Was ist die längste Freiheitsstrafe die Sie in Deutschland bekommen können?

5 Antworten

Unter einer lebenslangen Freiheitsstrafe versteht man in Deutschland einen Freiheitsentzug auf unbestimmte Zeit – mindestens aber 15 Jahre.

Die Sicherungsverwahrung ist keine Freiheitsstrafe, sie kann jedoch für einen Verurteilten einen lebenslangen Freiheitsentzug bedeuten.

Laut einer Erhebung des Bundesjustizministeriums beträgt die durchschnittliche Haftzeit der lebenslangen Freiheitsstrafe im Bundesdurchschnitt 19,9 Jahre.

Hans-Georg Neumann ist seit mehr als 50 Jahren in Haft.

Fazit: man kann u.U. bis zu seinem Tod in Haft bleiben, 20, 30 oder mehr Jahre.

Die längste zeitlich begrenzte Freiheitsstrafe beträgt in Deutschland 15 Jahre, siehe § 38 Abs. 2 Strafgesetzbuch.

http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__38.html

Das gilt nur für eine zeitige Strafe. Die lebenslange Strafe, die für Mord angedroht ist, kennt keine Begrenzung. Es kann allerdings nach frühestens 15 Jahren ein lebenslang Verurteilter einen Antrag auf Haftprüfung stellen ob die Haftstrafe gegen Auflagen außer Vollzug gestellt werden kann. Dann gibt es noch die Möglichkeit eines Gnadengesuch beim Bundespräsident.

Wurde bei der Verurteilung zu einer lebenslangen Strafe zusätzlich die Schwere der Tat festgestellt, dann kann das Gesuch auf Haftprüfung frühestens nach 23 Jahren gestellt werden.

@Karl37

Das gilt nur für eine zeitige Strafe

Genau danach war ja auch gefragt.

@Karl37

@ Karl37

Leider ist das was Du schreibst nicht ganz richtig.

Einen Antrag auf Haftprüfung gibt es für Strafgefangene nicht, das zählt zum Thema Untersuchungshaft. Ein  zu lebenslanger Freiheitsstrafe Verurteilter kann nach 15 Jahren einen Antrag auf Entlassung nach § 57a StGB stellen.

Was den Verurteilten bei dem die besondere Schwere der Schuld festgestellt wurde kann nach 15 Jahren beantragen das eine Mindestverbüßungsdauer festgelegt wird. Hat er dieses Ziel erreicht geht ganz noemal nach § 57a StGB weiter.

Gandengesuche sind in der Regel an den Ministerpräsidenten des jeweiligen Bundeslands zu stellen. Nur über Gnadengesuche bei Verurteilten, für die im ersten Rechtszug der Bundesgerichtshof zuständig ist (Terrorismus, Staatsschutzdelikte etc.). sind an den Bundespräsidenten zu stellen.

Die höchste zeitliche Freiheitsstrafe beträgt 15 Jahre.

lebenslänglich 15 Jahre mit anschliessender Sicherheitsverwahrung

Abhängig vom Delikt, einer Straftat....mit Geld oder ohne Geld. Ulli Höneß lässt grüssen!

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