Wer hat Erfahrungen mit der Central Krankenversicherung gemacht?

5 Antworten

Leider kann ich die genannten negativen Erfahrungen nur bestätigen. Ich bin jetzt fast 20 Jahre bei der Central, habe heftige Beitragserhöhungen miterlebt (und durch einen internen Tarifwechsel etwas abfedern können) und stelle jetzt ebenfalls fest, dass Leistungen nicht mehr erstattet werden oder fälschlicherweise (bewusst oder durch das Unvermögen des Sachbearbeiters) gekürzt werden... man kann ja mal versuchen, die dummen Versicherten zu schröpfen. Momentan ärgere ich mich nur noch, wenn ich von denen etwas in der Post habe... es kostet immer Zeit und Nerven, sein Recht zu bekommen. Ein Verfahren liegt noch bei der Ombudsstelle, trotzdem habe ich versucht, bei einem anderen Versicherer meine private KV abzuschließen... es kam nicht mal zu einem Angebot, da auf Auskunftsersuchen nach den übertragbaren Altersrückstellungen einfach nicht geantwortet wurde. Was mich so ärgert, ist, dass man keinen Alternative hat … außer einen weiteren Wechsel auf einen anderen Central-Tarif. Definitiv werde ich nach der letzten Erhöhung Änderungen bei Krankentagegeld und Selbstbehalt vertraglich abschließen - wodurch immerhin 150 Euro weniger Beitrag gezahlt werden müssen monatlich... und man sich den Ärger bei der Prüfung der Abrechnung eventuell spart.

Ja, früher war es mal eine sehr gute Versicherung... da gab es noch Leistung und nicht irgendwelche Werbeversprechen von hochbezahlten Tennisprofis... aber deren Honorar muss halt jetzt irgendwo anders gekürzt werden.

Wahrscheinlich bei den Leistungen der Versicherten. Wer noch die Wahl hat: auf keinen Fall Central-Versicherung!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wie die Central für gute Beratung ausgezeichnet werden kann ist mir völlig schleierhaft.

Die Versicherung hat einen Irrtum meinerseits schamlos und heimtückisch ausgenutzt, um mir das Krankentagegeld zu kündigen.

Hier wird man als Kunde nur gut behandelt, solange man jung und gesund ist. Wenn man über 50 ist und zur weniger lukrativen Kundschaft gehört tut die Central alles dafür, einen wieder loszuwerden oder schlecht zu stellen. Das ist nicht der Sinn einer Versicherung.

Ich habe nun das Problem, dass ich ab dem 42. Krankheitstag ohne Einkommen dastehe - der Supergau. Werde mich nach einer anderen Lösung umschauen müssen. Die Central lässt mich eiskalt abblitzen, nachdem ich 15 Jahre vor allem eingezahlt habe.

Ich kann nur abraten!

Ich bin sehr unzufrieden mit dem Kundenservice der Central. Man wartet auf Unterlagen minimum 10 Tage, bei mehrmaligem Nachfragen nach besagten Unterlagen wird man hingehalten und angelogen, dazu muss sich von Kundenberatern auch noch blöd anreden lassen. Ein Vertragswechseln kann sich so schon mehrere Monate hinziehen mit unzähligen Anrufen und Frustmomenten. Meine Erfahrungen mit der TK beispielsweise waren ganz anders, deswegen kann ich von der Central nur abraten!

So lange man Gesund ist ist alles ok. Braucht man wirklich Hilfe sieht es sehr schlecht aus. Dann geht die Schikane richtig los. Flasche Abrechnungen, verspätete Zahlungen etc.
Ich war über 10 Jahre Kunde bei diesem Unternehmen.  Nach einem Unfall konnte ich schließlich als Freelancer meinen Beruf nicht mehr ausüben und musste Hartz4 beantragen. Wie ich das mit der Selbstbeteiligung mache hat die Kasse nicht interessiert. Keinerlei Entgegenkommen keine Umstellung des Vertrages war möglich.
Sie nutzen die Schwäche ihrer erkrankten Kunden gnadenlos aus, zu dem Zeitpunkt wo man Unterstützung dringend bräuchte. Ohne Physiotherapie wäre ich niemals weder Gesund geworden oder hätte die Chance auf eine Rückkehr ins Berufsleben gehabt.
Zum Glück kann ich wieder arbeiten, an den entstandenen Schulden zahle ich heute noch ab.

Von dieser Kasse ist dringend abzuraten !!!

Ich bin fast 40 Jahre in der Central. Lange war es gut. Im letzten halben Jahr mobben Sie mich in einem Ausmaß, den sich niemand vorstellen kann. Arztrechnungen werden nach wie vor bezahlt, aber Physiotherapie wollen sie nicht mehr übernehmen trotz ärztlichem Befundbericht. Auch einen Rollstuhl bekomme ich nicht, bzw. sie übernehmen € 500,00, kosten würde er ca. € 9.000,00. Ich weiß aber, dass die gesetzliche Krankenkasse bei meiner Diagnose einen Rollstuhl mit Elektroantrieb übernimmt. Die gesetzliche Krankenkasse würde bei meiner Diagnose auch die Physiotherapie übernehmen. Ich kann nur ganz dringend abraten, sich bei dieser KV versichern zu lassen. Wenn man gesund und jung ist, dann ist alles gut. Später, wenn man die KV braucht, kommt man nicht mehr raus, man zahlt sich dumm und dämlich und bekommt keine Leistung. Geht in die gesetzliche KV mit Zusatztarifen, da seid Ihr gut aufgehoben.

