UMSATZSTEUER KLEINGEWERBE NACHZAHLUNG JA / NEIN?

Das Ergebnis basiert auf 4 Abstimmungen

Umsatzsteuer für 2013 muss nachgezahlt werden da Umsatzgrenze von 17500 euro überschritten wurde 75%
umsatzsteuer muss nicht nachgezahlt werden 25%

5 Antworten

umsatzsteuer muss nicht nachgezahlt werden

Die Frage in § 19 USt G ist:

haben Sie im Vorjahr (hier 2012) nicht mehr als 17.500,- Euro Umsatz gemacht und im laufenden (hier 2013) voraussichtlich nicht mehr als 50.000,-.

In 2012 war der Umsatz 0,- weil es den Betrieb noch nicht gab. In 2013 nicht mehr als 50.000,- (auch bei umrechnung). Somit keine Steuer, ausser der Unternehmer hätte die Steuer in einer, oder mehreren Rechnungen berechnet und ausgewiesen. Die würde er immer Schulden.

Also: Steuer 0,-

Hallo WFWBINDER, was meinen Sie mit Umrechnung ? Ich habe in den Rechnungen keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Auch beim einkauf keine Vorsteuer geltend gemacht,

Habe vorhin mein Umsatz ausgerechnet liege seit März 2013 (Anmeldung März 2013) bei ca. 26000 € UMSATZ

Also wenn ich jetzt bis dezember unter 50000€ umsatz bleibe muss ich keine Umsatzsteuer nachzahlen ist das richtig ?

@mister8989

Stimmt, ausser Sie hätten bereits bei Gründung erwartet (durch vorliegende Aufträge, oder andere Umstände), dass Sie voraussichtlich über den 50.000,- liegen werden.

Das dürfte aber nicht der Fall gewesen sein.

Hallo WFWBINDER, was meinen Sie mit Umrechnung ? Ich habe in den Rechnungen keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Auch beim einkauf keine Vorsteuer geltend gemacht,

Habe vorhin mein Umsatz ausgerechnet liege seit März 2013 (Anmeldung März 2013) bei ca. 26000 € UMSATZ

Also wenn ich jetzt bis dezember unter 50000€ umsatz bleibe muss ich keine Umsatzsteuer nachzahlen ist das richtig ?

Gut wäre auch ein Blick in den UStAE: 19.1. Abs. 4. Da wird klargestellt, dass im Gründungsjahr die 17.500 ausschlaggebend sind, nicht die 50.000.

@MenschMitPlan

Mensch, vielen Dank für die Nennung dieser präzisierenden Stelle!

Ich tu jetzt mal Korinthen züchten: Eröffnete ich des Unternehmen zum 01.01. eines Kalenderjahres (also nicht mehr im laufenden), gälte dann wieder die 50T€-Grenze?

@Kleinalrik

Versteh nicht, was du meinst: Gründungsjahr ist das Kalenderjahr, in dem man beginnt, egal, ob am 01.01. oder 01.08. ...Da gelten die 17.500 €. Oder meinst du was anderes?

@MenschMitPlan

Nein, ich meinte genau das.

Ich hatte mir nur folgende Spitzfindigkeit ausgedacht:

Der UAE sagt, wird die Tätigkeit im laufendem Kalenderjahr aufgenommen...

Und nu komm ich Schlaumeier daher und sag, ich eröffne mein Geschäft aber am 01.01., was nicht im laufendem Kalenderjahr sondern zu Beginn ist.

Im Gründungsjahr ist auf die Grenze von 17.500 € abzustellen. Bei nur anteiliger gewerbl./selbständiger Tätigkeit ist auf den Jahresumsatz hochzurechnen. Wenn du angegeben hast, dass dein Umsatz unter der Grenze liegt, nun aber deutlich drüber liegt, kommt es darauf an, ob das Finanzamt nachvollziehen kann, wieso deine Prognose derart von den eingetretenen Tatsachen abweichen konnte. Davon hängt ab, ob Umsatzsteuer nachzuentrichten ist.

Über Gesetze wird nicht abgestimmt, Gesetzte werden angewendet.

