Spotify im Geschäft nutzen? GEMA extra zu entrichten?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, Du wirst GEMA-Gebühren zahlen müssen, denn Spotify versendet keine GEMA-freie Musik. Nur wenn die Künstler nicht Partner der GEMA oder vergleichbarer ausländischer Verwertungsgesellschaften wären, würden keine Gebühren für Dich anfallen. Das ist aber nicht der Fall. Und daher ist es egal, ob die Musik aus dem Radio, dem Internet, dem Telefon oder dem CD-Player kommt. Du mußt GEMA-Gebühren zahlen.

Hallo Zusammen, lieber Jürgen,

deine Frage ist nun schon paar Tage alt - aber die Antwort interessiert vielleicht auch heute noch: Ich würde dir und anderen Interessierten gerne ein kleines Update zu dieser Frage liefern. 

Spotify Premium ist nach wie vor nicht erlaubt. Denn die AGB von Spotify erlauben lediglich die Wiedergabe zu privaten Zwecken, die Wiedergabe im öffentlichen Raum ist nicht gestattet. Auch bei der GEMA heißt es im Vergütungssatz VR-OD 9 / I. "Endnutzer ist diejenige Person, welche das Music-on-Demand-Angebot zum privaten Gebrauch nutzt.“

Es gibt allerdings seit kurzem eine legale Variante und zwar: Spotify Business. Hier kann man sich ein Musik-Programm passend für den Laden zusammenstellen und auch zeitbasierte Playlisten abspielen. Das Paket gibt es ab € 24,99.

Kann man machen, aber probiert doch mal etwas Neues aus: RADIOTAPE. Was die Algorithmen dieser Dienste nämlich nicht liefern ist: eine professionelle wie persönliche Musik-Beratung, maßgeschneiderte
Playlisten und kein Einheitsbrei!

Viel Erfolg mit guter Musik!

1) Du muß GEMA-Gebühren zahlen. Immer wenn es um bekannte Musik geht. GEMA-freie Musik existiert, aber deine Kunden, Personal und Du werden das nicht mögen. Richtige Fahrstuhlmusik meinem Geschmack nach.

2) Die AGB von Spotify sind klar (für Free und für Pro Accounts): nur private Nutzung (mit Familien oder Freunde zu hause passt auch). Aber keine gewerbliche Nutzung. Es ist ungefähr wie einen DVD zu mieten und mit 400 Studenten in der Unisaal anzuschauen. Es geht einfach nicht!

3) Spotify ist keine legale Musik-Streaming-Lösung für Restaurants, Friseure und Ladengeschäfte, aber andere Firma bieten das: Moodmedia (Kanada), Ketchup-Musik (Deutschland), Soundsuit (Deutschland), Soundreef (UK), usw.

 - (Musik, Internet, Spotify)

Hallo uebreal,

ich stand vor dem selben Problem und habe mich ausgiebig damit beschäftig, mann ist das kompliziert!! Auch CDS, Radio etc. alles will sich die GEMA bezahlen lassen, das ist der Wahnsinn! Eine Freundin die ein Cafe betreibt, empfiehl mir eine Firma und seit ca. 9 Monaten spiele ich nun Musik mit denen. Ich bin super zufrieden und zahle kaum was und habe auch Rechtssicherheit, dass war mir wichtig war! ich hatte Angst, dass irgendwann eine fette Nachzahlung bekomme. Die sitzen auch in Deutschland, sind sehr nett ich habe einfach eine Mail geschrieben. Vielleicht ist es auch was für dich. Die heißen Epidemic Sound. www.epidemicsound.com

Viel Erfolg für dein Geschäft!

LG

Danke für die Antwort, aber das Problem hat sich schon vor fast 4 Jahren gelöst XD
Aber danke trotzdem

so wie unsere AKM... kassieren, aber keine Ahnung. Ev. Spotify selbst fragen. Ich nehme an der Vertrag von Spotify gilt für private Wiedergabe, nicht für gewerbliche

Muss ein Lied bei einer Schulveranstaltung bei der Gema angemeldet und bezahlt werden?

