Welche konkreten Vorteile und Nachteile hat es für ein Land in der EU zu sein?

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Vorteile:

Freizügigkeit des Geldes, der Waren, der Dienstleistung und der Waren, d.h. Schengen.

In globalen Institutionen wie bspw. der UN oder der Welthandelsorganisation spricht jedes EU-Land mit einer Stimme, aber die EU selbst bekommt als mutinationale Organisation eine eigene Stimme. Das heißt, 28 Staaten verfügen über 29 Stimmen in der Welt.

Wirtschaftliche, politische und kulturelle Abhängigkeit der Staaten wird vertieft, so dass ein Krieg zwischen europäischen Staaten bzw. Mitgliedern der EU absolut minimiert ist.

Durch Größe und Wirtschaftsmacht der EU verfügt sie nicht nur über formelle Macht, sondern auch über informelle Macht in der Welt.

Nachteile:

Der einzelne Staat in der EU gibt Teile seiner Hoheit auf, Gesetze zu verabschieden, da in bestimmten gesellschaftlichen Bereichen die EU Standards setzt.

Die Abhängigkeit führt dazu, dass bei Fehlverhalten eines Staates, auch andere Staaten massiv davon betroffen sein können.

Die EU ist ein sehr großer Raum, der nur sehr schwer überschaubar ist. Das macht die Implementierung und Umsetzung von Demokratie auf dem Gebiet der EU schwierig, aber auch formal weist die EU einige Demokratiedefizite auf.

Unterm Strich:

Eigentlich muss man sagen, dass die Nachteile welche durch die EU bestehen auch bestünden, wenn es keine EU gäbe. Also, es hat schon IMMER Absprachen unter Ländern hinsichtlich verschiedener Standards gegeben und ein Staat war auch vor der EU nie wirklich souverän, weil er sich - sofern er erfolgreich wirtschaften und handeln wollte - sich immer der Mehrheitsentscheidung anderer Staaten unterordnen musste.

Auch die Abhängigkeit ist gegeben. Deutschland war auch schon mal Exportmeister bevor es die EU gab, auch zu dieser Zeit hätte ein Bankrott eines Hauptnehmerstaates Deutschlands zu negativer Wirtschaftsentwicklung in Deutschland geführt.

Die Vorteile aus der EU sind aber als solche in der Welt einzigartig, denn obwohl es Institutionen wie die Afrikanische Union oder ASEAN oder die Südamerikanische Union gibt, sind diese in der Welt weder so mächtig noch so angesehen wie die EU.

Kommt immer drauf an, Wen du meinst nämlich "Krupp oder Krause", das ist ein himmelweiter Unterschied. Ich bleib mal bei "Krause" : Die Vorteile sind ziemlich gering für ihn, wenn er denn in Deutschland lebt. In welches Land sollte er gehen, wo es ihn besser als in Deutschland geht. Nun, das wäre Luxemburg, Dänemark und Österreich. Der Haken dabei ist der, dass diese 3 genannten Länder nicht soooo weinen übermäßigen Arbeitskräftebedarf haben, als dass da hunderttausende Deutsche sich auf Achse begeben könn(t)en. Weitere Vorteile sehe ich für Krause einfach nicht.

Ggf. würde ohne EU ein gewisser Prozentsatz der Arbeitsplätze wegfallen, wieiviele das kann ich allerdings nicht sagen. Dies herauszufinden, ist einer wissenschaftlichen Studie vorbehalten.


Das eigentliche Ziel der EU war und ist die Überwindung des Nationalstaates.
Was schon seit 60 Jahren nicht funktioniert.

Schlicht weil das Ziel jeder Verfassungswirklichkeit der Mitgliedsländer widerspricht.
Aus gleichem Grund ist GB diesem Ziel niemals beigetreten und tritt nun wieder aus.

Zumal es die EU zu keinem Zeitpunkt gebraucht hätte, denn es gab den https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Wirtschaftsraum

Ähm, dein eigener Link besagt, daß der EWR eine EU-Geburt ist...

@Agentpony

Weshalb es die EU nicht braucht, es sei dann man biegt sie zu einer politischen Union zurecht.
Nur ist Europa kein Staat und wird auch keiner werden.

Das ist es was die Briten erklärt haben, ein souveräner Nationalstaat bleiben zu wollen.
Der Fehler liegt in der politischen Überfrachtung der EU. Sie kann nur als Wirtschaftsgemeinschaft bestehen, nicht als Staat, gleich ob man diese Efta oder EWR nennt.

Von den Vorteilen partizipierte bisher am Meisten Deutschland, weil es durch seine zentrale Lage im Herzen Europas für nationale u. internationale Unternehmen als auch Investoren einen idealen logistischen Standort darstellt. 

Zu den größten Nachteilen zählt genau diese Konzentrierung der Wirtschaftsleistung ins Kernland der EU und das Industriesterben in den Randzonen der EU. 

Hierzu zähle ich auch England, das alleine wegen seiner Inselsituation logistisch betrachtet als Wirtschaftsstandort als indiskutabel zu bezeichnen ist.

Das ist jetzt was mir so aus dem Kopf einfällt, du kannst aber auch ganz einfach mal googeln:


Es hat die Vorteile:

- "die 4 Freiheiten" (google am besten danach, mir fallen die + die genauen Definitionen grad nicht ein, aber unter anderem bedeutet das):

Dass man sich innerhalb des Schengen-Raumes frei bewegen kann (wobei das mittlerweile auch nur noch teilweise so ist, da die Staaten ja lieber ihre Grenzen dicht machen zum Teil..)

Dass es eine Handelsfreiheit gibt

Kapitalfreiheit

Dass man eine Niederlassungsfreiheit hat

Dass man auch in anderen EU-Staaten arbeiten kann ohne Probleme

Dass man leichter in andere EU-Staaten reisen kann

- es gibt eine einheitliche Währung (den Euro), den es allerdings nicht in allen EU-Staaten gibt, aber in vielen. Das erleichtert einiges.

- dann sollte man noch beachten, warum die EU eigentlich gegründet wurde. Nämlich vor allem um Europa bzw den Zusammenhalt zwischen den Staaten zu fördern, um eine Konkurrenz zur USA sowie Russland darstellen zu können (ob man das so gut finden sollte ist Ansichtssache), um für Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität zu sorgen usw. ...

Außerdem profitieren EU-Staaten vom gemeinsamen Binnenmarkt, usw. Es wird halt vieles einfacher, einheitlicher und somit ganz Europa stärker und solidarischer.

Zumindest in der Theorie. ;)

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