Neue Wohnung, kein Strom?

5 Antworten

Der Vormieter hat seine Stromrechnung nicht bezahlt, weswegen der Netzbetreiber den Zähler gesperrt hat. Bei welchem Fremdanbieter der Vormieter nicht bezahlt hat, ist dabei unerheblich. Der Netzbetreiber wird den Zähler erst wieder frei schalten, wenn die offenen Beträge ausgeglichen sind.

Da der Vermieter jedoch eine bewohnbare Wohnung zur Verfügung stellen muss, bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Schulden des Vormieters zu begleichen. Dafür hat er hoffentlich noch eine ausreichende Kaution.
Sobald die Forderungen beglichen sind, was wohl schon der Fall ist, wird beim Netzbetreiber ein Termin zur Freischaltung gesetzt. Bei Dir wohl der 16.03.2017. Meiner Erfahrung nach hat man überhaupt keine Chance, dass vorher jemand ins Haus kommt, um die Plombe zu entfernen. Selbst sollte man unbedingt die Finger davon lassen, da man sich strafbar machen würde.

Das Versäumnis liegt in diesem Fall beim Vermieter. Er kann nicht eine Wohnung vermieten, in der es keinen Strom gibt. Somit ist die 100-prozentige Mietminderung auch berechtigt.
Theoretisch könntest Du auch noch eine günstige Ersatzwohnung oder Übernachtung in einer Pension oder einem Hotel beanspruchen. Das solltest Du aber wirklich nur nach Absprache mit dem Vermieter tun.

Der Vermieter hätte sich kümmern müssen, dass zum Mietbeginn die Stromversorgung gewährleistet ist. In diesem Fall durch den Grundversorger (Stadtwerke).

Wohnung ohne Strom berechtigt zu 100% Mietminderung. Ebenso ohne Heizung.

Es muss meines Erachtens seitens des Grundversorgers sofort die Stromlieferung aufgenommen werden.

Merkwürdig, dass dich das erst eine Woche später stört. Ich hätte mich schon im Vorfeld, also vor meinem Einzug, um die Anmeldung gekümmert. Dann wäre dir auch klar gewesen, dass es bei der Stromversorgung zu Verzögerungen kommen kann. Und du hättest rechtzeitig dagegen steuern können. Jetzt musst du damit leben. Ich warne davon, die hier von einigen "Ratgebern" empfohlene Mietminderung vorzunehmen, denn dieses Versäumnis kann man dem Vermieter nicht anlasten. Ich jedenfalls würde dir da sofort kündigen. So kannst du kein Vertrauensverhältnis zum Vermieter aufbauen. Dann bist du schneller wieder auf der Straße, als dir lieb sein kann. Aber das Leben im Auto bist du ja nun schon gewöhnt.

Die Wohnung hab ich kurzfristig angemietet, der Vormieter war wohl einige Zeit nicht mehr da (Spinnweben in der Dusche).

Ich will nicht mal ne Mietminderung, ich möchte einfach nur Strom haben. Im Normalfall ist lt. Aussage Energieversorger der Strom am nächsten Tag da, hier ist das Problem der Fremdanbieter.

@cesur1234

Da hat man dir aber Märchen erzählt. Der Fremdanbieter kann nicht den Anschluss sperren, das könnte nur der Netzbetreiber. Diesem war mitzuteilen, dass der Kunde nicht zahlt. Die Folge wäre die Umstellung auf Grundversorgung. Diese muss immer gewährleistet sein.

Zum Mietbeginn hat der Vermieter dafür zu sorgen, dass sich die Wohnung in einem vertragsgemäßen Zustand befindet. Dazu gehört auch die Absicherung der Stromversorgung durch den Grundversorger.

Der Neue Mieter hätte lediglich im Vorhinein mit einem Wettbewerber eine Stromliefervertrag zu besseren Konditionen vereinbaren können. Das benötigt aber einer mehrwöchigen Vorlaufzeit. Da das Mietverhältnis kurzfristig zu Stande kam, war das hier in diesem Fall nicht machbar.

Das Recht auf Mietminderung bei Ausfall der Stromversorgung um 100% ist unbenommen, zumal hier offensichtlich der Vermieter einer seiner Hauptpflichten nicht nachkam.

Deine Antwort ist sehr tendenziell zynisch und nicht hilfreich.

Jeder kann sich freuen, dass er nicht dein Mieter ist. 

@albatros

Deine Antwort ist sehr tendenziell zynisch

Wenn du wüsstest, wie wurscht mir das ist.

Jeder kann sich freuen, dass er nicht dein Mieter ist.

Auch das ist mir wurscht. Geht der eine, kommt der nächste. Und ein paar Monate Leerstand sind mir auch wurscht, weil ich davon nicht leben oder kreuzfinanzieren muss.

Jedenfalls wäre es bei mir so, dass wenn ein Mieter, der gerade die Mietsache übernommen hat, gleich mit einer Mietminderung anfängt, das Vertrauensverhältnis so nachhaltig und irreparabel zerstört, dass er wieder raus fliegt. Und ich vermiete schon lange genug, dass ich auch Wege kenne, die justiziabel sind.

Mich wundert es, dass der Netzbetreiber angeblich so spät erst freischalten kann. Bei uns geht sowas innerhalb von 48 Stunden.

Aber Ansprechpartner ist hier der Vermieter, der hat sicher zustellen, dass die Wohnung bewohnbar ist bei Anmietung bzw. hätte er Dich darüber informieren müssen.

Ja, weitere Mietminderung und, echt, Eine Übergabe wurde gemacht und dabei hat niemand auch nur einmal irgendwo einen Schalter betätigt? Was der Strom mit der Heizung in einer Wohnung zu tun hat, hm, da habe ich echt keine Ahnung. Heizt du mit Strom?

Letztendlich ist der Vermieter nicht für die Energieversorgung zuständig, aber es kann schon nerven, wenn man gerade so etwas übersieht und nicht damit rechnet.

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