Spülmaschine und Backofen an eine Steckdose? Geht das?

5 Antworten

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Ich habe alle anderen Antworten nur überflogen- bin aber entsetzt darüber, was hier so teilweise geschrieben wird.

 

Normalerweise brauchen Backofen (ca. 3 kw) und Geschirrspüler (ca. 2,4 kw) jeweils einen eigenens abgesicherte Steckdose. Auf gar keinen Fall kannst du beide Geräte an eine Steckdose hängen, da du dann mit einem 3-fachverteiler arbeiten müsstest und dann ist ein Kabelbrand schon vorprogrammiert (die Hausratversicherung würde das als grobfahrlässig bezeichnen!)

Für solche Fälle gibt es aber einen Energieverteiler (siehe Foto)

Dieser wird an den Herdanschluss angeklemmt. Nun hast du hier zwei Ausgänge: Ein Starkstromkabel für dein autarkes Kochfeld und ein Kabel mit Kupplung für den Backofen. Alternativ känntest du auch den Geschirrspüler daran anschließen und den Backofen an den anderen Stromkreis hängen. Das ist beides zulässig. Der Anschluss muss allerdings von einem Elektrofachmann oder einem Küchenmoteur mit entsprechender Prüfung durchgeführt werden.

Diesen Energieverteiler kannst du bei deinem Küchenhändler mitbestellen. (Kostenpunkt- je nach Ausführung zwischen 100 und 150Euro)

Viel Spaß mit der neuen Küche

 - (Küche, Elektrik)

Vielen Dank für den Stern

Der letzte Beitrag ist schon etwas her,

aber eine Frage zum Energieverteiler :

Funktioniert das auch, wenn zum Herd nur ein Leiter läuft ? (Einliegerwohnung hängt nur an einer Phase).

Der Energieverteiler hat eine innenliegende Schaltung und würde entweder den Backofen oder nur der Spülmaschine den Strom geben ?

Oder ist das einfach nur eine "Verdrahtung" / Abgang in einem schönen Kunststoffkästchen ?

Ich finde nicht viel über dieses Teil, zumindest was im Inneren geschieht.

Vielen Dank

deinen backofen und das Kochfeld kannst du getrost zusammen an den einen drehstromanschluss (herddose) anschließen. hier hast du 3 phasen frei. 2 davon fürs kochfeld, die 3. für den Ofen.

du kannst natürlich, sofern es erforderlich ist, statt dem ofen auch an besagte 3. phase die spülmashcine anschlißen... dann bliebe dieser anschluss für den ofen frei. wie rum, das ist egal...

lg,<anna

nicht ganz egal, eine Herdanschlussdose ist ein Festanschluss, aus dem man nicht so ohne weiteres einen Steckdosenanschluss basteln kann. Beim Backofen ist es noch einigermaßen gängig diesen auf Festanschluss umzubauen und ein schedisches Möbelanschluss verkauft häufig reine Backöfen (ohne Kochfeld) mit Festanschluss (ohne Kabel mit Schukostecker, trotz Nennleisting kleiner/gleich 3,6kW).

Bei einem Geschirrspüler würde ich das eher als nicht so üblich sehen.

@Sorbas48

das lässt sich relativ einfach bewerkstelligen. anschlussdose ausbauen, zugang zur dose mit dem schmalen kreuzmeißel freistemmen, stück nym kabel einfädeln und auf oder unterputusteckdose je nach platzangebot und zeitaufwand nahe der dose installiren. betreffende phase vor der widermontage der herdanschlussdose mit einer wagokklemme verbinden, pe und N können in der herddose verklemmt werden.

Beide Geräte zusammen sind viel zu stark. Alleine die Spülmaschine zieht über 2kW, da bleibt für den Ofen nur 1,5kW, der braucht normalerweise deutlich mehr.

 

Eine weitere Leitung einziehen ist sicherlich besser als zu riskieren dass die frisch renovierte Wohnung abfackelt oder zumindest die Elektrik schwer beschädigt wird und alles sowiso aufgerissen werden muß.

die Wohnung fackelt nicht ab, es fallen die LS wenn es zu Überstrom kommt, allerding bereitet das auch kein Vergnügen wenn man auf das Geschirr schon wartet oder Kuchen im Backofen zusammen fällt.

