Reitunfall - wer zahlt wann?

13 Antworten

Hallo, Deine Krankenkasse übernimmt uneingeschränkt die Heilbehandlungskosten für Dich. Ob sie beim Halter des Pferdes hinterher regressiert braucht Dich nicht zu interessieren. Viel wichtiger wäre für Dich eine eigenständige BU-Versicherung wenn Du vllt. hinterher nur noch eingeschränkt oder garnicht mehr Deinen Beruf aufgrund eines Sturzes ausüben kannst. Deine Gesundheit ist Dein höchstes Gut und soll Dir ein Leben lang Dein Einkommen (Lebensunterhalt) sichern. Denk mal darüber nach. Das gilt grundsätzlich einmal für alle, aber besonders auch für diejenigen, die solche Sportarten ausführen und/oder z.B. auch Motorrad fahren. Die Saison beginnt bald wieder.

vielen dank für die ausführliche antwort! also muss der halter des pferdes die kosten nicht übernehmen,richtig? ja,das ist mir durchaus bewusst, allerdings übt fast jeder einen sport aus und auch bei anderen sportarten kann eine menge passieren. auch wenn reiten eine risikoreichere sportart ist, darauf kann ich einfach nicht verzichten,

@nessilicious

Der Pferdehalter kann nur bedingt zum Schadenersatz herangezogen werden, da die Umständes Deines möglichen Unfalles betrachtet werden müssen, wiewohl eine Pferdehaftpflichtversicherung dringend zu empfehlen ist. Ich würde mich aus diesen Gründen auf kein Pferd setzen solange der Eigentümer nicht das Bestehen einer Tierhalterhaftpflicht ausdrücklich nachweisen kann.

Es liegt mir nicht daran Dir den Reitsport zu vermiesen, immerhin bin ich viele Jahre Motorrad gefahren und meine Lebensgefährtin hatte über 20 Jahre ein Pferd. Ich kenne also beide Sportarten und die dahinter steckende(n) Leidenschaft(en).

die Krankenkasse zahlt zwar zunächst die Heilbehandlungskosten, wird aber den Pferdehalter regreßpflichtig machen. Denn meist handelt es sich bei Pferden, um sogenannte Luxustiere, wo der Halter für einen Schaden auch ohne Verschulden haften muß. Das übernimmt dann die Tierhalterhaftpflichtversicherung, wenn eine besteht.

der pferdebesitzer sollte eine fremdreiter-versicherung abgeschlossen haben.

wenn du sagst, es sei dein pferd musst du das nachweisen, und dann kommst du in die klemme ;)

Normalerweise zahlt deine Krankenversicherung ohne weitere Fragen.

Es kann allerdings passieren, dass die sich nicht allein die Kosten ans Bein binden will und dann nochmal nachfragt, ob es evtl eine Fremdreiterversicherung für das Pferd oder ähnliches gibt. Gibt es die nicht, kann es uU unangenehm für den Besitzer des Pferdes werden. (Hab ich bei ner Bekannten mitbekommen, 1einhalb Jahre nach dem Unfall hatte die KV der Reitbeteiligung sich dann mal an sie gewendet...)

Aber normalerweise springt deine Krankenversicherung ein.

Deine Heilbehandlung wird von Deiner Krankenversicherung bezahlt. Trägst Du bleibende Körperschäden davon, leistet auch Deine private Unfallversicherung. Tritt infolge des Unfalls eine bedingungsgemäße Berufsunfähigkeit ein, dann leistet auch Deine Berufsunfähigkeitsversicherung. Und wenn Du wegen des Unfalls von Deinem Recht auf vorzeitiges Ableben gebrauch machst, zahlt auch Deine Lebensversicherung.

Du siehst: So ein Reitunfall kann sehr lukrativ sein. Wie gut, dass es Versicherungen gibt...

Du siehst: So ein Reitunfall kann sehr lukrativ sein. Wie gut, dass es Versicherungen gibt..

Schade.

Deine Antwort war so gut. Aber mit dem letzten Satz haust Du alles wieder in die Tonne.

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