Strafe als Beifahrer bei einen Schwarzfahrer?

5 Antworten

Ja, kann man und ja, es ist völlig richtig.

Es wird zunächst bestraft der Fahrzeugführer ohne Lappen und der Fahrzeughalter (oder Vertreter), welcher den Geier ohne Lappen hat ohne Lappen fahren lassen.

Einziger Ausweg für den Fahrzeughalter ist, dass der Fahrzeugführer das Fahrzeug unbefugt in Gebrauch genommen hat. Das ist eine Straftat an sich bereits, die Strafe fällt dann etwas höher aus vermutlich.

Als Beifahrer jedoch geht man von Seiten der Strafverfolgungsbehörden einfach mal davon aus, Du wusstest einfach nicht, dass der keinen Lappen hat und gehst von der Normalität aus, wenn man zu jemandem in die Karre steigt, darf der auch fahren.

Ok, vielleicht wusstest Du es doch, aber jeder Anwalt im Anfängerstadium würde Dir raten, Nichtwissen als Ausrede vorzubringen, weil man Dir das nicht widerlegen kann.

Niemand kontrolliert zunächst einen Kumpel oder sonstwen, ober der einen Lappen hat oder nicht. Macht keiner, verlangt auch keiner.

Aber nach dem Erwischen jetzt mit Dir im Fahrzeug herinnen, kann man ab jetzt davon ausgehen, dass Du nun sicher weißt, dass der Typ keinen Lappen hat und folgerichtig nicht fahren darf.

Tut er es trotzdem und Du steigst so sorglos wie zuvor mit ein, weiß Du bescheid, Du solidarisiert Dich mit seiner Tat, nimmst daran Teil, profitierst davon gar, man wird Dir dann daraus einen Strick drehen und eine Mittäterschaft begründen.

Und man kann Dir das Wissen um diesen Umstand durch den Vorfall jetzt nachweisen, also bist Du der Mops.

Also, ja, ist völlig richtig uns in Zukunft, solltest Du jemals wieder an einer Fahrt mit dem Heinrich teilnehmen wollen, egal wann, auch in 5 Jahren erst, kontrolliere zunächst seinen Lappen, Du weiß jetzt, dass der keinen hat und über die nächsten Jahre keinen haben kann, weil der den nach diesem Stunt über Jahre nicht bekommen wird.

Du hast versehentlich das Zitat der Rechtsgrundlage vergessen. So wie das jeder versehentlich tut, der seine Vermutungen als Tatsache präsentiert.

@migebuff

1.) Es sind keine Vermutungen, es sind Tatsachen.

2.) Es handelt sich schließlich um meinen Beruf, mein täglich Brot, solche Sachen zu beurteilen.

3.) Die Rechtsgrundlagen sind zu umfangreich, um sie hier darzustellen.

Du beginnst sicherlich mal mit der StPO, dazu wäre der § 25 näher zu beleuchten, hierzu die entsprechenden Abhandlungen aus der Rechtslehre, dann hast Du ja schonmal einige Tage gut zu tun, bis Du zumindest mit den Grundlagen soweit klar kommst, dass Du den vorliegenden Fall wenigstens am Rand klar beleuchten und in seiner Tragweite zumindest rudimentär erfassen kannst.

Nur so am Rand, Polizisten können das.

4.) Nur weil Dir eine Auslegung emotional nicht passt, gilt es als Zeichen höchster Unprofessionalität, einem Gegenüber eine Vermutung zu unterstellen. Diese Vorgehensweise sentlarvt Dich als puren Laien. Und als Laie hört man ergriffen zu, wenn Fachleute ich unterhalten, alles andere gilt als vorlaut, zu Deutsch, wenn das Brot spricht, hält der Krümel den Mund.

@feinerle

2.) Dann füttern dich aber andere Leute durch bei so falschen Äußerungen wie von dir.

@feinerle

Viel Text... Aber die Frage nach der Rechtsgrundlage wird dadurch nicht klarer beantwortet... Auch der genannte Paragraf hilft nicht weiter...

Im Prinzip alles, was du sagt, ist "das ist mein Beruf, glaubt mir einfach. Ich habe keine Lust es euch zu erklären." Dabei wissen wir noch nicht mal, was dein Beruf jetzt genau ist.

Ich unterstelle nicht, dass du Unrecht hast. Nur würde eine zumindest grundlegende Erklärung der Rechtslage weiterhelfen.

