsstrafe androht.

(2) Das Höchstmaß der zeitigen Freiheitsstrafe ist fünfzehn Jahre, ihr Mindestmaß ein Monat"

https://dejure.org/gesetze/StGB/38.html

Unter einer lebenslangen Freiheitsstrafe versteht man in Deutschland einen Freiheitsentzug auf unbestimmte Zeit – mindestens aber 15 Jahre. Danach kann der Strafrest zur Bewährung ausgesetzt werden (§ 57a StGB).

https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenslange_Freiheitsstrafe

Bitte sehr.

die Höchststrafe ist lebenslange Haft (25 Jahre)

zusätzlich kann noch Sicherungsverwahrung hinzu kommen (die wird dann alle 3 Jahre geprüft)

die höchste zeitliche Strafe sind 15 Jahre (sie ist also zeitlich begrenzt)

im Jugendrecht ist die Höchststrafe 10 Jahre

Lebenslang ist lebenslang! 

@matrix1984

nein,lebenslang bedeutet in Deutschland max. 25 Jahre

du guckst zu viele Amifilme

@Yodafone

nein,lebenslang bedeutet in Deutschland max. 25 Jahre

du guckst zu viele Amifilme

Ich bevorzuge eher Bücher, besonders das StGB, StVollzG und UvollzG.

Die höchste zeitliche Freiheitsstrafe beträgt nach § 38 StGB Abs. 2 fünfzehn Jahre.

Alles darüber hinaus ist nach § 38 Abs. 1 zeitlich unbegrenzt, also lebenslang!

Was du schreibst ist die durchschnittliche Haftdauer eines lebenslang verurteilten Straftäter. Diese beträgt 20 bis 25 Jahre. 

Es gibt Strafgefangene die verbüßen bereits über 25 Jahre Haft, ohne SV...

Nach § 57a StGB kann die lebenslange Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn

1. * fünfzehn Jahre der Strafe verbüßt sind,
2. nicht die besondere Schwere der Schuld des Verurteilten die weitere Vollstreckung gebietet und
3. die Voraussetzungen des § 57 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und 3 vorliegen.
*Durch diese Voraussetzung hält es sich im Volksmund hartnäckig, dass Lebenslang "nur" fünfzehn Jahre sind.
@matrix1984

Blödsinn!!! lebenslang endet nach 25 Jahren

die Höchststrafe ist lebenslange Haft (25 Jahre)

Unsinn, frag mal Herrn Rösner, der hat schon mehr als 28 Jahre rum.

@Artus01

der hat auch SV ;-)

@Artus01

es gibt auch Leute,die sitzen schon mehr als 50 Jahre....die haben aber alle Sicherungsverwahrung ;-)

das ist keine Haft...den Unterschied sollte man schon kennen,wenn man kluge Bemerkungen macht ;-)

@Yodafone

Das hat zunächst nichts zu bedeuten, er sitzt nämlich immer noch in Strafhaft, das ist nicht das Gleiche. Über eine mögliche SV wird vwrerst noch nicht geredet.

@Artus01

Herr Rösner musste auch erst seine anderen Strafen absitzen....Haftstrafen werden nacheinander vollzogen...wenn man 3x15 Jahre kriegt sitzt man natürlich 45 Jahre und nicht nur 15...deshalb ist Rösner länger in Haft als 25 Jahre ;-)

@Yodafone

Auch Unsinn. Es zählt immer die Höschststrafe und das ist bei ihm Lebenslänglich, alles andere geht darin auf. Anders sieht es mit Straftaten danach aus, die werden dann zwischenzeitlich vollzogen. Rösner hat einmal 3 Jahre wegen Handelns mit BTM kassiert. Diese Strafe hat er abgesessen und verbüßt nun weiter sein Lebenslänglich, das sind schon mehr als 25 Jahre. Sein Tatgenosse Degowski hat nichts zwischedurch und hat auchs schon 28 Jahre rum. Der wird aber in absehbarer Zeit wohl rauskommen.

Wo hast Du eigentlich diesen Unsinn mit den 25 Jahren her? Es wäre schon hilfreich die gesetzliche Grundlage zu kennen, sonst sucht man sich einen Wolf nach Etwas das es gar nicht gibt.

