WG für psychisch Kranke, wer hat Erfahrungen?

3 Antworten

Es kommt immer auf die Mitbewohner an, wenn du Leute hast die klauen und saufen und Drogen nehmen, dann macht das keinen Spass. Sind die Mitbewohner ok, kann es sehr angenehm und förderlich für die Genesung sein. Das Personal muss ausgebildet sein und ist in der Regel freundlich und verständnisvoll, solange man sich keine groben Schnitzer leistet...

das mit dem klauen saufen und drogen nehmen von anderen bewohnern kommt ziemlich auf einen selbst an... wenn man zum beispiel selbst säuft und drogen nimmt ist das ziemlich gemeinschaftlich...

Dann informiere Dich doch erst einmal, ob es solche Einrichtungen überhaupt in Deiner Nähe gibt. Das ist ja auch nicht immer so einfach. Gibt es sowas bei Dir, dann dort einfach mal anrufen oder hingehen und fragen.

stell genaue fragen, ich kann dir alles beantworten. ich wohne seit 1,5 jahren in einer wg für psychisch gestörte

Okay, ich versuch's mal.

  • Wie viele Leute sind da ungefähr in einer WG?
  • Mit wie vielen Leuten ist man in einem Zimmer oder hat man ein Einzelzimmer?
  • Kann man (tagsüber) quasi kommen und gehen, wann man will?
  • Kann man jederzeit wieder ausziehen oder ist das nicht so einfach?
  • Ist immer ein Betreuer da oder kommt der am Tag immer wieder mal, nur um nachzuschauen?
  • Darf man eine Katze mitnehmen? (Okay, ist villt von WG zu WG unterschiedlich)
  • Bestimmen die Betreuer viel mit? Z.B. wann man rausgehen darf und wann nicht oder wie man sein Geld einteilt etc.?
  • Darf tagsüber auch jemand einfach so zu Besuch kommen oder muss sich der erst vorher bei den Betreuern anmelden?

Ja, das war's erstmal im Groben ... Danke im Voraus

@Baleska

das ist von wg zu wg unterschiedlich, in meiner sind 9 leute. es gibt auch welche mit mehr oder weniger bewohnern.

in meiner wg hab ich ein einzelzimmer, und da das den meisten auch sehr wichtig ist, gibt es fast in allen therapeutischen wg´s einzelzimmer. es kann natürlich sein dass es in einer anderen wg doppelzimmer gibt. du kannst dich ja durch verschiedene wg´s durch googeln.

man kann (vorallem wenn man volljährig ist) jederzeit ausziehen. es fällt beim auszug ein bisschen papierkram an, aber du kannst an einem tag einfach nicht mehr kommen und bescheid sagen, und dann wird der papierkram gemacht und fertig.

in den meisten wg´s gibt es nachtruhe. in meiner wg muss man sich unter der woche um 10 und am wochenende um 00:00h zur nachtruhe abmelden. es gibt genau so auch viele wg´s wo man kommen und gehen kann wie man will. am tag kann man jederzeit gehen, man muss in vollbetreuten wg´s aber bescheid sagen.

es gibt vollbetreute und teilbetreute wg´s. in teilbetreuten wg´s (wo betreuer nicht immer da sind, sondern nur in einem gewissen zyklus, ein mal am tag oder in der woche, in der wg sind.)

ja, das mit den haustieren ist von wg zu wg unterschiedlich. in meiner (und den meisten wg´s) sind haustiere aber nicht erlaubt.

dein geld kannst du dir einteilen wie du willst, du kannst allerdings einen betreuer bitten, mit dir die ausgaben zu planen, oder du kannst geld bei betreuern verwahren lassen, und irgendwann abholen wenn du es brauchst. 

in einer vollbetreuten wg gibt es mehr bestimmungen, aber grundsätzlich sind folgende sachen in jeder derartigen wg dabei: -meistens ein mal in der woche setzen sich alle bewohner zusammen und reden drüber, wie es in der wg so funktioniert unter den bewohnern, ob es probleme in der gruppe gibt, und betreuer sagen über sachen bescheid, wenn neue praktikanten kommen, probewohner, ob neue leute einziehen, andere ausziehen und derartiges. dann gibt es noch die verpflichtungen bezüglich dem putz der räumlichkeiten. sein zimmer muss jeder selbst ein mal in der woche sauber machen, die gemeinschaftsräume werden auf die bewohner aufgeteilt und wechselt sich regelmäßig ab. es gibt auch therapeutische angebote (ich bin in einer vollbetreuung, da ist das so), wo man sportlich etwas mit betreuern macht, und jeder kann sich freiwillig dazu melden. am wochenende kann man nach hause fahren, oder da bleiben. wenn man da bleibt wird oft etwas mit der gruppe unternommen, die kosten für bestimmte sachen werden übernommen.

wegen dem besuch. es gibt besuchszeiten, da sich viele gestört fühlen wenn zu oft, zu lange oder zu zeiten wo sie ruhe brauchen fremde leute durch´s haus rennen. desswegen sollte man mit dem besuch auch möglichst im zimmer sein oder außerhalb. in meiner wg ist es auch so, dass die betreuer die personen vorgestellt bekommen wollen, die einen hier besuchen. genau so ist es auch, wenn man am wochenende über mehrere tage weg fährt. sie wollen sicher gehen dass das keine schlechten einflüsse oder gefährlichen menschen sind glaub ich...

wenn dir noch was einfällt kannst du jederzeit noch was fragen.

Ok, super, du hast mir schon sehr geholfen. Vielen Dank!!

