Warum setzten soviele Unternehmen auf Zeitarbeit?

11 Antworten

Weil du die Mitarbeiter jederzeit wieder nach Hause schicken kannst. Wir machen es genauso. 9 Monate Zeitarbeit, und wenn der Mitarbeiter in dieser Zeit gut war, gibt es einen Festvertrag. In dieser Zeit muss auch die Zeitarbeitsfirma das Gehalt im Krankheitsfall zahlen.

Übernahme? Auf welchen Planenten lebst du? Ich habe lange Zeit in der Zeitarbeit gearbeitet. Niemand hatte die Absicht mich zu übernehmen!

@Hallo1991du

Entweder Du warst weniger gut oder der Betrieb hat eine saumäßige Personalpolitik. Sorry.

Es fällt mir immer stärker auf, das manche Betriebe das Gefühl haben unsere Arbeitsplätze sind sowas von begehrt. Und verpassen dabei die richtigen Leute einzustellen.

@Hallo1991du

Übernahme? Auf welchen Planenten lebst du? Ich habe lange Zeit in der Zeitarbeit gearbeitet. Niemand hatte die Absicht mich zu übernehmen!

Ich habe beides schon erlebt.

 Eine Firma die Arbeiter von einer Zeitarbeitsfirma übernimmt wenn der Arbeitnehmer gut ist und jetzt gerade eine Firma, die bei Produktionsspitzen viele Leiharbeiter beschäftigt und dann kurz vor Arbeitsende sagt, das man am nächsten Tag nicht mehr kommen muss.

Ich kann nur für meine Firma sprechen. Dort wurden in den letzen 2 Jahren ca. 10 Stück übernommen. Ingesamt müssten es um die 20-25 gewesen sein.

@GravityZero

Heißt immer noch das ca. 15 einfach abbestellt wurden wie ware halt.

@Hallo1991du

Genau so, wie Ware. Dein Leihbetrieb macht Geld mit der Ware Arbeitskraft.

Das hatte aber seine Gründe. Entweder einfach nicht mehr gekommen, ständig zu spät, unfähig, oder einfach faul. Niemand der seine Sache anständig gemacht hat wurde wieder nach Hause geschickt. Ich bin immer wieder schockiert wie wenig Leute bereit sind zu arbeiten.

@GravityZero

Oh sorry das ist natürlich was anderes. Aber meine Erfahrungen sind das ich nie krank war immer pünktlich und trotzdem gabs am ende immer den Arschtritt.

@GravityZero

Da geb ich Dir recht wegen der wenug vorhandenen Bereitschaft. Das ist die andere Seite der Medaille.

Ich hab schon LeihAN erlebt die sich unterhalten haben ob sie sich das morgen wieder antun......

Ja solche Firmen gibt es leider auch, sowas finde ich eine Frechheit.

@GravityZero

Hab jetzt zunächst zum Glück ne feste Stelle gefunden

@Hallo1991du

@Hallo1991du

Meinen herzlichen Glückwunsch ;-)...das freut mich sehr....(wir hatten hier mal wegen Bewerbungsanschreiben einen Austausch) LG rotreginak02

Nun zur Frage: Ich als Leiharbeiter koste dem entleihenden Unternehmen rund 25 Euro in der Stunde. (als Stammpersonal bei L........ rund 15 Euro /Stunde). Das ist doch nicht billiger!!!!!!!

Das ist in der Regel weitaus mehr.

Zu Deinem Lohn muss er noch mal die gesetzlichen Beiträge zur Sozialversicherung leisten.

Wird der Arbeitnehmer krank. muss er Lohnfortzahlung leisten.

Ist es z.B. ein Produktionsbetrieb, ordert der Chef innerhalb kurzer Zeit einen neuen Mitarbeiter an und kann den auch wieder ganz schnell loswerden.

Er muss nicht inserieren, keine Bewerbungsgespräche führen usw.

Der Vorteil für den Unternehmer liegt klar darin, dass der Dienstleister ihm das Beschäftigungsrisiko abnimmt. Es braucht keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gezahlt werden, und auch Urlaub belastet diesen Unternehmer nicht. Der Leihbetrieb, muss dann einfach andere Kräfte zur Verfügung stellen.

Soll ich was sagen? Ich finde das zum kotzens. Menschen sind doch keine Ware!

Wenn Not am Mann ist, also in einer Firma, besorgt sich die Firma einen Leiharbeiter... So war zumindest früher -_- 

Heut zu Tage leben einige Firmen von sowas nur um kein Stammpersonal zu haben. Nach Ablauf der Probezeit heißt es in den meisten Fällen tschüß. Ich sollte vor 2 Jahren auch nur für einen Monat in einer Firma arbeiten. Danach wäre ich wieder arbeitslos gewesen. Und da diese Firmen wie Pilze aus dem Boden sprießen, hat man als Handwerker heut zu Tage wenig Chancen in einem Betrieb festangestellt zu werden ohne Zeitarbeitsfirma.

Die Idee der Leiharbeit war ursprünglich, eine Möglichkeit zu haben, in den Unternehmen "Spitzen abzudecken" . Das heißt, wenn kurzfristig mehr Arbeit anfällt, als das Stammpersonal bewältigen kann. Oder während der Haupturlaubszeit Stammpersonal zu vertreten. Leider sind bei der gesetzlichen Regelung so viele Fehler gemacht worden, dass die LA heute wie Sklaven behandelt werden. In unserem Betrieb decken manche Kollegen lückenlos seit 10 Jahren "Spitzen" ab, ohne die Chance auf eine Festanstellung. Unsere LA Kollegen haben im Durchschnitt für die gleiche Arbeit ca. 500 Euro weniger auf dem Lohnzettel, und sie haben weniger Urlaub als wir. So was ist ein Skandal! In England z.B. weiss man die LA hingegen sehr zu schätzen: Sie verdienen dort mehr als die Festangestellten, da sie wesentlich flexibler sein müssen. Und das finde ich völlig okay .

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