Überstundenabzug bei Krankheit nach Kündigung rechtens?

5 Antworten

Das brauchst Du Dir nicht gefallen lassen. Bei einer Arbeitsunfähigkeit die vom Arzt bescheinigt wurde gilt das Entgeltfortzahlungsgesetz. Das besagt, dass Du für diese Zeit vom AG so bezahlt werden musst als hättest Du gearbeitet.

Da ist nichts mit Stundenabzug. Die Gesetze gelten für alle AG auch für Zeitarbeitsfirmen und mit einer Kündigung kann das alles schon gar nicht in Zusammenhang gebracht werden.

Fordere die ZAF auf, Dir die 40 Stunden zu bezahlen, weil sie Dir zustehen. Stell klar, dass Du bei Nichtbezahlung, bzw. Stundenabzug, -verrechnung, Klage beim Arbeitsgericht einreichen wirst. Das wirkt meistens, da diese Herrschaften oft davon ausgehen, dass die AN ihre Rechte nicht kennen. Stellen sie sich aber stur, geh zur Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts. Die Klage wird dort zu Protokoll genommen, es wird bei der Formulierung geholfen und kostet erst einmal überhaupt nichts.

Laut Entgeltfortzahlungsgesetz muss dir dein Arbeitgeber die Krankenzeit bezahlen. Die einzige Möglichkeit wäre, dass dein Arbeiteber dich unter Anrechnung von Freizeit und Urlaub freigestellt hat, dann kann er dir deine Stunden und deinen Urlaub auszahlen und muss dir keine Entgeltfortzahlung zahlen.

Natürlich ist das nicht rechtens. Damit würde ja die Lohnfortzahlung ausgehebelt. Mit deiner Kündigung hat das auch nichts zu tun. Wenn dir die Stunden nicht bezahlt werden, musst du zum Arbeitsgericht und klagen.

Das ist kostenlos und du brauchst auch KEINEN Anwalt.

Nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz musst Du während einer vom Arzt mit Attest gegenüber dem Arbeitgeber bestätigten Arbeitsunfähigkeit so bezahlt werden, als wenn Du "normal" gearbeitet hättest: > Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG § 3 "Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall" Absatz 1:

Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert, ohne daß ihn ein Verschulden trifft, so hat er Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit bis zur Dauer von sechs Wochen.

Mit dieser krankheitsbedingten Fehlzeit dürfen Überstunden selbstverständlich nicht verrechnet werden, weil sich der Arbeitgeber damit wenigsten teilweise um die gesetzlich vorgeschriebene und unverzichtbare Entgeltfortzahlung "drücken" würde! Das ist illegal!

Verhalte Dich so, wie es Hexle2 Dir in der Antwort empfohlen hat!

In Krankheitszeiten werden allgemein nur die Regeldstunden abgegolten.

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