Pärchen. Beide haben das "Down-Syndrom". Dürfen diese Menschen zusammen Kinder zeugen?

5 Antworten

Die Frage ist zwar schon eine ganze Weile her, aber ich will mal meinen Senf trotzdem noch dazu geben. Was jetzt das Down Syndrom angeht: So sind Männer generell unfruchtbar, aber nicht Frauen und bei diesen bestünde dann zu 50 % die Möglichkeit, dass der Nachwuchs ebenfalls mongoloid ist. 

Quelle: Das absolut lesenswerte Buch "Dagmar", aus dem Gespräch der Mutter Dagmars mit einem Arzt, der speziell auf Down Syndron spezialisiert ist und sehr viele dieser liebenswerten Menschen auf ihrem Weg begleitet hat. 

Liebe Grüße

Nun, Deutschland trägt die Bürde des Nationalsozialismus und seiner Euthanasie u. a. von Behinderten. Das schafft eine Verantwortung, die nicht halt macht vor den Menschenrechten Behinderter. Sie haben ein gesetzlich verankertes Recht auf Kinder. Die Kinder haben aber gesellschaftlich verankerte Rechte im SGB VIII. Wir hatten damals einen Fall in der Lebenshilfe, wo einem behinderten Paar das Kind nicht weggenommen wurde nach der Geburt nach zähen Verhandlungen mit dem Jugendamt auf Verbleib des Kindes bei den Eltern mit einer 24/7 Betreuung, die einen enormen Kostenfaktor darstellte. Selbst diese flankierenden Maßnahmen haben nicht ausgereicht, um das Kindeswohl zu gewährleisten und das Kind wurde fremd plaziert.

Ein Gesetz darüber gibt es nur für (auch nicht-behinderte) Geschwister: Die dürfen keine Kinder bekommen, weil die Gefahr für Erbkrankheiten erhöht ist.

Für Eltern die selbst behindert - aber nicht verwandt - sind, gibt es kein Gesetz. Das heißt, sie dürfen Kinder bekommen, auch wenn diese mit Garantie auch behindert werden.

Der Sinn dahinter ist, dass man keine klare Grenzlinie zwischen "vermehrenswert" und "nicht vermehrenswert" ziehen kann. Denn wie wollte man einteilen, wer sich gerade so noch vermehren darf und wo das Verbot beginnt? Die Erfahrungen der Nazi-Zeit will man in D-Land eben nicht wiederholen. Man verlässt sich deshalb auf den Verstand der Betroffenen und ihrer Pfleger, dass sie gar keine Kinder erst zeugen, obwohl sie es dürften, wenn ihre Behinderung denn unzumutbar ist.

wenn ihre Behinderung denn unzumutbar ist

Und WER entscheidet das bitte?

@Dea2010

Das entscheiden sie selber. Viele Behinderte verzichten auf Kinder, weil sie ihre Behinderung nicht vererben wollen. Andere hingegen wollen ganz gezielt z.B. gehörlose Kinder, weil sie ihre Behinderung nicht als negativ erleben.

@halbsowichtig

Unsinn. Es wird in der Regel von den betreuenden Personen entschieden. Normaler Weise von den eltern, die sich im Falle einer Schwangerschaft dann mit hoher Wahrscheinlichkeit zu großen Teilen auch um das Kind kümmern dürfen.

Das geht in Richtung von "unwertem leben"! Und das ist tiefbraunes gedankengut.

WENN jemand mit Downsyndrom ein selbstbestimtmes leben führen kann, dann hat er auch das Recht, selbst darüber zu entscheiden, ob er sich Kidner zulegt.

Gerade das Downsyndrom ist sehr sehr breit angelegt mit utnerschiedlichster Ausprägung! mit geleichem Gendefekt kann der eine Betroffene selbstbestimmt leben, arbeiten etc udn ist nur "leicht beeinträchtigt" während der Nächste schwerst ebtroffen ist udn ohen Dauerpflege nicht leben kann.

Wer als Behinderter Dauerbetreuung benötigt, wird ohnehin standardmäßig (die Frauen) mit Verhütungsmitteln versorgt von der Pflegeeinrichtung. Denn diese Behinderten haben meist auch keine tatsächliche sexuelle Selbstbestimmung, sie sind leicht manipulierbar und das ist der gefährliche Punkt.

Die Trisomie 21 tritt in den allermeisten Fällen spontan auf, das bedeutet, dass eine Vorbeugung nicht möglich ist. Die sog. Translokationstrisomie 21 (etwa 5% der betroffenen Trisomiepatienten) kann von der daran erkrankten Mutter (!) weiter vererbt werden. Bei der "normalen" Trisomie 21 kann auch bei beidseitig erkrankten Elternteilen gesunder Nachwuchs zur Welt kommen. Da nicht viele Down-Paare gemeinsamen Nachwuchs haben, geht man statistisch von einer 50:50 Chance aus...

Der Staat verbietet gar nichts wegen der Lasten im Krieg (wurde gemacht und wurde nicht so super angenommen). Embryos die mißgebildet sind gehen aber oft ab.

Mit dem Krieg hat das nichts zu tun. Die Aussage "wurde nicht so super angenommen" in Zusammenhang mit Euthanasie zu bringen ist deplatziert udn menschenverachtend.

Ungewollt Vater, was nun?

Ich habe vor ein paar Wochen eine Frau kennengelernt, mit dem "Ziel/Wunsch" eine Beziehung mit ihr einzugehen. Wir haben uns im Vorfeld auch über Kinder usw unterhalten, waren uns einig das wir beide noch welche haben möchten. Allerdings stand bei mir bis vor kurzem biologisch zu 95% fest, das ich ohne ärztliche Unterstützung keine Kinder zeugen könne.

Wir haben ein rasantes Kennenlern-Tempo gehabt bei dem es dann auch zum Sex kam. Zuerst geschützt.....irgendwann auch mal ungeschützt. Laut ihrer Berechnung an den nicht fruchtbaren Tagen und mit meinem gesundheitlichen Hintergrund.

Es hat sich herausgestellt das wir uns zwar mögen, aber eine Beziehung kein Thema ist.

Nun ist sie schwanger und will das Kind unbedingt bekommen. Ich bin dagegen. Zumal wir nicht zusammen sind und die Voraussetzungen einfach nicht passen. Sie hat zwei Tests gemacht und beide sind positiv. Laut ihr kann nur ich der Vater sein. Dem Ganzen traue ich aber nicht.

Ich habe mir nun nochmal einen Termin beim Arzt besorgt um meine Zeugungsfähigkeit testen zu lassen. Denn diese lag bereits vor 17 Jahren bei nur 5%. Weder mit meiner Exfrau, noch mit der Partnerin danach war eine Zeugung auf normalen Wege möglich.

Ich habe ihr gesagt, das ich für ein gemeinsames Kind nicht bereit bin. Auch sie hat noch berufliche Pläne die sie nun hinten anstellt. Sie wäre auf sich "allein" gestellt.

Kann und muss ich mich um das Kind kümmern, obwohl ich es nicht will? Das Unterhalt gezahlt werden muss ist klar.

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