Unfallschaden jetzt gefunden, Fahrzeug vor 2,5 Jahren gekauft. Rechte?

5 Antworten

Ich hatte den fast identischen Fall mit dem gleichen Schadensbild.Auch durch Heckschaden Wasser eingedrunge,Kofferraumboden verbeult und teilweise durchgerostet.Erkennbare Schweißarbeiten.Verkäufer war ein Meister vom Autohaus,aber Privatkauf.Nach 5 Jahren entdeckt.Hat natürlich von nichts gewusst.Die ganze Geschichte würde jetzt zu lang.Nur soviel.Hab über seine Versicherung rausgekriegt,dass in seiner Zeit ein Kaskoschaden abgewickelt wurde.Sein Fehler war auch,dass er einen Kaufvertrag vom Autohaus genommen hat.Verjährt ist noch lange nichts.Die unterste Verjährungsstufe bei Arglist ist 3 Jahre nach Entdeckung des Schadens.Da es ein Autohaus ist,muss nicht zwingend Arglist vorliegen.Das hat es wahrscheinlich selbst nicht gewusst.Das Autohaus ist verpflichtet angenommene Fahrzeuge vor Wiederverkauf auf solche versteckte Mängel zu untersuchen.In meinem Fall war damals das Autohaus Ansprechpartner für meinen Anwalt,weil der Kaufvertrag auf das Haus lief.In dem Fall hat der Anwalt ein gutes Druckmittel.Aber erst mal gütliche Einigung anstreben.Mein Vertrag wurde rückabgewickelt

wir haben in ungefähr das gleiche problem:

für meine Frau habe ich meinen BMW 318i cabrio EZ 93 gegen einen Fiat Punto EZ 2001 eingetauscht. Auf der scheibe hatte er für einen diesel grüne plakette und der verkäufer hatte noch gesagt das diese richtig ist. Beim anmelden wurde eine gelbe herausgegeben. Bei unserer werkstatt wurde ein achsschaden festgestellt. Die werkstatt sagte das sich der schaden nicht mehr lohnt zu reparieren. Jetzt meine frage: Da verkäufer wegen grüner plakette gelogen hat, da er wusste das keine grüne ausgestellt wird. Kann ich ihn belangen, sowie auch für den achsschaden? Der BMW hat laut gutachten einen wert von 4500 Euro. Der Fiat keine 500. Kann ich gegen den verkäufer vorgehn?

Wenn der Schaden nachweislich beim Verkaufstag bereits bestand ja. Problem ist da jedoch immer das nachweislich... Wege der Plakette bezweifen ich, dass man ihn da an den Karren fahren kann :8

@Hexentochter

durch die korrision an den teilen konnte man das alter schon feststellen. Das mit der Plakette is kein beinbruch. Vielen dank für deine Antwort. Ich wünsche noch in zukunft viel glück beim autokauf

Wie willst du beweisen das du den Unfallschaden nicht selbst verursacht hast?

Kann ein Gutachter soetwas feststellen?

@Hexentochter

Klar. Moeglich ist das. Haengt auch vom Gutachter ab. Z. B. wenn man alte Reparaturrechnungen auftreiben kann, Zeugen finden kann, etc.

Ein 15 Jahre altes Auto; 2,5 jahre in Deiner Hand. Du hast ja kein Gutachten und keinen Sachverständigen. Für eine 15 Jahre alte Karre macht auch keiner ein Gutachten, weil das Geld kostet.

Wenn ich das so lese, dann glaube ich, du willst den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Bevor du dich mit deinen Rechten auseinander setzt, solltest du zunaechst einmal sicherstellen, dass er Unfall unstrittig (!) VOR dem Kauf passierte. "Unstrittig" heisst, dass der Verkaeufer das nicht abstreitet oder abstreiten kann, weil du unwiderlegbare Beweise hast. Dabei genuegt es nicht, beweisen zu koennen, dass der Wagen einen Unfall hatte, sondern WANN. Das wird zwar nicht unmoeglich sein, aber sehr schwierig.

Daher wuerde ich an deiner Stelle erst einmal antesten, wie sich das Autohaus verhaelt, bevor du einen teuren Gutachter bestellst. Am Ende zeigt sich das Autohaus kulant und der Gutachter oder Anwalt war umsonst. Evtl. wird die Angelegenheit, weil schwierig zu beweisen, auch auf einen Vergleich hinauslaufen (Autohaus dichtet dir den Wagen ab und gibt noch ein paar Hundert oder Tausend Euro drauf).

Erst wenn die Beweise zweifelsfrei (!) fuer dich sprechen, kannst so mit haerteren Bandagen (Anwalt, etc.) kommen. Vorher wuerde ich das sein lassen. Das kann das Autohaus nur dazu veranlassen, auf Konfrontationskurs umzuschalten. Und dann hast du hinterher gar nichts davon.

Ist tatsaechlich der Vorschaden verschwiegen worden, hast du das Recht auf Wandlung. Und hierbei gibt es keine Fristen fuer denjenigen, der "betrogen" wurde. (Par. 323 BGB).

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