muss ich unverschuldete minusstunden nacharbeiten?

3 Antworten

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Du hast einen Arbeitsvertrag. Hier ist geregelt, wie viele Stunden du an wie vielen Tagen in der Woche arbeiten musst. Nicht nur du musst dich daran halten, auch dein Arbeitgeber. Sprich du hast ein Anrecht auf die im Vertrag zugesicherten Stunden. Wenn dein Arbeitgeber dir nun weniger Stunden zuteilt, lass es dir schriftlich geben, dass das 'scho passt'. Da du sonst Gefahr läufst, regresspflichtig zu werden. D.h. deine Minusstunden können mit Urlaubstagen oder mit einer Gehaltreduzierung ausgeglichen werden.

Bzgl. dem Nachtdienst. Wernn hier im Arbeitsvertrag vom 3-Schicht-System die Rede ist, muss sich auch hieran der Arbeitgeber halten. Er kann dich nicht einfach aus den Schichten nehmen, wie es ihm passt....

das passt schon- sagt der zu allem und jeden,wenn ich sowas schriftlich verlange lehnt er es ab

@likatoma

Dann verweise auf deinen Arbeitsvertrag. Ansonsten würde ich meinen Arbeitgeber abmahnen.

@deFleescha

darf ich sowas tun? hört sich ja gut an

@likatoma

Natürlich darfst du das. Du bist, genau wie der Arbeitgeber, Vertragspartner. Wenn einer der Vertragspartner vertragsbrüchig wird, kann der andere abmahnen. Dies dient letztlich auch als Nachweis, dass man selbst den Arbeitgeber auf sein Verhalten aufmerksam gemacht hat und um Änderung bat...

Letztlich kann ein mehrfaches Abmahnen auch zu einer fristlosen Kündigung von Seitens des Arbeitnehmers führen. Also wie der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer kündigen kann, so kann auch der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber kündigen ...

@deFleescha

ja wäre auch logisch gut zu wissen danke für die anworten

Hierbei kommt es zunächst darauf an, ob ein Arbeitszeitmodell (Arbeitszeitkonto) besteht. Es ist entscheidend, ob eine Regelung im Arbeitsvertrag , im Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung getroffen ist. Jedoch kann sich ein Modell auch aus der betrieblichen Übung ergeben, also dadurch, dass es tatsächlich angewandt wird.

Gibt es eine solche Regelung nicht, mußt Du die Stunden nicht nacharbeiten, § 615 S. 1 BGB. Dass der Arbeitgeber Sie nicht für die vereinbarte Arbeitszeit ausreichend beschäftigen kann, darf sich nicht zu Ihrem Nachteil auswirken. Für Dich spricht, dass Du der konkreten Einteilung widersprochen hast und Deine weitere Arbeitskraft audrücklich anbieten möchtest.

Bei einer fest vereinbarten Arbeitszeit gerät der Arbeitgeber in Annahmeverzug, wenn er den Arbeitnehmer nicht beschäftigt und muss das volle Gehalt weiterzahlen. Der Arbeitnehmer muss die Stunden nicht nacharbeiten.

ahja super antwort vielen lieben dank

Dann seid ihr wohl "überbesetzt".

Was steht im Arbeitsvertrag über Minus-/Mehrarbeitsstunden? Freizeitausgleich - Gehaltsausgleich?

ich habe lediglich eine stelle im arbeitsvertrag gefunden dazu : die regelmäßige arbeitszeit beträgt durchschnittlich 38,5 stunden die woche,beginn und ende der täglichen arbeitszeit richten sich nach dem dienstplan des arbeitgebers,die arbeitszeit kann verlängert werden wenn in diese regelmäßige und im erheblichen umfang nur arbeitsbereitschaft fällt.der arbeitnehmer ist verpflichtet im gesetzlichen zulässigem rahmen sonn,feiertag und nachtarbeit zu leisten ,die arbeitszeit und die arbeistfreien tage richten sich nach dem dienstplan. so mehr steht dazu nicht drin

laut meinem chef sind wir immer überbesetzt aber er ändert ja nix dran

Minusstunden unverschuldet

Hallo, es sind hier zwar schon einige Antworte bezüglich meiner Frage, aber wie schaut es in dem Fall aus? Habe einen Arbeitsvertrag, der mit 38.5 Stunden die Woche festgelegt ist. Arbeite im Einzelhandel, was auch manchmal bedeutet zu bestimmten Zeiten werden es halt mehr Stunden als die im Monat mit 165,5 Gesamtstunden. Was auch zum Abbau von Minusstunden im Januar genommen wird. Nun haben wir bereits Mai 2011, ich habe mittlerweile schon fast 50 Minusstunden und bei uns ist zur Zeit die Situation: 3 Festangestellten in Vollzeit - ich mit dabei - und eine Kraft, die in der Woche mit 20 Stunden beschäftigt wird. Unser Chef schreibt die Dienstpläne und ich habe ihn bereits mehrere Male - auch in Gegenwart der Kollegen - darauf hingewiesen, dass ich monatlich nicht auf meine vollen Stunden komme. Antwort von Chef: Sieh es als Kurarbeit an. Befürchte aber, dass diese Minusstunden noch mehr werden und ich gar nicht hinterherkomme, diese abzuarbeiten. Zumal bei uns keiner - bis auf die 20 Stunden Kraft und eine Kollegin - direkt auf seine Stunden kommt - Ein Kollege arbeitet noch immer 140 Minusstunden vom Vorjahr ab. Frage: Was kann mir bezüglich der Minusstunden passieren? Und was mache ich, wenn die Minusstunden noch mehr werden? Übrigens, wir habe momentan wenig zu tun, aber unser Chef musste noch eine Aushilfe einstellen mit 15 Stunden die Woche. Wird mit mit Zunahme der Minusstunden langsam zu heikel. Danke für Eure Antworten.

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