Wie Einnahmen bei Shutterstock versteuern?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich gebe meine Einnahmen als Nebeneinkünfte aus eigenständiger, digitaler Bildbearbeitung mit Verkauf der Designs in der Steuererklärung an. Dazu genügen meinem Finanzamt Paypal Screenshots der erhaltenen Zahlungen.

So muss ich nicht in die Innung und muss kein Gewerbe anmelden. 30% werden mir dann abgezogen.

Das mit den 2000 im Monat kannst Du Dir, solltest Du Neuling sein, erstmal abschminken. Das war vor 10 Jahren mal drin, heute ist der Markt zu. Da musste ganz schön Gas geben...

Vielen Dank für deine Antwort! Nutzt du auch Shutterstock als Plattform?

@DarkShadow1000

Mittlerweile nicht mehr, jetzt bin ich nur noch bei Istock / Getty. Da kommt halt noch das Wben7 Formular dazu, aber das ist bei Dir ja nicht relevant. Shutterstock zahlt doch, wenn ich das richtig im Kopf habe, aus Deutschland, oder?

@therealkickers

Also deren Sitz ist in NYC, Usa. Was ist das Wben7 Formular?

@DarkShadow1000

Das ist ein Formular, in dem Du unter Angabe deiner Steuernummer in den USA versichern und belegen musst, dass Du die fälligen Steuern als deutscher Staatsbürger in Deutschland bezahlst. Legst Du dieses Formular nicht vor, behält (zumindest Getty / Istock einen großen Teil Deiner Kohle ein, damit sie, für den Fall, dass deutsche Behörden Steuern bei Getty von Dir fordern, abgesichert sind.

@therealkickers
Legst Du dieses Formular nicht vor, behält (zumindest Getty / Istock einen großen Teil Deiner Kohle ein, damit sie, für den Fall, dass deutsche Behörden Steuern bei Getty von Dir fordern, abgesichert sind.

nein, dann wird da nichts einbehalten und erst recht nicht zur Absicherung, sondern dann werden davon die Steuern in den USA abgeführt!

@therealkickers

Das Formular heißt nur bei Getty W7BEyn. Normalerweise heißt es einfach nur W7. Nicht, dass Du Dich totsuchst :-)

@GammaFoto

Natürlich wird das Geld von Getty dann einbehalten... Wo es dann hingeht, weiß der Geier, aber wenn Du Deinen Verdienst ausbezahlen lässt, bekommst Du ohne das abgeschlossene W7 Formular nur das, was vom Einbehalt übrig bleibt.

@therealkickers

Meine Güte, Tastatur... W7 und gut ist.

Alle Angaben ohne Gewähr:

  • Wenn du keine Auftragsarbeiten übernimmst, brauchst du kein Gewerbe anmelden, denke ich. Freiberufliche Tätigkeit im Sinne des § 18 EStG statt gewerbliche Tätigkeit i. S. d. § 15 EStG.
  • Umsatzsteuerlich kannst du beantragen, als Kleinunternehmer von der Umsatzsteuerpflicht befreit zu werden.
  • Für deine Einkommensteuererklärung machst du eine Aufstellung deiner Einnahmen und der darauf entfallenden Ausgaben, das nennt man Einnahmeüberschussrechnung. Wobei gemischte Ausgaben grundsätzlich erstmal komplett nicht abzugsfähig sind, also beispielsweise wirst du einen tollen neuen Bildbearbeitungsmonitor nicht nur für Shutterstock benutzen, sondern auch privat, dann kannst du die Abschreibung für den Monitor steuerlich gar nicht als Ausgabe von den Einnahmen absetzen.
Ansonsten würde ich ein Kleingewerbe gründen oder mich als Freiberufler anmelden, 

Ja, das musst du!
Und dann hast du ja ohnehin die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung und zur Buchführung.

Soweit ich weiß, spart man da nämlich eine Menge Papierkram und das will ich so gering wie möglich halten.

Wie gesagt, um die gesetzlichen Pflichten deiner Selbständigeit wirst du nicht rum kommen. Zudem musst du bedenken, dass du damit auch noch weitere Pflichten eingehst, wie z.B. der Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft, Sozialabgaben etc etc..

Ich schätze das ich pro Jahr aller höchstens 1800€ - 2000€ machen werde

Haha, das ist aber schon sehr (!) optimistisch.
Wenn du da heute nich anfängst und deine Bilder gegen viele millionen bestehender Fotos von erfahrenen Fotografen antreten, da musst du schon eine sehr hohe Zahl an guten Bildern haben und eine sehr sehr hohe Qualität bieten.
Du müsstest einige tausend Bilder mit hochprofessioneller Qualität haben um heute noch als Anfänger solche Summen verdienen zu können.

Hallo, danke für deine Antwort. Ich weiß, dass es viel weniger werden, als 1800 - 2000€. Ich hab ja auch in Klammern geschrieben, dass es whr. nur auf ein Drittel oder die Hälfte hinaus laufen wird.

Sobald du beabsichtigst, damit Geld zu verdienen, musst du dafür ein Gewerbe anmelden.

Nein, siehe oben.

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