Was ist der Unterschied zwischen linearer und degressiver Abschreibung bei der Buchführung?

8 Antworten

Hier findest Du Informationen: www.schafranski.de Zum Link: Rewe Lexikon

Nur zur Ergänzung, weil ich nicht wiederholen will, was andere schon ganz richtig geschrieben haben:

Es gibt Branchen oder Anlagegüter die besonders am Anfang einen hohen Werteverzehr haben, dann ist eine degressive AfA schon ein probates Mittel, aber meistens bringt es nur etwas wenn die Laufzeit recht lange ist.

Die Aussage die ich gelesen habe, dass es ewig dauert, bis das Ding auf 0 ist, ist absoluter Humbug und kann nur von Leuten geäußert werden die KEINE Ahnung von BF haben. Sobald die Lineare AfA höher als die degressive ist, besteht die Pflicht zum Wechsel.

Aus § 7 (3) Satz 1 EStG ergibt sich das Recht, nicht die Pflicht zum Wechsel. Eine Pflicht zum Wechsel könnte sich allenfalls aus § 252 (1) Nr. 4, § 253 (3) HGB ergeben.

Die degressive Abschreibung berücksichtigt den stärkeren Wertverlust in den ersten Jahren einer Nutzung.

also bei der linearen abschreibung wird jedes jahr der gleiche wert vom jeweiligen Buchwert abgezogen. Dieser wert richtet sich nach den Nutzungsjahren Anschaffungskosten*100/Nutzungsjahre=Abschreibungssatz

bei der degressiven abschreibungs kann der abschreibungswert höher sein jedoch höchstens 20% bei der degressiven abschreibung richtet sich der abschreibungssatz nach dem letzten Buchwert.

Also linear: Abschreibungssatz von den Anschaffungskosten und jedes jahr gleich

degressiv: Abschreibungssatz vom letzten Buch-/restwert und mit höchstens 20% (so ändert sich der abschreibungssatz jedes jahr und wird von jahr zu jahr kleiner)

ich hoffe du verstehst es

Linear ist einfach. Du teilst einfach den Anschaffungswert durch die Jahre, die du abschreiben willst. Schon hast du deinen jährlichen Abschreibungsbetrag.

Degressiv entspricht mehr der Realität ( realer Werteverzehr ), dafür dauert es auch ewig bis du gegen Null bzw 1 € kommst.

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