Was braucht man alles für ein eigenes Pferd/Pony?

5 Antworten

Wissen deine Eltern denn was da kostentechnisch auf sie zukommt? Hier mal meine persönliche Aufstellung:

Versicherung: (Haftpflicht + OP Versicherung, ca. 200€/Jahr) 

Stallmiete: Wäre bei uns bei 300€/Monat inkl. Kraftfutter 

Zusatzfutter: Mineralfutter + Bierhefe, ca. 20€/Monat

Hufschmied: Ausschneiden + Eisen vorne: 80€ ca. alle 8 Wochen

Impfungen: Da Turnierpony, alle 6 Monate Influenza, ca. 50€, Tetanus Auffrischung ca. 30€

Sonstige Tierarztkosten: Im letzten Jahr für verschiedene Verletzungen etc. ca. 3000€ 

Ausrüstung: Neuer Sattel: 1700€, dazu kommen natürlich noch Kosten für andere Ausrüstungsgegenstände wie Trensen, Kappzaum, Halfter, Putzzeug, Gamaschen, Bandagen, Fliegenschutz, Decken etc. Preislich kann man da keine Angaben machen, das kommt halt darauf an was du persönlich haben möchtest und was das Pferd tatsächlich braucht. 

Reitunterricht: Pro Unterrichtsstunde 40€, ca. 3-4 Mal im Monat, für diverse Kurse kommen nochmal ca. 400€/Jahr dazu.

Damit wären wir im Jahr bei ca. 13000€.... 

Das ist leider vielen Leuten (und auch vielen Eltern) gar nicht bewusst was da auf einen zukommt. Und da war jetzt noch keine ernsthafte Erkrankung dabei sondern nur ein paar kleinere Koppelverletzungen, Zahnkorrektur usw. Bitte sprich daher vor dem Kauf unbedingt nochmal mit ihnen ob sie das tatsächlich tragen können und wollen! Ich habe schon oft solche Fälle wie deinen erlebt und am Ende wurde das Pony wieder weitergeben weil es den Eltern auf einmal zu teuer wurde.

Hinzu kommt dass du ja so ein Pferd die nächsten Jahrzehnte besitzt - somit muss auch abgeklärt sein dass DU irgendwann diese Kosten von den Eltern übernehmen kannst. Sprecht euch außerdem ab was passiert falls du mal wegen Ausbildung/Studium etc. umziehen musst? Wer versorgt dann das Pferd? 

Ich weiß dass es wahrscheinlich dein Traum ist ein eigenes Pferdchen zu besitzen aber bitte mach dir auch bewusst dass es dem Tier auch mal schlecht gehen kann und ihr dann in der Lage sein müsst es artgerecht behandeln und Versorgen zu lassen.. 

DIE Frage kenne ich von meinen RB's auch, manche kommen mit Träumen, manche zum reellen lernen...

 letztere haben es allesamt geschafft, daher hier eine ausführliche Anleitung aus meiner umfangreichen Homepage:

http://Pferde-im-alter.jimdo.com

worüber Sie bei der Pferdesuche gründlich nachdenken sollten
Warum  möchte ich ein eigenes Pferd?

(Du brauchst vdiese fragen niemandem zu zeigen, ABER DU solltest sie ehrlich vor dir elbst beantworten!)

weil ich ein Grundstück von 10000 qm oder mehr habe und das nicht dauernd mähen will oder an Fremde verpachten möchte

weil ich gerne wandere, aber kein Gepäck tragen will

weil meine Freundinnen auch alle eines haben

weil ich die sturen, dummen, bemitleidenswerten, bösen, oder, oder , oder .. Reitschulpferde satt habe

weil ich etwas zum Betüdeln möchte und auch mal spazieren reiten will

weil ich Turniere reiten will

weil....

 Wofür möchte ich ein Pferd? 

zum Reiten,

Fahren, 

Rasenmähen,

zum Züchten, 

für die Schau,

für die ganze Familie

 Was soll mein zukünftiges Pferd können? Wie soll es sein?

1)    Allgemeines

Geschlecht, Farbe, Größe, Rasse, Gangarten, Alter

2) Ausbildung

halfterführig, longiert, ausgeleint/ausgelappt, an Sattel und Reitergewicht gewöhnt

an- oder aber eingeritten bis zu welchem Leistungsstand

welcher Reitstiel (z.B. englisch, western-pleasure, Trail,  Gangpferd, spanisch, wanderritterfahren, usw)

verkehrssicher, geländesicher, nachtsicher, verladefromm, landmaschinensicher, therapieerfahren,

ohne Unarten wie buckeln, steigen, wälzen mit Reiter, durchgehen, headshaking usw.