Die Central KV AG ist ein Gewinnoptimiertes Unternehmen und gehört inzwischen zur Generali Versicherungsgruppe.

Wie mein Vorschreibet bestätigt, werden inzwischen Leistungen die über viele Jahrzehnte uneingeschränkt übernommen wurden, jetzt gekürzt.

Physiotherapie  usw sind nicht in der GOÄ beinhaltet, dennoch werden diese Entgelte für die Abrechnung hergenommen.

Wie sagte man mir, es muss alles seine Ordnung haben. Dem pflichte ich bei, aber diese Ordnung muss auch für Beide Vertragsparteien gelten und nicht nur für den Versicherungsnehmer.

Der VN ist nicht der Bettler, sondern er zahlt mit seiner monatl. Prämie, die pünktlich zu bezahlen ist, am besäten per Einzugsverfahren.

Auch bei der Central KV AG fehlen in den Bedingungen folgendes:

§1 Im Schadensfall erlischt der Anspruch, trotz Vollkostentarif

Es nützt auch nichts die Sachbearbeiter auf ein Urteil hinzuweisen:

Kürzt eine private Kranken­versicherung Leistungen, muss sie das im Vertrag deutlich und für Versicherte verständlich machen, urteilte das Land­gericht Coburg (Az. 32 S 57/14).

Der Fall: Ein privat Kranken­versicherter hatte bei seinem Versicherer eine Rechnung für Krankengymnastik und manuelle Therapie einge­reicht. Von den rund 470 Euro erstattete das Unternehmen nur die Hälfte und berief sich auf eine Vertrags­klausel, wonach solche physika­lisch-medizi­nischen Leistungen „100 Prozent wie ärzt­liche Leistungen“ erstattet würden. „Entsprechend zugrundegelegt“ werde die Gebühren­ordnung für Ärzte.

Dass sich hinter dieser Formulierung eine Leistungs­einschränkung verbirgt, sei für einen durch­schnitt­lichen Kunden nicht klar, so das Gericht. Die Klausel sei für den Versicherten über­raschend und benach­teilige ihn unan­gemessen. Der Versicherer muss dem Kunden deshalb den vollen Rechnungs­betrag erstatten.

LG Coburg 3. Zivilkammer | 32 S 57/14
Urteil | Bedingungen für die private Krankenversicherung: Klauselkontrolle bei einer Leistungsbeschränkung für Physiotherapieleistungen | § 305c Abs 1 BGB, § 307 Abs 1 S 2 BGB, § 1 GOÄ, §§ 1ff GOÄ

Die Central KV und Ihre Verantwortlichen wissen ganz genau, dass die meisten Versicherten wegen 20-50 € fehlender Abrechnungsbeträge nicht Klagen werden.

Würde ich einen Anwalt oder Institut finden, dass mich unterstützt, ich würde bis vor den BGH gehen, um endlich diese unseriöse Praxis zu beenden.

Nicht anders ist es bei der KTG Versicherung, die sucht auch Tag für Tag Gründe, um einen kein KTG zu zahlen. Am besten man wird BU, dann können die aus dem Vertrag ausscheiden.

Zumindest hat das BGH in Sachen Herabsetzung einen Riegel vorgeschoben.

BGH AZ IV ZR 44/15

Unwirksamkeit der Regelung zur Herabsetzung des Krankentagegeldes gem. § 4 Abs. 4 MB/KT

OLG Karlsruhe

1. Für eine mögliche Anpassung der Höhe des Krankentagegeldes und des Beitrages beim Absinken des durchschnittlichen Nettoeinkommens unter den der Erstbemessung des Krankentagegeldes zugrunde gelegten Betrages einseitig durch den Versicherer ist von vornherein kein Raum, wenn beim Vertragsschluss kein bestimmtes Nettoeinkommen zugrunde gelegt worden ist.
2. Die einseitige Anpassung von Krankentagegeld und Beitrag im Falle des Absinken des durchschnittlichen Nettoeinkommens unter den der Erstbemessung des Krankentagegeldes zugrunde gelegten Betrages durch den Versicherer unter Berufung auf § 4 Abs. 4 MB/KT ist unwirksam, weil die Regelungen in § 4 Abs. 4 auch i.V.m. § 2 Abs. 2 MB/KT einer AGB-rechtlichen Kontrolle nicht standhalten.
a. § 4 Abs. 4 MB/KT benachteiligt den Kläger entgegen dem Gebotes von Treu und Glauben unangemessen im Sinne des § 307 Abs. 1 S. 1 BGB.
b. Die Regelungen zur Herabsetzung des Krankentagegeldes verstoßen im Übrigen gegen das Transparenzgebot, § 307 Abs. 1 S. 2 BGB, und sind auch deshalb unwirksam.
3. Eine ergänzende Vertragsauslegung kommt in diesem Fall nicht in Betracht. 

Tarifoptimierung bei annähern gleicher Leistung durch die Central KV funktioniert auch nicht, große Sprüche klopfen, aber nichts auf die Beine bringen.

Ich rate jedem bei der Überlegung in die PKV zu wechseln, die Central KV und ihre Vertragsbedingungen ganz genau zu prüfen und eher die Finger davon lassen.

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