Ungangsrecht für Urgroßeltern

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Ich denke,das Gesetz ist auf Deiner Seite,Du hast das Sorgerecht und Du erziehst Deine Kinder.Das hast Du erst mal gut gemacht,das Du vorläufig den Kontakt abgebrochen hast.Die Grosseltern werden mit Sicherheit nicht klagen,das ist nämlich verdammt teuer.Sie sollten sich an Deine Erziehungsvorschriften halten und nicht ständig quer schiessen.Ich hätte an Deiner Stelle genau so gehandelt.Ich hoffe nur,das die Kinder nicht zu sehr leiden.Die Grosseltern zeigen sich kein bisschen einsichtig,dabei sollten sie nett sein,damit Du ihnen die Kinder nicht entziehst.Der UMgang mit den Grosseltern ist für die Kinder nicht gut,deren Erziehung dient nicht dem Wohl Deiner Kinder.Also hab keine Angst,sie können Dir gar nichts.

Hier die Links etc. http://www.pappa.com/recht/urt/Umgangsrecht-Grosseltern.htm Hatte das Kind regelmäßig Umgang mit seinen Großeltern, kann ein weiterer Kontakt nur aus vernünftigen, am Kindeswohl orientierten Gründen verweigert werden. Ein zwischen den Eltern und den Großeltern bestehender Konflikt reicht hierfür nicht aus, denn es kann erwartet werden, daß das Kind aus dem Konflikt herausgehalten wird. AG Langen (Niedersachsen) 21.12.98 - 11 F 462/98 - FF 2001, 28

Dient die Aufrechterhaltung von Besuchskontakten zu den Großeltern dem Kindeswohl kann der Umstand, daß zwischen Eltern und Großeltern erhebliche Spannungen bestehen, nicht als Grund herhalten, die gewachsenen Beziehungen der Kinder zu ihren Großeltern aufzugeben. Den Großeltern, die bislang durch tägliche Kontakte zu den Kindern eine feste Beziehung zu diesen aufgebaut haben, ist ein angemessenes Umgangsrecht einzuräumen. OLG Celle 22.4.99 - 18 UF 4/99 - FF 2001, 28

Besteht eine enge persönliche und herzliche Bindung zwischen den Enkeln und der Großmutter (hier: insbes. aufgrund räumlicher Nähe wegen bisherigen Wohnens in Nachbarwohnungen), entspricht es nicht dem Kindeswohl, wenn Besuchskontakte wegen erheblicher Streitigkeiten zwischen der Kindesmutter und der Großmutter (auch über Erziehungsfragen) und einem bevorstehenden Umzug der Kindesmutter abbrechen. Unter Berücksichtigung des zukünftigen Familienlebens in der (neuen) Kernfamilie der Kindesmutter ist der Großmutter dann jedenfalls ein angemessenes Umgangsrecht einzuräumen. AG Backnang 11.8.99 - 3 F 269/99 - FF 2001, 28

Der Umgang von Großeltern mit ihren Enkeln dient, wenn zwischen ihnen hinreichende Bindungen bestehen, regelmäßig dem Kindeswohl, es sei denn, daß schwerer wiegende Gründe entgegenstehen. Kammergericht - KG 6.7.00 - 17 UF 4612/00 - FamRZ 2000, 1520

Wenn in der Vergangenheit gute und intensive Beziehungen zwischen den Großeltern (hier: Eltern des verstorbenen Vaters) und dem Enkelkind bestanden und es den Kontakt aufrecht erhalten will, ist ein (u. U. großzügiger) Umgang mit den Großeletern dem Kindeswohl regelmäßig dienlich, es sei denn, die Großeltern schalten sich in die Erziehung durch die Kindesmutter ein. OLG Hamm 24.9.02 - 1 UF 72/02 - FamRZ 2003, 953

"Die Antragstellerin (Großmutter) hat ein Recht auf Umgang mit dem Enkelkind, da dieses dem Wohl des Kindes dient (§ 1685 BGB). Die zwischen ihnen (Kindeseltern) und der Großmutter bestehenden Spannungen haben nichts zu tun mit der Frage, ob die Aufrechterhaltung der Beziehung zwischen Großmutter und Enkelkind für das Enkelkind förderlich ist. Die Kindeseltern haben es nämlich allein in der Hand, derartige Spannungen von ihrem Sohn fernzuhalten, in dem sie solche Konflikte nicht über den Sohn oder in Anwesenheit des Sohnes mit der Antragsstellerin (Großmutter) austragen." AG Bergheim 28.1.03 - 63 F 207/01 - LINK ENTFERNT