3)    Umgang

schmiedefromm, verladefromm, beißt und schlägt nicht

nicht eifersüchtig,  nicht futterneidisch

kinderlieb,  tierlieb

ruhig oder temperamentvoll

sensibel oder  cool

langsam oder schnell

    oder differenziert (z.B. flotter Schritt, langsamer Jog, flotter Trab, gemütlicher Galopp, Rennpass, -Tölt  usw)

 Haltung: Wie möchte und kann ich mein Pferd halten bzw. halten lassen?

hinterm Haus in Eigenregie,

Außen- oder Innenbox mit/ ohne täglicher Tagesweide im Sommer und täglichem Paddock im Winter

Box, Laufstall oder  Offenstall

eigener separater Paddock ganzjährig/ nur im Winter

Weidegang ganzjährig/ nur Sommer

oder, oder, oder

Selbstversorger oder mit Fütter-Service

Futter wird vom Stallverpächter gestellt: a) nur die Futtermittel,
die der Verpächter aussucht, b)alle gewünschten Futtersorten (ggf. gegen
Aufpreis) c) Verpächter besorgt nur Einstreu und
Rauhfutter, und die Besitzer holen Kraftfutter, Müsli etc selbst und
geben es zum Verfüttern an den Futtermeister ab.

Wer bestimmt über die Futterzeiten?

Wer bestimmt die Futtermengen? Nach welchen Kriterien? Mit welcher Qualifikation?

Wer überprüft die Qualitäten und weist mit welchem Erfolg ggf.
muffiges, verschimmeltes Heu, übergorenes Silo oder klumpig-schimmeligen
Hafer zurück?

 Welche „Fehler“ kann ich in Kauf nehmen?

z.B. statt 148cm Stm nur 138cm bei jeweils kräftiger Statur

oder statt 155cm  über 175cm bei gleich sanftem Wesen

„falsche“ Farbe, „falsches“ Geschlecht, zu jung, zu alt,

„falsche“ Rasse

stur statt bloß ruhig,  oder aber Raser statt nur leichtrittig

dämpfig, Ekzemer, Rehe-gefährdet, fehlsichtig,

supersicher aber bretthart oder butterweich aber schreckhaft

usw...

 Was kann ich meinem neuen vierbeinigen Freund bieten?

Ganzjährigen Auslauf mit anderen Pferden, einen trockene,
windgeschützten Platz bei schlechtem Wetter, viele verschiedene Kräuter
und Gräser, jederzeit einen festen und einen feuchteren,
mistfreien Platz zum Wälzen, mindestens 
alle 2 Tage 2-5 Stunden Zeit zum schmusen, pflegen, spazieren gehen,
lernen, massieren, spielen, auch mal
reiten, gründlicher anschließender Pflege, einen guten Futter- und
Stallmeister mit dem „richtigen Auge“ für jedes Pferd, einen
zuverlässigen Schmied mit Geduld auch für „Problemfälle“ und der
Toleranz auch für „neuen“ Hufschutz wie z.B. Hufschuhe, einen
jederzeit erreichbaren Tierarzt mit ganzheitlichem Wissen auch über
„alternative“ Heilmethoden... 
und Sie als einen Menschen, der in langen Jahren oder intensiven Kursen
gelernt hat, wie Pferde leben, fühlen, agieren; der Dominanz ausstrahlen
kann auch ohne
Peitsche in der Hand, der ruhig und gelassen zum Pferd kommt und die
Hektik des Arbeitstages schon daheim abgestreift hat, der sich nicht
nur in reiterlichen Techniken sondern auch im Umgang
ständig weiter bildet um sich immer besser ins Pferd ein zu fühlen,
um in der Hilfengebung immer leichter zu werden, dem das Pferd vertrauen
kann und für den das Pferd alles ihm Mögliche tut.
Bieten Sie ihm auch die nötige Zeit - selbst wenn es gerade nicht
paßt, bleiben bei ihm bei Kolik oder Verletzung, auch wenn schon ein
16-Stunden-Tag hinter ihnen liegt, alle anderen in die Disko
gehen oder im Ofen der Weihnachtsbraten verschmort? Und wenn Sie
mitten in der Gewitternacht von der Polizei rausgeklingelt werden wegen
eines Baumes, der auf den Weidezaun gestürzt ist,
reparieren Sie dann im strömenden Regen sofort das Desaster?

 Und was kommt am Ende heraus?

Tja, es kann passieren, daß sich jetzt herausstellt, daß es, wenn Sie ganz ehrlich zu sich sind,  noch zu früh für ein eigenes Pferd ist!