@Artus01

er versteht es einfach nicht....schau mal:

Dieses Urteil prägt noch heute maßgeblich die (restriktive) Auslegung der Mordmerkmale durch die Rechtsprechung des BGHSt (vgl. Leitsatz Nr. 4). Auch wurde durch dieses Urteil verbindlich entschieden, dass „lebenslänglich“ i.S.v. § 211 StGB bei verfassungskonformer Auslegung eben nicht wirklich „ein Leben lang“/“bis zum Tode“ heißt, sondern dass die Menschenwürde gebietet, dass auch ein Mörder eine realistische Perspektive haben muss, irgendwann wieder in Freiheit leben zu können. 

@Yodafone

Das besagt zu Deiner 25 Jahre-These gar nichts.

Der BGH verlangt lediglich die Möglichkeit einer Entlassung zu Lebzeiten, das ist aber kein Muß, das könnte der BGH ohnehin nicht entscheiden.. Dieser Vorgabe wird in den §§ 57 - 57b StGB Rechnung getragen.

Du verstehst da was nicht.

Noch ein kleines Beispiel?

Heinrich Pommerenke, am 22. Oktober 1960 zu lebenslanger Haft verurteilt, gestorben am 27. Dezember 2008 Justizkrankenhaus Hohenasperg. Ich hoffe Du kannst selbst ausrechnen wieviele Jahre das waren.

@Yodafone

Eine Zusammenrechnung der Straftaten über 15 Jahre ist NICHT zulässig. Wie ich bereits geschrieben habe ist die zeitliche Strafe auf 15 Jahre begrenzt! Über 15 Jahre geht nur über lebenslang.

Wir leben nicht in den USA!

@matrix1984

das gilt für Gesamtstrafen...wenn jemand in 3 Verfahren zu jeweils 10 Jahren verurteilt wird,muss er diese Strafen nacheinander absitzen....also 30 Jahre,so er keine Bewährung kriegt

@Yodafone

““das gilt für Gesamtstrafen...wenn jemand in 3 Verfahren zu jeweils 10 Jahren verurteilt wird,muss er diese Strafen nacheinander absitzen““

Nein. Dann findet eine nachträgliche Bildung der Gesamtstrafe statt...

@Artus01

ich rede eben nicht von Gesamtstrafen,sondern von Einzelstrafen

@Yodafone

Mit Einzelstrafen dürfte der Täter ein Problem haben das überhaupt so hinzubekommen.

Mal angenommen er begeht 5 bewaffnete Raubüberfälle. So wird jede Tat einzeln gewertet. Der Einfachheit halber pro Tat 8 Jahre. Nun wird davon eine Gesamtstrafe gebildet. Das ist einfach denn 5 x 8 = 40, macht dann als mögliche Höchststrafe 15 Jahre. Das ist doch recht einfach oder?

Sollte er nun beim ersten Raub schon erwischt werden, kassiert er seine 8 Jahre. Heißt, daß er in den nächsten 8 Jahren Probleme haben wird einen Raub zu begehen, im Knast ist das schwierig. Also kann er erst nach 8 Jahren den nächsten Raub machen. Dann allerdings bekommt er wieder 8 Jahre, wahrscheinlich sogar mehr. Dann hat er allerdings danach 16 Jahre abgesessen, nur jeweils mit Unterbrechung. Das ist aber dann keine Gesamtstrafe.

@Yodafone

Die StA beantragt in etwa so:

Ich beantrage, den Angeklagten wegen [Straftat] in drei Fällen unter Einbeziehung der Strafen
aus dem Urteil vom 1.02.XXXX und gleichzeitiger Auflösung der dort gebildeten Gesamtstrafe zu einer
Gesamtfreiheitsstrafe von X Monaten und wegen [Straftat] zu einer weiteren Freiheitsstrafe vonY Monaten zu verurteilen.

Eine Gesamtstrafe ist zu bilden, nicht kann gebildet werden...

@matrix1984

Ja gut, das von Dir geschilderte Szenario bezieht sich aber aufg § 55 StGB, nachträgliche Bildung der Gesamtstrafe.

Lebenslang. Das ist wie das Wort schon sagt LEBENSLANG. Mann kann aber frühestens nach 15 Jahren frei gelassen werden aber auch nur bei guter Führung. Bei besonders schwere der Tat kann man frühestens nach 25 Jahren entlassen werden. Wenn es ganz blöd läuft sitzt mam um eniges länger als 25 Jahre :)

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