Ich empfehle, den 19 UStG mal zu lesen. Er ist (bewusst?) ziemlich einfach und verständlich gehalten.

Habe ich schon gelsesen. Nur mich verwirrt eins. Meine Steuerberaterin (Steuerfachnagestellte) hat mir gesagt das ich die umsatzsteuer bezahlen muss. Und im internet habe ich öfter gelesen das ich es nicht muss. Herr WFWBinder hat ebenfalls bestätigt das man es nicht muss wenn man unter der grenze von 50.000€ bleibt... was ist nun das richtige ?

@mister8989

WFW hat korrekt und umfassend geantwortet. Meiner Meinung nach wohlverdient die hilfreichste Antwort.

Die Steuerfachangestellte sollte ebenfalls meinen Rat befolgen und den 19 mal lesen.

Davon ab sollte eine Steuerfachangestellte sich besser nicht Steuerberaterin nennen.

@Kleinalrik

Eins noch: Ich hoffe, hier wurde nicht Umsatz mit Gewinn verwechselt.

@Kleinalrik

nein, es handelt sich hier um den umsatz. Gewinn ist definitiv weniger

Jessas, da stimmen wir mal schnell ab bei gute frage .net und das legen dann dem Finanzamt vor.....warum macht überhaupt noch jemand dies anstrengende Steuerberaterprüfung, wenn der Rechtsuchende das auch gschwind mal im Netz abstimmen lassen kann???? Davon abgesehen: Nein, es wird keine Umsatzsteuer nacherhoben. Das sthet, wie schon geschrieben, klar und deutlich im § 19 UstG, wobei ich noch das Schlagwort "Rumpfjahr" ins Spiel bringen könnte, dies aber hier und jetzt lieber unterlasse. Ab 1.1.2014 bist du umsatzsteuepflichtig. Und suche dir bitte einen kompetenten Steuerberater,

Umsatzsteuer für 2013 muss nachgezahlt werden da Umsatzgrenze von 17500 euro überschritten wurde

die Freigrenze ist doch eindeutig überschritten

man sollte den Umsatz schon planen können

antwort ist falsch !

@mister8989

ja Super mach eine Tochtergesellschaft auf und probiere es mal mit 17500€ Ansatz

und 250000€ Ist am Jahresende

und dann umwandeln in Ltd mit Wohnsitzwechsel auf die Insel zum Konkurs

viel Spass

diese Steueroptimierer immer

Was ist an der Formulierung "Umsatz im Vorjahr über 17.500,00€ " nicht zu verstehen?

Umsatz im Jahre 2013 über 17.500,00 € = Normale Umsatzsteuer im Jahre 2014.

Ein Blick in das Gesetz kann völlig neue Erkenntnisse bringen!

Umsatzsteuer für 2013 muss nachgezahlt werden da Umsatzgrenze von 17500 euro überschritten wurde

sicher ?? Woher weisst du das ?

@mister8989

Die Antwort ist leider falsch. Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung: § 19 UStG (1) Die für Umsätze im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 geschuldete Umsatzsteuer wird von Unternehmern, die im Inland oder in den in § 1 Abs. 3 bezeichneten Gebieten ansässig sind, nicht erhoben, wenn der in Satz 2 bezeichnete Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17 500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50 000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird. Umsatz im Sinne des Satzes 1 ist der nach vereinnahmten Entgelten bemessene Gesamtumsatz, gekürzt um die darin enthaltenen Umsätze von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens. Satz 1 gilt nicht für die nach § 13a Abs. 1 Nr. 6, § 13b Absatz 5, § 14c Abs. 2 und § 25b Abs. 2 geschuldete Steuer. In den Fällen des Satzes 1 finden die Vorschriften über die Steuerbefreiung innergemeinschaftlicher Lieferungen (§ 4 Nr. 1 Buchstabe b, § 6a), über den Verzicht auf Steuerbefreiungen (§ 9), über den gesonderten Ausweis der Steuer in einer Rechnung (§ 14 Abs. 4), über die Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummern in einer Rechnung (§ 14a Abs. 1, 3 und 7) und über den Vorsteuerabzug (§ 15) keine Anwendung.

Sowas kommt bei Abstimmungen heraus.

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