Nicht traurig sein! Sie haben jetzt mit dieser Erkenntnis mehrere neue Wege offen:

suchen Sie sich ein Pflegepferd bei einem sachkundigen Besitzer und guten Trainer. Schauen Sie viel zu, klauen Sie mit den Augen, fragen Sie nach
dem wie, was und warum etwas gemacht wird. Lernen Sie so viel Sie nur können, eventuell auch reiten.

Besuchen Sie einige Kurse in Horsemanship und lernen Sie dort, wie
man mit Pferden verantwortungsbewußt und sinnvoll umgeht und arbeitet.

Versuchen Sie einen guten Lehrer zu finden, der später, wenn das
Abeuteuer eigenes Pferd endlich begonnen hat, Sie und Ihr Roß weiter
betreut, damit Sie das Erlernte nun anwenden und festigen
können.

Wenn aber die äußeren Umstande stimmen, dann noch einige Tipps:

Bitten Sie den Verkäufer, Ihnen das Pferd vor zu führen oder vor zu
reiten und beobachten Sie, ob das Pferd ihm vertraut und gehorcht und
wie ggf. mit Ungehorsam umgegangen wird.

Besuchen Sie das Pferd mindestens 3mal oder besser öfter; am besten,
Sie vereinbahren eine Ankaufuntersuchung und verzögern diese ein klein
wenig, um in dieser Zeit möglichst täglich längere Zeit
mit dem Pferd zusammen sein zu können und sich vom Vorbesitzer
erklären zu lassen, wie es bisher behandelt worden ist, was es kennt,
was es mag, was es fürchtet, was es gerne frißt, u.v.m.. Wenn
möglich, sollten Sie das Pferd in dieser Zeit auch mehrfach unter
Anleitung reiten und auf alle Fälle mit ihm im Gelände/Verkehr spazieren
gehen. Ist alles o.k. und auch der Tierarzt findet keine
störenden Mängel, haben Sie reiflich Zeit für Ihre Entscheidung
gehabt.

Hat das Pferd Papiere und einen Pferdepaß? Der ist seid 2000 gesetztlich vorgeschrieben für alle Equiden.

Sie können die nötigen Formulare gleich bei der Ankaufuntersuchung
ausfüllen lassen. (Kosten z.B. mind. 120,-DM insgesamt für ein
Freizeitpferd ohne deutschen Abstammungsnachweis)

Auch eine Probezeit ist eine gute Idee, doch gehen nicht alle
Verkäufer darauf ein. Wie wäre denn eine Probezeit auf dem Hof des
Verkäufers (natürlich gegen Futterkosten)?

Oder

Sie finden fast per Zufall ein Roß, das in vielem von Ihren
Wunschvorstellungen abweicht, aber bei dem Sie das Gefühl haben, sich
sofort mit ihm zu verstehen, akzeptiert zu werden und sich
jederzeit wohl und sicher zu fühlen. Wenn es vier Beine hat und
gesund genug ist - nehmen Sie es! Denn was nützt das theoretisch genau
passende Pferd, wenn die „Chemie“ nicht stimmt?

Und ein wenig rechnen sollten wir jetzt auch noch.***

 

Oder wie ist es, wenn sich Ihre Kinder oder Enkel ein eigenes Pferd oder Pony  wünschen?

 


Kosten der Pferdehaltung bei Haltergemeinschaft oder eigener Haltung Stnd 2013



die Kosten der Pferdehaltung steigen genauso wie unsere normalen Lebenshaltungskosten,

  daher nur kurz einige Anhaltspunkte:

  2013 kostet das billigste 250g-Päckchen Butter 89 Cent,

die SozialMiete in Bremen max. 6,50€ pro qm,

eine  mittelprächtige Stadtwohnung in Bremen

zwischen 2000 und 4000,-€/qm Kauf- bzw. Baukosten

und

ein Freizeit-Kleinpferd, gesund und angeritten oder aber 14 und mehr Jahre alt 2500,-€ bis wesentlich mehr - je nach Jahreszeit, Gegend und Können.

Kleinpferde mit Mängeln

können wesentlich weniger in der Anschaffung kosten, bringen aber
meist hohe monatliche Zusatz-Kosten für deren besondere Versorgung
(Medizin, Tierarzt; Spezialbeschlag, Spezialfutter u.v.m.) und
immer wieder mal Ausfallzeiten; oder sie sind grundsätzlich nur noch
gering belastbar.

Rechnen Sie in jedem Fall

noch einmal 2500,-€ für die Basisausrüstung vom Halfter bis zum Sattel, von der Allwetterdecke bis zum Mähnenkamm dazu.