@Sorbas48

Nimmt man einen normalen 3-er Stecker, dann kann der Feuer fangen wenn man da so starke Geräte dran anschließt.

@Commodore64

Eine Steckdosenleiste hat da nichts verloren, aber selbst wenn sie nur eine 3 x 1mm² Anschlussleitung hätte wird die nicht abbrennen. Gemäß DIN VDE 0298-4; 2003-08 Tabelle 11, Spalte 5 darf man einen 1mm² mit bis zu 15A belasten. Da maximal ein LS der Type B16 installiert sein darf, kann es zu keiner Überlastung kommen.

 Die thermische Grenzstromdichte für Elektro-Kupfer ist 154A je mm², das ist die Stromdichte bei der nach 1 s Belastung die Leitertemperatur von 35 °C bis 200 °C ansteigt (Wärmeableitung vernachlässigt) und von der sind wir meilenweit entfern.

 Was ich ankreide, das sind unrichtige Formulierungen wie „frisch renovierte Wohnung abfackelt oder zumindest die Elektrik schwer beschädigt“; wie soll eine Elektrik (damit meine ich die Hausinstallation) schwer beschädigt werden, wenn vorher der LS auslöst? Aus den Statistiken kann man sehen, dass die meisten Elektrobrände von ungeeigneten oder schlecht angezogenen Neutralleiterklemmen und anderen Strom führenden Klemmen ausgingen (abgesehen von groben Fahrlässigkeiten mit geflickten oder anderweitig gebrückten Sicherungen oder groben Installationsfehlern)

@Sorbas48

Ein Sicherungsautomat ist kein Schalter. Der kann nur wenige male auslösen ohne verscheißerscheinungen zu zeigen. In der Regel werden die dann einfach nur empfindlicher. Wird der Automat also ständig ausgelöst, dann erzeugt das einen Schaden an der Instalation weil der LS kaputt geht und ausgewechselt werden muß.

Die Frage ist ja Spülmaschine und Backofen an eine Steckdose?? Geht das?

Und das geht eben nicht ohne eine Steckdosenleiste die wie schon richtig gesagt da nichts zu suchen hat.

Schaut man sich die 08/15 Steckdosenleisten an, dann sind die meist nur für 2000W zugelassen. Und oft erwischt man billige Ware aus Fernost die nichts aushält weil die Klemmen mangelhaft sind, das Kabel selber minderwertig ist (Adern ab Werk gebrochen) oder gar irgendwas fehlt (Ich hatte mal eine wo der Schutzleiter nicht funktionierte, das Kabel war 2-Adrig!!!).

Ich hatte auch schon mal eine schaltare Leiste, da steckten zwei Racklettgeräte (2x 1kW) drin. Plötzlich knatterte es, der Schalter flackerte abwechselnd viel heller  und dunkler, dann leuchtete der rote Schalter blau und sprang mit einem Knall durch den Gartenzaun. Zugelassen war die Leiste für 16A (3,5kW)

Wenn das Möbelhaus angegeben hat dass für beide Geräte eine separate abgesichterte Steckdose gebraucht wird, dann ist das so. Dann sind die Wattagen der Geräte so hoch daß das nicht anders geht. Deshalb ist's keine Lösung diese nicht-abgesicherte Steckdose zu benutzen.

Das würde zu Überbelastung der Leitung führen können und ich bin mir sicher daß der Vermieter eventuelle Erfolgschäden durch Feuer nicht schätzen wird. Bist mE bei evt. Körperverletzung sogar strafbar, weil du wußtest daß dieses Gerät eigentlich separat angeschlossen werden sollte.

Ich kann mich kaum vorstellen dass es keine Möglichkeit gibt eine extra Leitung installieren zu lassen, wenn das von einem Fachmann geschieht. Wende dich zuerst mal zum Vermieter. Vermutlich wirst aber diese Installation selber zahlen müssen... 

