Vorauszahlungsbescheid für das nächste Jahr das dreifache Vorauszahlen?

5 Antworten

Die Berechnung der Vorauszahlung basiert natürlich auf dem Ergebnis des Vorjahrs; insofern kann bei der Berechnungsgrundlage Dein beginnendes Studium gar nicht bewertet worden sein (woher soll das FA das auch wissen?). Es genügt aber, formlos an das FA einen entsprechend begründeten Antrag auf Reduzierung der Vorauszahlungen zu stellen, dann bekommt man in aller Regel binnen weniger Tage einen korrigierten Bescheid. Übrigens: Noch einfacher geht es, wenn man einfach anruft; die Sachbearbeiter der Finanzämter sind nämlich in aller Regel sehr freundlich und hilfsbereit.

DH!

Das liegt daran, das nur noch der Computer die Vorauszahlungen ermittelt.

Brutal wird das Ergebnis der letzten eingereichten Steuererklärung auch für das laufende Jahr unterstellt.

Gewisse Kosten werden sogar nicht im Vorauszahlungsverfahren angerechnet, das sie nicht jährlich wiederkehren.

Manchmal werden die Vorauszahlungen sogar heraufgesetzt, wenn Du eine Woche vorher die Herabsetzungs beantragt hattest. Es lebe die EDV.

Abhilfe: EGAL WAS das Finanzamt da festgesetzt hat, berechne Art und Umfang Eurer Einnahmen für das laufende Jahr realistisch und schreibe:

Hiermit lege ich gegen den Vorauszahlungsbescheid vom xxx Einspruch ein und beantrage die Aussetzung der Vollziehung des zu hoch festgesetzten Betrages.

Bitte setzten Sie die Vorauszahlungen auf folgender Basis neu fest: (dann Deine Ermittlungen beifügen) fertig.

Gegen den Bescheid Einspruch einlegen. Einkommensverhältnisse (also die Neuen) darlegen. Dann wird der Bescheid geändert

du kannst auch persönlich zum Finanzamt fahren, nimmst alle vorhandenen Einkommensnachweise mit. Der Beamte nimmt dann deinen Einspruch auf und du weißt evtl gleich voran ihr sein werdet. Falls die Vorauszahlungen aber korrekt sein sollten, kannst du auch Ratenzahlung beantragen

Keine wilden Spekulationen hier. Wendet euch an einen Steuerberater und zwar schnellstmöglich, die Einspruchsfrist beträgt nur 1 Monat!

Wozu hier ein Besuch bei einem StB von Nutzen sein siollte, erschließt sich mir nicht. Wenn absehbar im laufenden Veranlagungszeitraum bestenfalls gleichbleibende bzw. geringere Einkünfte als im Vorjahreszeitraum zu erwarten sind, und dies durch entsprechende Unterlagen (hier: Immatrikulation) belegt werden kann, dann genügt ein schlichter formloser Antrag auf Anpassung der Vorauszahlungen beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt. Zudem möchte ich bezweifeln, dass der OP
a) einen StB hat, und
b) sich einen StB leisten könnte.

@FordPrefect
  1. Das muss sich Ihnen auch nicht erschließen...
  2. zu Ihrem Punkt a) man könnte mutmaßen, dass es so ist...
  3. zu Ihrem Punkt b) reine Spekulation/Unterstellung. Aber darum geht es auch nicht. Stellen Sie sich vor, ich kenne sogar Steuerberater, bei denen ist eine Erstberatung kostenlos...
  4. Ich habe ernsthafte Zweifel daran, dass ein formloser Antrag, welcher ja auch fernmündlich abgegeben werden kann, schlusssendlich helfen wird...
@koenigstiger25

Ahem...

:-))

Kommentar von koenigstiger25 am 20. März 2009 09:17

  1. Das muss sich Ihnen auch nicht erschließen...

-> Dem ist zuzustimmen.

  1. zu Ihrem Punkt a) man könnte mutmaßen, dass es so ist...

-> Diesem ebenfalls.

  1. zu Ihrem Punkt b) reine Spekulation/Unterstellung. Aber darum geht es auch nicht. Stellen Sie sich vor, ich kenne sogar Steuerberater, bei denen ist eine Erstberatung kostenlos...

-> Ich auch - aber nach meiner persönlichen Meinung wäre das - solange es nur um das genannte Thema geht - mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

  1. Ich habe ernsthafte Zweifel daran, dass ein formloser Antrag, welcher ja auch fernmündlich abgegeben werden kann, schlusssendlich helfen wird...

-> Nach Auskunft des FA (und eigener Erfahrung diesbezüglich) kann ich Ihnen glaubhaft versichern, dass dies durchaus möglich ist, und auch genau so praktiziert wird.

Das Problem ist primär nicht der VZ-Bescheid. Wenn der Steuerbescheid des letzten Jahres in Ordnung ist, geht auch der VZ-Bescheid in Ordnung, wenn nicht begründete Schätzungen des FA enthalten sind. Die Ursache für so etwas muss aber im Vorjahr des Steuerbescheids liegen. Echte Einkommensminderungen in der Zukunft (Studium) müssen dem FA natürlich noch (formlos) mitgeteilt werden. Aber ob der Steuerbescheid stimmt, muss geprüft werden. Offensichtlich habt Ihr nach der Heirat im letzten Jahr sofort auf StKl. 3/5 umgestellt und damit alle Vorteile daraus (Splitting) schon mitgenommen. Allerdings sieht es so aus als hättest Du mit € 280,00 pro Monat als Aushilfe gearbeitet. Diese Einnahmen gehören gar in die ESt-Erklärung. Sind die Nebenverdienst-Einnahmen deines Mannes richtig erklärt und auch so veranlagt? 2.000 € Gewinn (nicht: Umsatz!) können durchaus 500 € Steuern kosten, aber keine 1.600 € Vorauszahlung. Schon dafür braucht der Laie einen Steuerberater. Oder er spart sich die StB-Kosten und zahlt eben bei der Steuer drauf. Das kann ein Verlustgeschäft werden.

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