Je nach Unterbringung fallen täglich ca. 1-2 Stunden Arbeit für das Pferd morgens und abends an, dazu monatliche Futter-Kosten von

50,- bis 600,-€ an.

Hinzu kommen die notwendigen, üblichen Impfungen, Wurmkuren, der Hufschmied, die Versicherungen, Trainergebühren, Verbands- und ggf.
Vereinsbeiträge
, die pro Jahr leicht noch mal 1000,-€ und mehr ausmachen.

Außerdem sollten Sie für jederzeit mögliche  Katastrophen wie OP, Unfall usw. den gesamten Anschaffungswert des Tieres, mind. aber 2000,-€ sicher auf'm Sparbuch liegen
haben.

Nach meiner Erfahrung braucht man dies Sparbuch alle 5-10 Jahre...

Grundausstattung  (Sattel, Trense, Halfter, Abschwitzdecke,...) je nach Qualität ca. 1000,- €

Stallmiete / Außenhaltung je nach Wohnort zwischen 220,- € und 480,- € /Monat

Koppelbenutzung (bei Boxenhaltung) ca. 80,- €/Monat 

Versicherung, Reitverein,... ca. 500,- € / Jahr 

Tierarzt, Hufschmied wenn nichts besonderes ansteht ca. 500,- € / Jahr (Voraussetzung das Pferd bleibt gesund) 

Außerdem sollte man etwas Geld für unvorhersehbare Ausgaben zu Seite stellen. Es kann immer etwas sein. 

Die Beträge sind allerdings von Stadt zu Stadt anders. In ländlichen Gebieten ist es oft günstiger ein Pferd zu halten als in den Ballungsräumen. 

Danke😇

Reitunterricht ist nicht drin. Und für 1000€ kriegst du vielleicht die Ausrüstung, aber auf keinen Fall inklusive Sattel. Eintausend Euro für alles mit passendem Sattel schafft man nie und nimmer so, dass Sachen auch länger als ein Jahr zu benutzen sind. Der Sattel alleine schlägt mit Anpassungen mit 800-2600 zu Buche, wobei teurer da natürlich immer geht.

@MiniWini2016

Sorry miniwini, aber mit diesem Kommentar zeigst du deutlich, dass du selbst vom wissen und der Erfahrung her nicht weit genug bist um so etwas wie hier gefragt einzuschätzen...,

Komplettset für 250€..., und das soll 1. super passen?, 2. langlebig sein, also tatsächlich ein Leben halten, ohne großartige Materialschäden aufgrund täglicher Beanspruchung ?  3. man muss niemals nachbessern... ? 

Nun gut. Was dich in meinen Augen aber völlig disqualifiziert ist die Aussage mit dem reitunterricht..., so nach dem Motto, "ach ich reite mal zwei Jahre mit ab und zu Unterricht, und dann kann ich alles, und werde mein reiterliches können über Jahre nun so aufrecht erhalten können (ohne einschleichende Fehler und unbewusste Veränderungen)  und mit auftauchenden Problemen kann man schon irgendwie selbst zurecht kommen..wird schon schiefgehen..." 

geht gar nicht dieser Vorschlag und diese Einstellung. Denn letztendlich badet das Pferd jahrelang Flasche Behandlung aus.

@CarosPferd

Ich bin mit Pferden und somit mit dem Reitsport aufgewachsen und habe selber ein eigenes Pferd. 

Ich weiß nicht wie lange die Fragestellerin bereits reitet und wenn sie bereits eine Reitbeteiligung hat dann wird sie keine Anfängerin sein. Ich würde zumindest keinen Anfänger auf meinem Pferd reiten lassen! Ob jemand noch Reitstunden braucht oder nicht muss jeder selber wissen. 

Was das Starterpaket angeht... ich habe vor einige Jahren selber so ein Paket gekauft und dies hat ihm Vergleich zu einem teuren Sattel genauso lange gehalten. Teuer muss nicht immer besser sein. 

Ich werde mich jetzt auch nicht mehr weiter dazu äußern da ich die Frage so beantwortet habe mit den Beträgen welche ich ausgegeben habe bzw. ausgebe. 

Kosten hängen davon ab wo du wohnst.

Naheliegend, dort zu fragen, wo du deine Rb hast.

Dort jemanden deswegen zu Löchern ist echt easy.

Aso okay danke

Im ganz groben Durchschnitt brauchst du 500,- im Jahr. 

Du könntest auch einfach googlen, ich hab diese Frage bestimmt schon 3x ausführlich beantwortet...

500€ im Jahr? Du meinst wohl im Monat

@Shiggyisttoll

Hoppla! Natürlich im Monat. War wohl mit den Gedanken woanders. Danke!

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