Hier im Forum treiben sich leider viele Leute rum, die wenig Ahnung, aber viel zu sagen haben, gerade in juristischen Fragen. Es wäre schön, mal zur Abwechslung eben Profi zu hören, der auch irgendwie schlüssig argumentiert. Wenn dieser Profi dann nur sagt "zu umfangreich" ist das enttäuschend. Dann frage ich mich, warum so jemand auf dieser Plattform unterwegs ist, wenn er keine bessere und glaubhaftere Antworten liefert...

@Antitroll1234

Komisch, dass man mich im Studium nur mit Gerüchten gefüttert hat.....

Ok, was solls denn auch, habe ich 30 Jahre meinen Beruf völlig falsch ausgefüllt.

@Bomberos911

Aber die Frage nach der Rechtsgrundlage

§25 StGB, Mittäterschaft.

Diese ist nach den Ansichten udn Bedingungen der Rechtslehre herzuleiten und zu begründen.

Diese Herleitungen und begründungen bedeuten aber nicht, wie es sich leider so viele so einfach machen, dass das explizit in einem Gesetz steht. Das wird so gehandhabt, das hat man so interpretiert, dass dem so sein muss.

Und der Weg dieser Interpretation, die habe ich hier versucht, einfachst und Anfängergeeignet zu beschreiben in einem meiner Kommentare.

Aber es gibt keine explizite Vorschrift, in der steht, der Beifaherer bei einem Fahren ohne Fahrerlaubnis ist ab dem 2. Mal auch dran. Sowas scheinst Du zu suchen, nur das existiert halt so nicht.

@feinerle
Ok, was solls denn auch, habe ich 30 Jahre meinen Beruf völlig falsch ausgefüllt

Ganz offensichtlich ist dies so wenn man den Unsinn in deiner Antwort und Kommentsren liest.

Vermutung liegt aber eher dabei, dass Du beruflich nichts damit zu tun hast. Alles andere wäre eine Schande für diejenigen die tatsächlich ihr Brot damit verdienen.

@feinerle

Keine Sorge... Mir ist durchaus bewusst, dass man nicht jede Frage anhand eines Gesetzestextes beantworten kann. Soviel habe ich im Studium selbst gelernt, auch wenn ich Jura nicht als Hauptfach hatte.

Es hilft durchaus, dass du die passende Rechtsnorm nennst. Mit der StPO konnte ich nicht so viel anfangen.

Mein Gegenargument/Frage wäre jedoch: setzt die Mittäterschaft nicht voraus, dass man einen Beitrag zum Erfolg der Tat leistet? Bei jemandem, der einfach nur auf dem Beifahrersitz sitzt, würde ich das erstmal nicht sehen. Die Tat hätte ja ganz genauso ohne den Beifahrer ausgeführt werden können. Oder sehe ich das falsch?

Wie verhielte es sich, wenn dieser Freund bei mir zu Besuch wäre. Er muss heim, er steigt in sein Auto und ich sage ihn beim Einsteigen "Tschüss"... Wäre ich dann auch Mittäter?

@feinerle
Und als Laie hört man ergriffen zu, wenn Fachleute sich unterhalten

...und dennoch kommen hier seitenweise Textwände von dir. Naja. Jedenfalls scheinst du nachmittags viel Freizeit während deiner Beschäftigung zu haben. Was auch immer man daraus ableiten mag.

Nach welcher Rechtsgrundlage würde der Beifahrer denn bestraft werden? Gibt es Präzedenzfälle, die du nennen kannst?

@Bomberos911

§ 25 StPO, Mittäterschaft.

Es gibt keine explizite Ahnungsvorschrift, in der steht: "Wenn Sie wissen, dass ihr Kumpel keinen Lappen hat......" oder sowas.

Es geht um die Tatbegehung, an der man teilnimmt und mit der man sich identifiziert durch diese Teilnahme.

Das Problem hierbei ist, es muss vorsätzlich geschehen.

Beispiel: Schmiere stehen.

Der Schmieresteher identifiziert sich mit der Haupttat, obwohl er sie selbst nicht einmal begeht.

Blödes Beispiel jetzt, jedoch stell Dir mal vor, da kommt einer, der zu einem Passanten sagt: "Da drin ist ein Unfall passiert. Ich habe die Polizei gerufen, muss aber wieder da rein um weiter zu helfen. Wenn die Polizei kommt, tun Sie mir bitte den gefallen und rufen sie mich laut."

Gesagt getan, die Pozelei kommt, der schreit laut, der Typ aber rennt, als gings um sein Leben, denn eigentlich isser ja gerade dort eingebrochen.

Ergo, der Schmieresteher ist kein Mittäter. Er identifiziert sich nicht mit der Tat, er tut nich mit, auch wenn er was anderes macht oder nur rumhockt. Er hat zudem nichts davon und er ist völlig Ahnungslos.

