Pendlerpauschale - wie viel bekomme ich letzendlich zurück?

5 Antworten

Eine Steuerrückerstattung bekommst du nur, wenn du auch Steuern zahlst. Dein zu versteuerndes Einkommen verringert sich um diese 1039,50. Wenn du tatsächlich nur diese drei Monate gearbeitet hast, ist das eine NULL-Nummer. Du kannst dann nur für das nächste Jahr einen Verlustvortrag machen.

Wieso Verlustvortrag? Er verdient 2.000 EUR pro Monat, das sind in 3 Monaten 6.000 EUR.

6.000 EUR - 1.039,50 EUR = 4.861,50 EUR.

Wo soll da ein vortragsfähiger Verlust sein?

Die 1039,50 € sind Werbungkosten, die von Deinen Einnahmen abgezogen werden.

also ich pendel jeden tag von aschaffenburg bis Frankfurt das sind rund 50 km einfache fahrt. ich hab kollegen die fahren die selbe strecke und bekommen am ende des jahres ca. 600 euro zurück (auch ca. 2000 brutto). ich mach es anders ich hab mir ein freibetrag auf die lohnsteuerkarte machen lassen und habe somit ein freibetrag von 177 euro im monat das sind im jahr 2124 Euro klar das kommt jetzt nicht wirklich raus aber ich habe gemerkt das ich ungefähr 100 euro mehr bekomme als kollegen die auch die steuerklasse 1 haben. Das ist immerhin 1200 Euro im jahr also doppelt soviel wie mein kollege ^^

Ah okay danke! Dann werde ich mal zu meinem Finanzamt gehen.

Aber wieso sind das denn nur 600 €???? Das ist ja mal richtig richtig wenig. Dachte man bekommt über 3000 € zurück,wenn man das ganze Jahr pendelt.

Natürlich bekommst Du keine 1039,50 zurück. Du mußt lediglich für die Summe, welche Du für die Fahrten zur Arbeit bezahlt hast, keine Einkommensteuer zahlen. Und da Du nur drei Monate im Jahr gearbeitet hast, liegt Dein Jahreseinkommen unterhalb von 8004 Euro. Dies ist der Grundfreibetrag, den Du steuerfrei verdienen kannst. Somit bekommst Du sämtliche Steuern zurück, die Dir schon vom Lohn abgezogen wurden.

Also ich habe das ganze Jahr gearbeitet, pendel aber erst seit Oktober 2011. Davor hatte ich einen Arbeitsweg von 5 Kilometern.

Wesentlich weniger als Du für den Weg zu Arbeit ausgibst. Wie einige meiner Vorschreiber schon bemerkten wirkt sich die Pendlerpauschale nur steuermindernd aus.

Oder anders ausgedrückt: Wenn Du für einen Euro Bruttolohn den du verdienst 15% Steuern bezahlen müsstest, dann wären das 15 ct welche Du pro Euro Werbungskosten zurück bekommst.

Allerdings werden jedem Arbeitnehmer unabhängig davon ob er Werbungskosten hat ein Betrag von 1000,- zugestanden. D.h. Werbungskosten machen sich bei der Einkommenssteuererklärung erst bemerkbar wenn die Nachweisbaren Werbungskosten den Betrag von 1000,- € übersteigen.

Und jetzt kommt der Hammer:

Wenn Du dein AG in einer Entfernung von 50 km von deinem Wohnort liegt, dann kostet dich die Fahrt mit dem eigenen PKW im Jahr (210 Arbeitstage - wenn der gefahrene KM 44 ct kostet)

Pro Jahr: 9240,-

Und bekommst davon bei einer Progression von 15 % 315,- zurück - bei deinem Bruttolohn möchte ich bezweifeln dass sich der Job für dich rentiert.

Und bekommst davon bei einer Progression von 15 % 315,- zurück - bei deinem Bruttolohn möchte ich bezweifeln dass sich der Job für dich rentiert.

Das ist eine Milchmädchenrechnung. Man kann die Rentabilität eines Jobs nicht von der Lohnsteuererstattung aufgrund der Pendlerpauschale abhängig machen. Der Job würde sich erst dann nicht lohnen, wenn er soviel Fahrtkosten hätte, dass sie einen größeren Teil seiner Einnahmen ausmachen.

@PatrickLassan

Wenn jemand 2000 Brutto verdient und ca 743,- an Aufwendungen für den Weg zur Arbeit hat, dann gibt er ungefähr die Hälfte von dem aus, was er Netto verdient.

Am Anfang fällt das noch nicht so auf, weil man das Auto ja schon hat und man "nur tanken" muss aber viele Km machen auf Dauer viel kaputt.

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