@Baleska

ach ja, und es kann halt sein dass man nicht alle der bewohner besonders mag, aber so eine wg ist auch irgendwie die "light" version vom echten leben. man wird halt von betreuern ein bisschen in watte gepackt, umgangstechnisch

Freundin (Schwerbehindert) hat angeblich im Wahn Schaden von 15.000 Euro verursacht? Sie ist jetzt angeklagt worden, welche Strafe könnte auf sie zukommen?

Meine Freundin (22) ist eh schon fix und fertig, und nun ist sie auch noch angeklagt wegen diverser Straftaten. Sie wurde als schwerbehindert und psychisch krank eingestuft, sie ist zur Zeit bzw. auf Dauer erwerbsunfähig.

Ihr wird unter anderem Schwarzfahren, Betrug, Sachbeschädigung usw. vorgeworfen. Der geschätzte Schaden liegt bei um die 15.000 Euro. Ihr Anwalt weiß auch nicht weiter weil es vergleichbare Fälle nicht gibt. Meine Freundin ist evtl. nicht verhandlungsfähig, sie schafft nichts mehr und es könnte sein dass sie einen Hirnschaden hat. Sie hat außerdem eine tiefgreifende Entwicklungsstörung. Meine Freundin hat bereits ca. 14.000 Euro Schulden. Sie ist auf Sozialhilfe angewiesen bzw. lebt monatlich von 150 Euro Taschengeld. Eine Geldstrafe wird sie nicht zahlen können, Sozialstunden werden schwierig weil sie erwerbsunfähig ist und Gefängnis wäre unvorteilhaft weil meine Freundin zu psychisch krank dafür ist.

Meine Freundin erzählte mir dass sie unter Antidepressiva stand. Das hätte sie nie kriegen dürfen weil sie damals angeblich eine Epilepsie hatte und das Medikament hat vielleicht Schäden bei ihr verursacht. Sie war in der Psychiatrie aber wurde nicht richtig untersucht und ihr wurde einfach zwanghaft das Medikament gegeben und sie hat es dann weiter genommen und falsch dosiert.

Ein psychiatrisches Gutachten wird aber nicht gemacht werden weil die Straftaten dafür zu geringfügig waren. Sie hatte schon mal ein Gutachten in damaligen Strafverfahren.

Jetzt kommt auch noch dazu dass meine Freundin vielleicht nicht mehr richtig krankenversichert ist sie ist vielleicht auch noch süchtig nach Tabletten. Sie hat bald einen Termin beim Facharzt aber das ist zu kurzfristig und sie wird wahrscheinlich zum Spezialisten überwiesen. Was kann sie tun?

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Kann Arbeitgeber/ Arbeitskollege von jemand mit 50% GdB Schwerbehinderung gleiche Arbeitsleistung verlangen?

Hallo,

folgender Fall: jemand kehrt nach operierter und nachbehandelter Krebserkrankung nach mehreren Monaten als geheilt in den Job zurück.

In der Zeit mussten die Kollegen dessen Arbeit miterledigen und sind dadurch gestresst.

Der Wiedereinstieg in den Job erfolgte auf eigenen Wunsch ohne Reha und Wiedereingliederung, mit GdB 50%. D.h. mit der selben Stundenzahl wie vor der Erkrankung.

Die zurückkehrende Person traut sich zu, Stundenzahl und Art der Arbeit bewältigen zu können.

Nach der Rückkehr werden Aufgaben und Ziele gemeinsam (Chef, Kollegen) festgelegt. Mehrere Kollegen kommunizieren gegenüber dem Rückkehrer im Anschluss, dass die rückgekehrte Person weitere Aufgaben übernehmen müsse, da man schliesslich aufgrund der langen Fehlzeit die Arbeit habe mitmachen müssen.

Der Vorgesetzte lehnt dies jedoch ab, damit der Rückkehrer das vereinbarte Pensum zunächst fristgerecht erledigen kann.

Dennoch beharren einzelne Kollegen darauf, dass der Rückkehrer weitere Aufgaben übernehmen müsse.

Der Rückkehrer ist dazu in der Lage, das vom Vorgesetzten geforderte Pensum und etwas darüber hinaus zu leisten.

Aufgrund der OP und Behandlung sind aber körperliche und psychische Belastungen geblieben (die Forderungen der Kollegen werden als belastend empfunden, Schmerzen an der Narbe, Schmerzen durch Hautveränderungen, gelegentliche leichte Müdigkeit... diese Nachwirkungen wurden von den behandelnden Ärzten als mögliche NW angekündigt, deshalb wurde auch der GdB 50% beantragt.

Frage: steht es dem Mitarbeiter zu, mit Hinweis auf die SB über das normale Maß hinausgehende Aufgaben durch Kollegen abzulehnen, weil diese körperlich und psychisch als Belastung empfunden werden.

Der Rückkehrer ist seit 3 Wochen wieder im Job. Es geht nicht darum, generell weniger zu tun, sondern unmittelbar nach der Rückkehr mit Arbeit zugeworfen zu werden mit dem Hinweis, die Arbeitsbelastung der anderen sei durch den langen Ausfall höher gewesen.

Natürlich ist das letztlich Sache des Chefs, Aufgaben individuell festzulegen. Man möchte aber nicht immer sofort zum Chef laufen. Deshalb die Frage, ob man im Gespräch mit Kollegen mit Hinweis auf GdB sagen kann, dass man zu übermässiger Leistung körperlich/psychisch nicht in der Lage ist.

Oder ob die Anwesenheit, der Verzicht auf Reha und Wiedereingliederung gleichzusetzen ist mit "voll einsatzfähig" und der GdB nur bedeutet, mehr Urlaub, besserer Kündigungsschutz und steuerliche Vorteile und sonst nichts.

Ein Wunsch nach Stundenreduktion besteht nicht.

Vielen Dank vorab.

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