Kann man nicht eine vorhandene Steckdose absichern lassen???

@Papakind5

Nein das geht nicht, denn diese vorhandene Steckdose ist Teil einer Leitung mit mehrere Steckdosen. Diese ist insgesamt abgesichert auf die maximale Leistung der die Leitung vertragen kann.

Separate Leitung ist eigentlich die einzige Lösung.

Welche Leitung du brauchst hängt vom Backofen ab: ist das ein kompletter Herd (so wie Schraubaer304 erwähnt) dann brauchst tatsächlich 3 Phase Stromanschluss.

Ist das ein einfacher Backofen (bis 3680 Watt) dann kann eine (extra) separat abgesicherte Steckdose genügen. Weil du gesprochen hast über einen Backofen in Hochschrank habe ich nicht die Idee es geht hier um einen kompletten Herd...

Überleg mal mit einem Elektriker und nimm den Daten der Geräte mit.

Was soll  das ganze Theater immer mit Überlastung der Leitungen, Folgeschäde, Feuer, Körperverletzung usw.? Genau dazu sind ja die Leitungsschutzschalter da. Wenn man möchte kann man 100 kW an eine Steckdose anschließen, nur fällt dann der LS augenblicklich und es fließt dann überhaupt kein Strom.

Solange kein Laie an der Stromverteilung manipuliert, solange  DARF an einer fachgerecht errichteten Installation  nichts gefährliches passieren, abgesehen davon gibt es in einer VDE gerechten Installation KEINE Steckdose die nicht abgesichert ist! Wenn kein Leer-Rohr bis zur richtigen Stelle eingezogen ist, dann bedeutet eine neue Leitung auf alle Fälle Mauer aufschneiden! (und wenn es eins gibt, ist nicht gesagt dass man dor auch 3 x 1,5mm² durchbringt)

Ich nehme an das du noch ein Kochfeld hast dann der Backofen und die Spülmaschine.

Rechnung: Kochfeld 5 kW Backofen 3 kW Spülmaschine 2,5 kW sind zusammen 10,5kW ( 10500 Watt) Leistung max. Das wird im Normalfall so geregelt E-Herd samt Backofen bekommen einen Drehstromanschluss 400V/20A sind 3x 230V Spülmaschiene wird mit 16A abgesichert. Du brauchst also nur für die Spülmaschiene eine Steckdose die mit 16 A abgesichert ist. Für dich heisst das entweder Leitungen nachziehen lassen oder du musst zumindest auf die Spülmaschine verzichten. Wenn du glaubst das geht schon irgendwie dann mach dir bewusst das im Schadensfall die Versicherung nicht zahlt da du grob fahrlässig gehandelt hast.Ausserdem werden die Geräte nicht richtig Funktionieren da sie zuwenig Leistung bekommen.

Das ist Blödsinn! Ein Gerät bekommt an der richtigen Spannungen immer die richtige Leistung, es kann nur sein dass der LS fällt, da passiert aber nichts außer dass der Spüler mal für einige Zeit aus ist.

warum sollen die Geräte zuwenig Leistung bekommen, wenn sie an die richtige Spannung angeschlossen sind? Es kann maximal der Strom in der Leitung zu hoch werden und dann fällt der LS, das ist zwar nicht schön aber auch nicht gefährlich.

@Sorbas48

Stichwort Spannungfall, Elektronik läutet da was?

@Schraubaer304

bevor es hier zu einem unzulässig hohen Spannungsabfall kommt, löst vorher der LS aus!

16 A an einem 1.5mm² mit 10 Metern Leitungslänge (= 20m elektrischer Länge) verursacht einen Spannungsabfall von 3,87 Volt = 1,7% an 230V.  Bei ca. 23A löst jeder 16A LS in einer Stunde oder wesentlich kürzer aus. Der Spannungsabfall wäre dann 5,57 Volt und mit 2,4% noch immer innerhalb der 3% Grenze.

Das ist übrigens nicht Elektronik sondern Elektrik

@Sorbas48

Wenn ich Elektronik sage dann meine ich das auch so.

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