Welche Dauer eines Anfahrtwegs zur Arbeit ist zumutbar?

5 Antworten

Na, wo ist das Problem? Andere benötigen für eine Tour 2 Stunden und mehr, also mindestens 4 Stunden täglich. Natürlich sind 45 Minuten zumutbar.

Wenn ich das immer lese: "andere haben einen längeren Weg und deswegen ist das zumutbar" Das ist als ob man auf die Frage: "Darf ich ein kleines Auto klauen?" Antwortet: "Natürlich darfst Du ein kleines Auto klauen, andere klauen ja auch LKW's" Hier wurde nach einer rechtlichen Grundlage gefragt und das Gesetzt sieht vor, dass 3 Stunden Pendlerzeit zumutbar sind.

"Kinder zum Kindergarten zu fahren ist ein privates Problem ( Wo der Gesetzgeber keine Rücksicht darauf nehmen muss ) " ?-- Aber die Steuer und Sozialabgaben der Kinder wenn die mal Erwachsen sind, die will dieser heuchlerische Staat samt dem Richter in Verantwortung aber haben? Schlimm ist, das die Elementaren Zusammenhänge in diesem Staat nicht wirklich berücksichtigt werden, das macht uns auf Dauer kaputt


Wenn man Single ist, sind wohl auch 2 Stunden kein Problem. Der Normal und Standardfall muss aber aus Familien oder Alleinerziehenden Perspektive betrachtet werden, da schaut es mitunter ganz anders aus.


Sicher ist das zumutbar, der Durchschnitt der arbeitenden Bevölkerung legt wahrscheinlich so an die 50 Minuten für eine Teilstrecke zurück. Vorher hatte dein Freund einfach nur GROSSES GLÜCK dass er einen Arbeitsweg von NUR 20 Minuten hatte. Egal ob in der Großstadt wo man von Stadtteil zu Stadtteil so einige Kilometer zurücklegen kann (z.B. Berlin), wie auch auf dem Lande ist es total normal dass der Weg zur Arbeit solange dauert oder eben noch viel länger (manchmal bis zu 1,5 Stunden für einen tollen Arbeitsplatz).

"News | Rechtstipp der Woche (2008) 90 Minuten Anfahrt zur Arbeit ist zumutbar

Das Schlimmste an der Arbeit ist der Weg zu Arbeit, stöhnen viele Pendler. Und da ist etwas Wahres dran. Wer mehr als 36 Stunden in der Woche arbeitet, möchte ungern noch einmal fünf Stunden im Auto sitzen. Und seitdem Peer Steinbrück die Pendler-Pauschale bis auf Widerruf des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) gestoppt hat, entfällt auch der steuerliche Vorteil der Stop-und-Go-Fahrten im morgendlichen Stau. Entsprechend genervt sind Arbeitnehmer, denen zu allem Überfluss auch noch eine Änderungskündigung auf den Schreibtisch flattert: Ab sofort möge man doch bitte an einem anderen, weiter entfernten Arbeitsplatz erscheinen.
So geschehen mit einer Bankangestellten aus Mainz-Bingen. Die Sachbearbeiterin sollte statt in Frankfurt im weiter entfernten Eschborn die Konten ihrer Kunden führen. Dagegen klagte die Frau. Durch die Änderungskündigung würde ihr eine tägliche Fahrtzeit von jeweils 40 Minuten für Hin-und Rückfahrt zugemutet, nicht eingerechnet die Zeit, die sie zusätzlich benötige, um ihr Kind zum Kindergarten zu bringen. Ein ganzer Arbeitstag in der Woche, nur für die Pendelei.

Doch vor dem Arbeitsgericht (AG) Frankfurt musste sie eine Niederlage hinnehmen. Die Richter entschieden, dass ein täglicher Anfahrtsweg von 40 Minuten zumutbar sei und bekräftigten damit auch noch einmal die zeitliche Obergrenze für einen einfachen Fahrtweg: 90 Minuten müssten danach als zumutbar angesehen werden. Der Umweg zum Kindergarten dürfe bei dieser Berechnung nicht mit einbezogen werden, da er der Privatsphäre zuzurechnen sei. Die Änderungskündigung war rechtens (Az.: 1 Ca 5428/07)." http://www.formblitz.de/artikel/rechtstipp/2008/90-minuten-anfahrt-zur-arbeit-ist-zumutbar.html

§ 11 Jugendarbeitsschutzgesetz: Muss die Pause in der Schule 60 Minuten betragen oder kann sie sich aus mehreren min 15 minütigen Pausen zusammensetzen?

Der aktualisierte Paragraph 11 des JArbSchG besagt:

"Jugendlichen müssen im voraus feststehende Ruhepausen von angemessener Dauer gewährt werden. Die Ruhepausen müssen mindestens betragen

1.   30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als viereinhalb bis zu sechs Stunden,

2.   60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden.

Als Ruhepause gilt nur eine Arbeitsunterbrechung von mindestens 15 Minuten"


Da wir ein 60-min Stundensystem haben, möchte unsere Schule insbesondere für die Oberstufe einfach eine Freistunden-Schiene einführen, sprich beispielsweise die fünfte Stunde würde einfach immer ausfallen. Da die benötigte Stundenanzahl natürlich trotzdem erreicht werden muss, würde dass eine Verschiebung des Schultag-Endes auf 17.20h statt wie bisher 16.05h bedeuten!

Als Schülersprecherin möchte ich das gerne aufhalten. Dabei brauche ich jedoch Hilfe bei der Auslegung des Gesetzes.

Besagt der oben zitierte Paragraph tatsächlich, wortwörtlich und unumstößlich, dass eine Mittagspause von genau 60 Minuten ab einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden (wie sie in der Oberstufe täglich der Fall ist) verpflichtend ist, oder

a) können sich die 60 Minuten als Summe mehrer 15 Minuten Pausen (wir planen momentan eine 30 Minuten, 2x 15 Minuten und sonst immer 5 - 10 Minuten pausen zwischen den Stunden) ergeben

b) stellt dieser Paragraph nur das 'Anrecht' auf diese Pause dar, welche von uns als Schule und Schülerschaft nicht zwingend wahrgenommen werden muss.


Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Am kommenden Dienstag Abend ist Schulkonferenz, bei der ich gerne einen alternativen Vorschlag präsentieren würde - dieser ist jedoch von der genauen Bedeutung des oben zitierten Gesetzestextes abhängig.

Helft mir bitte unsere Freizeit zu retten! :)

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