Können wir uns gegen Nachbarn wehren, der uns wg. Kinderlärm terrorisiert?

5 Antworten

Alle müssen sich an die Ruhezeiten und an eine angemessene Lautstärke halten - auch wenn man Kinder hat. Es ist schwierig für uns zu beurteilen, in wie fern der Lärm durch euer Kinder überhaupt noch besteht, man merkt ja auch, dass ihr euch echt Mühe gibt. Ich würde nochmals auf ein Gespräch zwischen allen Beteiligten (eure Familie, der Nachbar und die Verwaltung) setzen und dort auch ganz klar kommunizieren, dass diese Situation so untragbar für alle ist. Wenn ihr euch guten Gewissens an die ganzen Vorschriften usw. hält und er trotzdem weiter terrorisiert durch klopfen usw., dann ist das ebenfalls Belästigung und damit macht er sich strafbar und nicht ihr euch.. Aber wie gesagt, für Aussenstehende ist diese Situation schwierig zu beurteilen. Viel Glück! 

Also ich stoße mich schon an dem Begriff KinderLÄRM. Kinder machen keinen Lärm! Mittlerweile hat Gott sei Dank auch der BGH erkannt, dass Kinder keinen Lärm machen sondern, dass das was als Lärm empfunden wird, Ausdruck von Lebensfreude ist. Gesetzliche Ruhezeiten sind 22.00 - 07.00 Uhr, die berühmte Mittagsruhe von 13.00 - 15.00 gibt es nicht mehr. Allerdings sollte man schon darauf achten, dass die Kleinen nicht übermäßig laut werden, dass das manche stört, muss man auch verstehen, insbesondere wenn sie arbeiten müssen. Wir sind aufs Land gezogen, in unserem Haus können die Kinder so laut sein, wie sie wollen, das hört niemand. Also: Haus kaufen, ob du nun Miete zahlst oder den Kredit, ist ziemlich egal, zahlen musst du ja eh...

Diese "Lebensfreude" kann in Kindergärten und in Schulpausen in Extremfällen die Lautstärke eines Preßlufthammers erreichen (wurde per Messungen nachgewiesen!), und bei solchen Werten, auch wenn sie nur zeitweise erreicht werden, ist vom Arbeitsrecht her bereits ein Gehörschutz vorgeschrieben. Die Aufsichtspersonen haben also durchaus und im eigenen Interesse die Aufgabe, nicht alles durchgehen zu lassen. Hier geht es allerdings nicht um extremen Lärm, sondern um normale Lebensäußerungen, die auch von einem geräuschempfindlichen Nachbarn hinzunehmen sind (bekanntlich gab es schon Gerichtsverfahren zu Geräuschentwicklungen durch nächtliches Duschen oder Pinkeln im Stehen!). Wenn der Nachbar Klopfterror macht --> einfach mal zurückklopfen. Ein "Lärmtagebuch" ist immer gut, darin sollte man übrigens auch die Zeiten festhalten, in denen man gar nicht zu Hause ist - durch solche Nachweise wurde schon mehr als ein "lärmgeplagter Nachbar" als Lügner entlarvt, denn wenn niemand daheim ist, kann niemand Lärm verursachen... 

Also der Nachbar meiner Freundin der ganz oben wohnt, bohrt sogar an Feiertagen um 7Uhr morgens. Da drunter wohnt eine Frau die ständig ekelhaft hustet.

Für mich wäre so eine Situation nichts. (wie dein Nachbar mir bestimmt zustimmt) Ich wohne in einer Wohnung die sehr dicke wände hat. Ich höre die Kinder Gott sei Dank nicht und brauche absolute Stille um zu entspannen.

Wenn es den Nachbarn so sehr stört, dann muss er leider umziehen. Man sucht sich die Nachbarn nicht aus. Was er da verlangt von euch ist intolerant. Ich würde es auch doof finden und mich darüber aufregen. Aber ich würde mittags nicht runter rennen oder so und Jemanden anpfeifen der ein Kind hat.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Er zahlt Miete für seine Wohnung und fühlt sich eben von deinem Kind belästigt. Ich denke, dass dein Kind auch dementsprechend viel Lärm machen wird und dann hast du auch zu Sorgen, dass das nicht mehr der Fall ist! 

Hoffentlich geht es für deinen Nachbarn gut aus! Kinder dürfen sich nicht alles erlauben dürfen! 

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