Hallo, ich habe mich schon durch einige Gema- und Urheberrechtstexte gekämpft, wurde daraus aber noch nicht so recht schlau für meinen Fall.

Bei der Einschulung der nächsten Schulklassen möchte ich die Schüler ein paar Chemie-showexperimente durchführen lassen. Um ein bisschen mehr Pepp in die Sache zu brinden dachte ich, man könne ja auch eine Musikuntermalung einbauen. Ich hatte zum Beispiel an folgendes Lied gedacht: http://www.youtube.com/watch?v=tvriqdS3vsc . (Two steps from hell - Norwegian Pirate) Das Ganze soll einmalig und in einer Turnhalle eingespielt werden. Die Veranstaltung kostet natürlich auch kein Eintrittsgeld oder dient einem kommerziellen Zweck.

Ich habe folgenden Text bei der Gema und einen ähnlichen Im Urheberrecht gefunden:

*> Nach § 52 UrhG sind bestimmte Veranstaltungen von einer Vergütungspflicht freigestellt. Hierbei sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen: Die Veranstaltung darf nicht dem Erwerbszweck des Veranstalters oder eines Dritten dienen.

Die Teilnehmer der Veranstaltung müssen ohne Entgelt zugelassen werden. Ausübende Künstler dürfen keine besondere Vergütung erhalten. Es muss sich um eine Veranstaltung der Jugendhilfe, der Sozialhilfe, der Alten- und Wohlfahrtspfl ege, der Gefangenenbetreuung oder eine Schulveranstaltung handeln.

Die Veranstaltung muss eine soziale oder erzieherische Zweckbestimmung verfolgen.

Die Veranstaltung darf entsprechend dieser Zweckbestimmung nur einem bestimmt abgegrenzten Kreis von Personen zugänglich sein.*

Ich würde jetzt sagen, dass mein Fall unter diese Kategorie fällt und ich nichts zahlen oder anmelden muss. Kann mir jemand sagen, ob ich da richtig liege?

...zur Frage

GEMA und GEZ Abzocker - Sky sowieso!?

Zur ehemaligen GEZ, da wurde ja bereits viel gesagt. Für das, was man bietet, ist eigentlich jede Beitragserhebung zu hoch. Ärgerlich, aber der Staat spielt ja mit! Was mich aber ebenso interessiert bzw. auch im Moment selbst trifft, ist die Beitragserhebung der GEMA. Grundsätzlich - meine Lebensgefährtin hat eine Gaststätte betrieben. Sky wurde angemeldet, obwohl hier auch die Relationen hinsichtlich des Monatsbeitrages - 630 € für eine knapp 60qm große Eckkneipe - nicht stimmten. Ein GEMA-Vertrag musste zusätzlich abgeschlossen werden, obwohl ich mich noch immer frage, woher dieses Unternehmen wusste, dass damals die Kneipe übernommen wurde (es wurde noch renoviert, da stand man schon "auf der Matte"!) Nach 4 Jahren stellten wir fest, dass alle Kosten nicht mehr gedeckt werden können und dass wir uns auf Dauer enorm verschulden würden. Ergo, wurde der auslaufende Mietvertrag nicht mehr verlängert und das Gewerbe zum 31.08.15 abgemeldet. Kopien von der Abmeldung wurden dann unmittelbar nach der Zustellung durch das Gewerbeamt - Mitte Juli - an Sky und GEMA geschickt. Sky akzeptierte zum 31.08.15, weil ja die Kneipe nicht mehr existierte - die GEMA besteht auf der Einhaltung einer Kündigungsfrist und will den Beitrag bis zum 06.11.15 bezahlt haben, obwohl auch gar keine Nutzung mehr möglich ist, weil die Kneipe absolut leergeräumt ist. Nach meiner Auffassung enden alle Verträge dann, wenn ein Gewerbe abgemeldet ist, oder? Hat jemand damit schon einmal Erfahrung gemacht? Ist meine Annahme richtig oder falsch? Ich stecke sehr ungerne einem solchen "Halsabschneiderunternehmen" Geld zu, welches normalerweise - nach meiner Auffassung - nicht mehr nötig ist.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?