Anders der Schmieresteher, der genau weiß worum es geht. Der macht vorsätzlich mit, auch wenn er eigentlich nicht mitmacht. Der weiß genau, warum er vors Polizeis warnen soll, er bekommt ein bischen was ab.

Und ganz genauso ist es auch hier.

Beim Mitfahrer wird erstmal angenommen, er wusste es gar nicht, ahnungslos. Aber in dem Moment, wenn er nicht mehr ahnungslos ist, wenn man ihm unterstellen kann, der wusste das, ist er Mittäter, auch wenn er nur auf dem Beifahrersitz gesessen hat.

Zudem profitiert er von der Tat, er wird ja schließlich befördert.

Und schwupps ist man mit dabei.

@feinerle

Was ein Unsinn, da sträuben sich einem die Haare.

@feinerle

Ich sehe hier einen gravierenden Unterschied zwischen "scmiere stehen" und als Beifahrer bei jemanden im Auto mitfahren. Bendeke auch, als Beifahrer habe ich gar keinen Anspruch mir den Führerschein zeigen zu lassen.

  1. Der Fahrer ohne Fahrerlaubnis wird nicht erst in 5 Jahren oder sonst irgendwann eine Fahrerlaubnis erwerben können. Das Gesetz - § 21 StVG - sieht grundsätzlich keine Sperre vor. Nur wenn er schon "mehr auf dem Kerbholz" hat, ist eventuell damit zu rechnen.
  2. Welchen Beruf übst du denn aus? Sich mit irgendwas brüsten, dann aber Infos und Fakten fehlen lassen und Gesetze falsch nennen und auslegen, zeugt von einem "Hochstapler".
  3. Was hat § 25 StPO - Ablehnungszeitpunkt damit zu tun?
  4. § 25 StGB heißt Täterschaft - nicht Mittäterschaft. Selbst wenn man vielleicht in irgendeiner Weise Ärger bekommen kann, so hat man als Beifahrer eines Fahrers ohne Fahrerlaubnis ganz sicher KEINE STRAFTAT begangen und § 25 StGB greift NICHT.
  5. Nicht einmal wegen Beihilfe nach § 27 StGB könnte man jemanden, der sich wissentlich zu einem ohne Fahrerlaubnis ins Fahrzeug setzt und mitfährt, belangen.

Wenn das angebliche selbsternannte Brot Unfug spricht, haben alle anderen, die mehr Brot sind als er, das Recht, ihm das auch zu sagen.

Wenn darauf nur weiterhin viel Text ohne Aussage kommt, erweist ausschließlich er sich als der Krümel.

Und wenn du darauf jetzt antworten willst, dann bitte direkt und mit Hand und Fuß und keinen Kauderwelsch und um den heißen Brei.

Gruß Michael

Da wäre nach Deinem Status zu fragen.

Bist Du der Wagenbesitzer, musst Du Fragen ob die Person einen Führerschein hat, bevor Du sie fahren lässt. Sonst machst Du Dich strafbar.

Wenn Du Dich bei Jemanden ins Auto setzt, von dem Du mit Sicherheit weißt, dass er keinen Führerschein hat, kannst Du Dich u.U. such als Gehilfe, oder Anstifter strafbar machen. Wird aber schwer nachweisbar sein.

Nein er ist Halter und Fahrer

Bist Du der Wagenbesitzer,

Nicht Besitzer, sondern Halter.

@PatrickLassan

Doch eher Besitzer. Wenn der Halter das Fahrzeug an Person A übergeben hat, ist A der Besitzer. Wenn A einen Führerschein hat, und das Fahrzeug an B weitergibt, welcher keinen Führerschein hat, welchen Vorwurf willst Du dann dem Halter machen?

Das Fahren ohne Fahrerlaubnis (damit ist nicht gemeint, dass man den Führerschein nur zuhause vergessen hat, sondern dass man Auto fährt, obwohl man keine Fahrerlaubnis besitzt oder ein Fahrverbot hat) ist nach § 21 StVG strafbar.

Unter Strafe gestellt sind hier verschiedene Verhaltensweisen von unterschiedlichen Personen. Als Täter einer Straftat nach § 21 StVG kommen nur zwei Personen in Betracht:

  • der Fahrer
  • der Halter des Fahrzeugs

Strafbar macht sich also der Fahrer, der ein Fahrzeug führt, ohne die dafür nötige Erlaubnis zu haben sowie der Halter des Fahrzeugs, der zulässt oder anordnet, dass ein Fahrer ohne Fahrerlaubnis mit dem Wagen fährt.

