Unversicherter versand nicht angekommen?

5 Antworten

Wie sieht die Rechtslage in so einem Fall aus?

Eindeutig: Nach § 433 BGB schuldest du Vertragserfüllung, also Übereignung.

Bei vereinbartem Versendungskauf, § 447 BGB, geht die Gefahr des Untergangs erst dann auf den Käufer über, wenn du Auslieferung an das Versandunternehmen, hier die Deutsche Post, nachweisen kannst.

Das gelingt nur mit Einlieferungbeleg - mit der darin enthaltenen Versicherung bei einem Einwurfeinschreiben, Hermes-Päckchen oder DHL-Paket hat das nichts zu tun.

Du würdest schliesslich auch nicht akzeptieren wenn der Käufer lediglich behauptet, er habe die Überweisung abgegeben :-O

Demnach darf der K nach fruchtloser Inverzugsetzung vom Kaufvertrag zurücktreten, sein Geld zurückverlangen und Schadensersatz geltend machen - wenn er das bei deiner Weigerung mit Hlfe eines Rechtsanwalts und Klage durchsetzt, ist das sein gutes Recht und wäre zusätzlich von dir zu bezahlen.

Eine Strafanzeige scheitert jedoch, da ein Betrug nicht beweislich ist.

G imager761

Das gelingt nur mit Einlieferungbeleg - mit der darin enthaltenen Versicherung bei einem Einwurfeinschreiben, Hermes-Päckchen oder DHL-Paket hat das nichts zu tun.

Sicher das mein Zeuge keine Hilfe sein wird?

@sonderbar123

Ja. N. h. M. der Gerichte widerspricht es jeder Lebenserfahrung, dass ein Zeuge in rein hypothetischer Erwartung einer Zeugenladung die fragliche Ware von Einpacken bis zur buchstabengetreuen Adressierung und Aufgabe bei der Post nicht aus den Augen gelassen haben will und dies alles nach Monaten genauso aussagt.

Aber genau das müsste er zur Glaubhaftmachung, das es sich um genau die fragliche Ware und den fraglichen Käufer gehandelt haben soll.

Das wird günstigstenfalls als Gefälligkeitsaussage, die man zum Prozess nachgelesen und auswendig gelernt hat bei der Urteilsfindung unberücksichtigt bleiben, bei scharfen Gegenanwalt riskiert der Zeuge Haftantritt wg. eidlicher Falschaussage :-O

Neben dem anwaltlichen und prozessualen Risiko trägst du die Anfahrtskosten zum Gericht selbst - warum will man da bei dem Sreitwert dermaßen draufzahlen?

Willst du meinen Rat? Werfe deinem schlechten Geld (Kauferlös) kein gutes hinterher. Erstatte den Kaufpreis und 1,45 EUR und lass dem K den Prozessor, wenn er ihn nicht schon längst hat - das lohnt sich einfach nicht :-O

Und für die Zukunft: Versendungskauf nur mit sendungsverfolgbarem Versand (gegen Einlieferungsbeleg) - wer es billiger haben will soll es abholen oder woanders bieten.

Wenn du es nicht versprochen hast und der Käufer dafür auch nicht die entsprechenden Kosten getragen hat, dann kann man nicht davon ausgehen, dass Versicherter Versand gewünscht ist.

Wenn beim Geldeingang die Portokosten für versicherten Versand dabei waren, sieht es noch mal anders aus. Allerdings klärt man sowas VORHER, nicht irgendwann nachdem der Kaufvertrag schön gemacht wurde. 

Beweis der Absendung durch Dich Zeugenbeweis Freundin als man Paket /Brief eingeworfen hat; ansonsten Haftung Versendungekauf, wie vorgänger schon beschrieben; denn der spätere Wunsch des Käufers auf versicherte Sendung ist nicht vertragsbestandteil geworden und somit egal. Eigentlich bist raus aus der Nummer

Du kannst trotzdem mal bei der Post nachforschen. Habe ich bei einer Büchersendung auch gemacht, da ein Buch im Umschlag fehlte, und dann hatten die es noch gefunden.

Es ist extrem selten, dass Pakete verschwinden. Und wenn dann meist nur, weil sich ein Postbote daran bereichert.

Um nicht den ganzen Ärger zu bekommen, würde ich an deiner Stelle solche wertvollen Sachen nur noch versichert versenden.

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