Sind Sachen die ich von mir verkaufe, steuerfrei?

11 Antworten

bin mir nicht sicher, ob ich die Einnahmen versteuern muss.

Wenn du die Sachen teurer verkaufst als du sie eingekauft hast, handelst du mit Gewinnerzielungsabsicht. Da du das vermutlich nicht nur einmal machst sondern wiederkehrend, handelst du gewerblich (§ 15 Abs. 2 EStG).

Wer gewerblich handelt, muss ein Gewerbe anmelden (§ 14 GewO) und ist zur Abgabe der Einkommensteuererklärung verpflichtet (ggf. auch Abgabepflicht zur Umsatz- und Gewerbesteuererklärung). --> §§ 25, 46 Abs. 2 EStG, 56 EStDV.

würde das nicht unter einen Festpreis fallen und somit auch nicht steuerpflichtig sein, oder?

Es gibt Restaurants, da bezahlt der Gast, was er für richtig hält. Das Restaurant hat trotzdem dadurch steuerpflichtige Umsätze. Ein Festpreis ist nicht erforderlich für die Steuerbarkeit von Umsätzen oder Gewinnen.

Wenn Du es gelegenlich machst, so ist das einfach verkauf von gebrauchten Sachen.

Aber sobald daraus ein Geschäftsmodell wird, ist es ganz einfach eine gewerbliche Tätigkeit.

Aber selbst wenn Du es versteuern musst bleibt da bestimmt noch genügend übrig.

Bedenke, Du kaufst Unterwäsche, Du spart es sie zu waschen udn bekommst auch noch mehr dafür, als Du selbst bezahlt hast.

Der einzige Aufwand ist die Zeit für Verpackung/Versand, die Werbung in den sozialen Medien udn der Aufwand öfter mal shoppen zu gehen.

Es dürfte Schlimmeres geben.

Ob und wieviel Steuer anfällt, kommt auf Deine übrigen Einkünfte an.

Am Steuerzahlen führt kein Weg vorbei, jedenfalls kein legaler. Aber ist das denn so schlimm? Versteuern musst Du ja nur den Gewinn und nicht die Einnahmen, und selbst wenn Du Spitzenverdienerin bist, lässt Dir das Finanzamt mehr als die Hälfte des Gewinns.

Ich sage mir: Lieber 1000 Euro Gewinn, von dem 44,3% ans Finanzamt gehen, als keinen Gewinn.

Ist nur peinlich, dass beim Finanzamt anzugeben :D Die lesen das doch dann!

@annalina1998

Macht nichts - von dem Gewinn kannst Du Dir locker einen Psychiater leisten, der Dir hilft, das - meiner Meinung nach ohnehin unbegründete - Peinlichkeitsempfinden loszuwerden.

Du hast vor aus privaten Verkäufen (Verkauf von getragenen und ungewaschenen Sachen) ein Geschäft zu machen. Dann betreibst du ein Gewerbe und mußt die Gewinne daraus versteuern. Genau wie Prostituierte die aus einem privatem Vergügen auch ein Geschäft machen.

Nein musst du nicht solange es privat läuft, ... was privat ist hängt von deinem Jahresumsatz ab. Ich weiß jetzt nicht die Grenzwerte, aber ab einem Geiwssen Wert wird dir unterstellt gewerblich zu handeln, und dann musst du Steuern zahlen.

Es ist weniger der exakte Wert als vielmehr die Regelmäßigkeit und Häufigkeit die hier die Definition gewerbsmäßiges Handeln erfüllt. Der Umsatz ist allenfalls ein Indiz.

Aber wie gesagt, probieren kann man es und zu Beginn ist es ja sicher nicht gewerbsmäßig.

@martin0815100

Ok, wiederspreche dir nicht. Aber grundsätzlich ist es erstmal nicht steuerpflichtig ... solange keine der oben genannten Konditionen einen gewissen Wert errreichen.

@Cryptorchid

Ja, deshalb sage ich ja, dass Sie es ausprobieren soll. Wenn es einen Markt gibt sowas entspprechend oft zu verkaufen, macht ein Gewerbe sogar Sinn. Wenn nicht und man nur gelegentlich in unregelmäßigen Abständen seine alten Sachen gegen Geld austauschen will, dann bitte

Was möchtest Du wissen?