Nicht strafbar machen sich hingegen die Mitfahrer (es sei denn, der Mitfahrer ist Halter des Fahrzeugs). Auch das bloße Wissen, dass man mit einem Fahrer mitfährt, der keine Fahrerlaubnis besitzt, ist nicht strafbar. Für den Mitfahrer besteht auch keine Verpflichtung, die Fahrt ohne Fahrerlaubnis zu verhindern.

Es gibt lediglich zwei Möglichkeiten, wie sich auch der Mitfahrer strafbar machen kann:

  • Er stiftet den Fahrer dazu an, ohne Fahrerlaubnis zu fahren. Dann macht er sich strafbar nach §§ 26 StGB, 21 StVG.
  • Er leistet dem Täter der Tat Beihilfe zu dessen Tat. Dann macht er sich wegen Beihilfe zum Fahren ohne Fahrerlaubnis strafbar, §§ 27 StGB, 21 StVG.

Im Rahmen der Beihilfe kann es allerdings schon ausreichen, den Täter in seiner Tat zu bestärken (sog. psychische Beihilfe). Allerdings muss die Staatsanwaltschaft diese Beihilfe nachweisen.

Festzuhalten bleibt, dass das bloße Mitfahren nicht strafbar ist. Das kann sich nur dann ändern, wenn der Mitfahrer eine etwas aktivere Rolle einnimmt oder eben der Halter des Fahrzeugs ist.

Wenn jemand ohne Fahrerlaubnis ein Fahrzeug führt kann bestraft werden:

  • Der Fahrer
  • u.U. der Halter, wenn er das Fahren ohne Fahrerlaubnis zugelassen hat.

Als Beifahrer hättest du also nur dann was zu befürchten, wenn du der Halter des Fahrzeugs wärst oder wenn du den Kumpel, von dem du ja nun weisst, dass er keine Fahrerlaubnis hat, dazu auffordern würdest, das Fahrzeug zu fahren.

P.S.: Ich gehe jetzt mal davon aus, das nicht gemeint ist: Der Fahrer hat seinen Führerschein zu Hause vergessen. Das wäre nur eine Ordnungswidrigkeit.

Er muss sich aber auch vergewissern, als Beifahrer, dass der Fahrer eine gültige Fahrerlaubnis besitzt.🤔

@RzqVerox

Da kannst du mir sicher die Rechtsgrundlage nennen.

@RzqVerox

Wo hast du das denn her?

Ich stelle mir gerade eine belebte Bushaltestelle Montagmorgens im Berufsverkehr vor. 40 Leute steigen nacheinander in den Bus, und alle fragen den Fahrer erst einmal nach seinem Führerschein.

@sebastianla

Das muss der Arbeitgeber des Busfahrers machen, in regelmäßigen Zeitabständen.

@Ursusmaritimus

Das ist richtig, denn sonst macht der Arbeitgeber als Fahrzeughalter nach §21, Abs. 1 Nr. 2 StVG strafbar. Für bloße Beifahrer gibt es aber eine vergleichbare Regel nicht.

@Ursusmaritimus

Täglich? – Der Busfahrer kann ja gestern seine "Pappe" losgeworden sein.

@RzqVerox

Blödsinn. Und es ist mir ein Rätsel, wie hier jemand den "Daumen hoch" anklickt bei einem offensichtlich falschen Kommentar.

@RzqVerox

Wo steht das und wer macht so was?

Antworten: "Nirgends" und "kein Mensch".

Gruß Michael

Im Grunde ja, da man eigentlich immer sichergehen soll, ob die Person mit der man mitfährt, auch einen Führerschein hat.
Unwissenheit schützt nicht vor Strafe sagt man so schön.
So kenne ich das.

Aber auf welcher Rechtsgrundlage würde man denn dann bestraft werden?

@Bomberos911

kp, es gibt doch für jeden sche!ß etwas. Bin mir nicht ganz sicher ob es noch oder überhaupt so ist, aber damals in der Fahrschule sagte unser Lehrer immer, man soll als Beifahrer sicher gehen das der Fahrer auch einen Schein hat, und/Oder nicht unter Alkohol Einfluss steht, den auch als Beifahrer kann man dafür eine Strafe bekommen

@CrazySandmann

Und? lässt du dir jedesmal den Führerschein zeigen, wenn irgendwo einsteigst?

@Bomberos911

Ob du es glaubst oder nicht, ja das mache ich wenn ich mit nen Kumpel mit Fahrer.
Zu mal ich selber streng gegen so ein verhalten bin, vor allem wenn immer Umfälle passieren und unschuldige dran glauben müssen

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