Prinzipiell entspricht ein Besuch der Großeltern auch dem Kindeswohl. Für die Erziehung des Kindes ist es von Bedeutung, dass das Kind nicht allein auf die Kleinfamilie, bestehend aus Vater, Mutter und Geschwistern, beschränkt wird. Vielmehr fördert es die geistig-seelische Entwicklung des Kindes insgesamt, wenn es Umgang mit möglichst vielen Personen der Familie pflegt, insbesondere auch mit den Grosseltern. OLG Köln 4.6.04 - 4 WF 4/04 - FamRZ 2005, 644 LINK ENTFERNT

Hallo,

das kenne ich! Ich hatte das selbe Problem. Ich bin dann 300km weit weggezogen :-)

ja also das ist schwierig. Ich denke, dass sie das vor gericht durchkriegen könnten! Aber was wollen die machen, wenn du dich nich dran hälst.

Ich würde als erstes zum Jugendamt gehen und mir dort jemanden suchen, den du das alles so erzählen kannst. Ganz wichtig ist das du auch erzählst, dass die Großeltern sagen, du wärst ne schlechte mutter. Du musst den Großeltern immer einen Schritt vorraus sein!!! Wenn dein Verdienst nich so hoch ist, kannst du dir bei Gericht einen Beratungshilfeschein holen und dich auch von einem Anwalt beraten lassen!

Jule

was sie machen wollen wenn du dich nicht an von gerichten erhängte umangsregeln hältst? zuerst bekommst zu zwangsgelder auferlegt, dann zwangshaft und bei massiven weiteren verstößen wird man das sorgerecht entziehen und auf die großeltern notgedrungen übertragen. du würdest mit solchem verhalten zeigen das du zur erziehung eines kindes nicht geeignet bist.

Jugendamt verweigert begleiteten Umgang

Folgende Situation: 2 Kinder, 7 und 10, nachdem die Mutter zum verabredeten Abgabetermin der Kinder nach dem Wochenendumgang nicht zuhause war und sich auch nicht gemeldet hat, hat der Vater die Kinder mit zu sich genommen. Andere Möglichkeit wäre wohl sonst nur Betreuung in einer Notunterkunft übers Jugendamt gewesen. Jugendamt wird sofort informiert. Vater kümmert sich natürlich weiter um seine Kinder. Da die Mutter sich nicht meldet und noch weitere Dinge, bekommt der Vater über eine einstweilige Anordnung das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen (alleiniges Sorgerecht ist beantragt). Mutter meldet sich erst kurz am Telefon, als sie die Anordnung bekommt und will sofort die Herausgabe der Kinder. Danach meldet sie sich nicht mehr. Sie fragt auch nicht nach den Kindern. Dem Jugendamt teilt sie dann nach 2 Wochen mit, sie will Umgang mit den Kindern aber der Vater wäre nicht erreichbar zwecks Terminabsprache. - Glatte Lüge-aber naja.

Als das JA dem Vater mitteilt, dass die Mutter ihr Umgangsrecht wahrnehmen will, teilt der Vater dem JA mit, dass er gegen den Umgang nichts hat, im Gegenteil. Da aber die Kinder im Moment partout nicht wollen und auch noch andere Gründe, wie Gewalt im Haushalt der Mutter (Anzeige läuft) und Entziehung droht (Mutter hat den Kindern schon erzählt, dass sie umziehen werden), regt der Vater vorerst einen begleiteten Umgang an.

Hier stellt sich das JA nun quer und meint dafür wäre keine Notwendigkeit. Und nun? Mutter droht zur Durchsetzung des Umganges mit einstweilige Anordnung - eigentlich Quatsch, da Umgang nie verweigert wurde. Aber was ist, wenn sie damit auftaucht - Kinder zwingen alleine zur Mutter zu gehen?

Oder gibt es andere Möglichkeiten auf einen begleiteten Umgang zu bestehen?

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