Wie kann ein Brand entstehen, wenn eine angebohrte Stromleitung unrepariert verputzt wird?

5 Antworten

Durch den verringerten Querschnitt der Leitung kann diese sich unter Last sehr start erwärmen - denk an einen Elektrogrill oder eine Glühlampe. Das kann den Putz zerstören und Farbe, Tapete, Gardinen, Möbel ..... was grad in Reichweite ist .... entzünden. Noch heißer wirds mit starkem Funkenflug und Lichtbogen.

Der Brand ist das Eine... aber Du weisst oft nicht, wie er die Leitung erwischt hat. Sollte er den Schutzleiter erwischt haben dann läuft alles erst mal fehlerfrei bis Geräte, die sich am Ende der Leitung befinden, einen Defekt bekommen: Dann kann schlimmstenfalls ein Metallgehäuse unter Netzspannung stehen und sowas kann tödlich ausgehen.

Oder aber der Kabelschaden befindet sich zwischen dem Schutzleiter und Einem der anderen Adern: Irgendwann kann es dann sein, dass immer wieder der FI wegen einem Kriechstrom fliesst... und Du suchst und suchst... bis Du wieder an Deinem angebohrten Kabel stehst! Das dürfte Dein Verwandter aber schon merken, wenn er feuchten Gips in das Bohrloch gibt und mit der Feuchtigkeit einen Kriechstrom auslöst...

Eine angebohrte Leitung sollte in jedem Fall raus weil sowas oft früher oder später Ärger macht. Entweder Du setzt an die Schadstelle eine Dose und verbindest das Kabel dort durch (was aber meist nicht geht denn da, wo die Dose wäre, sollte ja ein Befestigungsloch für irgendwas sein) oder Du setzt vor und nach der Schadstelle im günstigen Abstand zwei Dosen und tauscht dann das Schadstellen- Kabel (was sich dann logischerweise zwischen den beiden Dosen befindet) aus.

Einfach zuschmieren... aus den Augen, aus dem Sinn... erst gar nicht mehr an solche Sachen denken denn dann kannst Du auch in der Wand befindliche Wasserrohre mit Schlauchschellen flicken...

Mfg

Wenn beim anbohren nur die Isolation verletzt wird dann passiert üblicherweise nichts da die restliche Isolation ja für den Abstand sorgt. Was passieren kann ist ein Feuchtigkeitsschluß wenn verschmutztes Wasser eintritt. Das Problem gilt aber auch für alle Verteilerdosen. Wenn durch das Bohren Material vom Kupfer abgefräst wurde dann sieht es anders aus. D gibt es dann eine Querschnittsverkleinerung und somit eine geringere Belastbarkeit. Wird nun die volle Belastung der Leitung verlangt dann wird die Engstelle sich stark erwärmen und je nach umgebendem Material besteht dann Brandgefahr. Ist nur Gips in der Nähe wird auch nichts passieren. Aber ein Bilderrahmen kann schon Feuer fangen. Schmilzt die Isolation weg und ist der Nächste Draht ganz nahe kann auch bei dem die Isolation schmelzen und es kommt zum Kurzschluss. Da fällt dann wenigsten Leistungsschalter oder FI.

Die einfachste Möglichkeit wäre einfach zugipsen und mit beschädigten Draht einen neuen einzuziehen. Da man nicht weiß welcher beschädigt ist am besten alle im Rohr neu einziehen. Da brauchst nichts stemmen nur um ein paar Euro Draht austauschen. Aufstemmen ist sowieso auch keine gute Lösung. Möchstest dann stückeln oder eine neue Dose setzen?

Aufmeißeln, isolieren, zumachen. Es kann ein Teil des stromführenden Kabels zerstört sein. Dann ist dort der Stromdurchfluß auf einen schmaleren Teil begrenzt, der dann natürlich heiß werden kann - auch durch die Verbindung zur Wand, die ja auch ein bischen Strom leitet (da fließt dann auch dauernd ein wenig Strom).

Ja kann entstehen, und dann steigt auch die Versicherung aus.

Und auch so in etwa wie du es beschreibst. Doch in der Wand ist mehr als nur Gips, zum Beispiel Holz Balken und das Kabel kann auch weiter brennen, bis zu einem Punkt wo es andere Materialien weiter entzündet. Wenn dann mal etwas richtig brennt, dann gibt es oft die Raumdurchzündung, auch Flash over genannt. Siehe YouTube

@Frosch125

Öhh! Die entsteht nur, wenn alles in der Umgebung so heiß ist, daß es sich praktisch von selbst entzündet.

Ja mein ich ja, wenn es dann einmal ,,richtig" brennt. (war jetzt nur eine ausschweifung)

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