Vermieter verkauft eine ausgelassene Miete an Inkassobüro

5 Antworten

Es ist richtig, dass du Mietschuldner bist, solange die Schuld nicht von dir ausgeglichen wurde. Die Vereinbarung mit dem Inkassobüro ist zwar ungewöhnlich aber korrekt, denn der Vermieter will dich offenbar als Mieter behalten und akzeptiert die Ratenzahlung der Mietschuld. Allerdings trägst du nun die Inkassogebühren. Wenn nun schonwieder eine Miete von dir nicht bezahlt wurde und ein neues Aktenzeichen angesagt ist, näherst du dich der außerordentlichen Kündigung mit noch mehr Kosten. Zieh einen Strich und bezahle an Inkasso und Vermieter alle Schulden, dann lebst du ruhiger.

Lies nochmal richtig - er hat ja die nächste Miete bezahlt. Er käme besser, wenn er nur an den Vermiter zahlt und den Rückstand langsam aufholt. So ist und bleibt er nur mit weniger als einer Miete im Rückstand.

Falls der Vermieter die Forderung verkauft hat, gibts überhaupt keine Mietschulden mehr, sondern nur die Forderung der Inkassofirma. Offensichtlich wurde die Forderung aber nicht verkauft. Daher kann man der Inkassoforderung widersprechen.

@Jorgfried

Also, Jorgfried, wenn du den Inhalt der Frage richtig verstanden hast, möchte ich den Hut ziehen. Deshalb versuche ich den Inhalt in eine zeitliche Abfolge zu setzen: Der Mieter bezahlt die Miete des laufenden Monats nicht. Termin 4. Werktag des lfd. Monats. Daraufhin mahnt der Vermieter, der Mieter teilt uns nicht mit, bis wann der Vermieter nun die ausstehende Mietzahlung fordert. "Vier Tage später" ohne Datumsangabe, aber vermutlich im laufenden Monat meldet sich ein Inkassounternehmen und fordert den Mieter auf, die ausstehende Miete zu bezahlen oder zu überweisen, wohin zu überweisen teilt der Mieter nicht mit. Aus dieser Aktion ist nicht zu erkennen, dass der Vermieter die Forderung an den Inkassodienst verkauft hat. In einer undefinierten Zeitspanne vereinbaren Mieter und Inkassodienst, dass eine Ratenzahlung der Schuldforderung erfolgen soll. Unterdessen, vermutlich im laufenden Monat, bezahlt der Mieter sehr beflissen bereits die Miete für den Folgemonat an den Vermieter, obwohl die Zahlungsfrist nicht ansteht. Dennoch behauptet nun der Vermieter, dass bereits wieder eine Miete nicht bezahlt sei und setzt den Inkassodienst in Marsch, der mit einer neuen Vorgangsnummer die nicht fällige aber schon bezahlte Miete vom Mieter einfordert, vermutlich im laufenden Monat, denn der Mieter macht an uns keine Zeitangaben. Den letzten Satz des Fragestellers kann ich nicht mehr interpretieren, wahrscheinlich reicht meine Vorstellungskraft nicht oder noch nicht aus. So - jetzt ist Dexkim dran!

Wurde die Forderung verkauft so ist eine Abtretungserklärung vorzulegen gem. § 410 BGB. In dem Fall dürfen keine Gebühren durch das Inkassobüro verlangt werden.

Die 4 Gebote der Neuzeit:

  1. Du sollst nicht mit Inkassobüros kommunizieren
  2. Du sollst nicht an Inkassobüros bezahlen
  3. Du sollst keine Ratenzahlungsvereinbarungen unterschreiben
  4. Du sollst keine Gebühren zahlen, die rechtlich nicht durchsetzbar sind.

Es gibt Ausnahmefälle, du zahlst deine Miete bei deinem Vermieter, bis das Inkassobüro dir nachweist, dass es dir Forderung wirklich gekauft hat und nicht bloß betreibt.

Wie ist den der Name dieses Inkassos? Habe solch ein ähnliches Problem und wollte wissen ob es die selben sind ;)

Mit Inkassobüros solltest Du Dich überhaupt nicht auseinander setzen. Mit denen hast Du nichts zu tun. Nimm den ganzen Vorgang und geh so schnell wie möglich damit zum Mieterverein. Die helfen Dir.

Die Miete wurde nicht ans Inkasso verkauft. Die sollen nur beim Eintreiben helfen.

Alles andere hat Kevin erklärt.

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