Muß ich als mieter die teure Gebäudeversicherung des Vermieters mitbezahlen?

5 Antworten

Kommt darauf, wie groß das Haus ist und welchen Anteil du für deine Wohnung an der Gebäudeversicherung zahlen musst.

Die Haftpflichtversicherung für ein Mietshaus mit 10 Parteien kostet in München ca. € 150,00, die Gebäudeversicherung ( Brandversicherung, Leitungswasser- und Sturmver- Sicherung) ca. € 1.500,00.

Bei 10 Wohnungen zahlt jeder davon 1/10.

Frag doch einfach mal im Internet bei einem Versicherer nach. Wenn die Versicherung nicht total aus dem Rahmen fällt, hat der Eigentümer die Entscheidung, welche Versicherung er wählt. Es kommt auch auf den Zustand de Gebäudes an.

Hallo smitty,
sprich deinen Vermieter mal darauf an, ob es nicht eine günstigere Art der Versicherung gibt. Man soll gar nicht glauben, wie viele Eigentümer sich in diesen Belangen nicht richtig auskennen und z.B. eine zu hohe Versicherung nach einem Nutzungswechsel einfach weiterlaufen lassen, weil ihnen selbst gar nicht klar ist, dass sie über- oder sogar falsch versichert sind.
Eine günstigere Versicherung dürfte ja auch im Interesse des Vermieters liegen, da er ja schließlich mit einem Anteil von grob zwei Dritteln an den Gesamtkosten auch selbst sparen kann.
Ich würde deinem Vermieter also gar nicht vorrangig Arglist sondern eher Unwissenheit unterstellen.
Mit freundlichen Grüßen
Larmid

schau dir einfach mal die police und die rechnungen beim vermieter an-belegeinsicht.

im grunde genommen ist es ein absolut umlegbarer posten den die mieter zu tragen hab.

Lass dir, und das muss der Vermieter, dir die Originalrechnungen für die Versicherungen vorlegen und dann kannst du kontrollieren, was Recht ist. Allerdings scheint mir der Beitrag von über 1000 Euro etwas sehr weit aus der Luft gegriffen zu sein..dass muss ja schon ein Gewerbebetrieb in stark hochwasser- und sturmgefährdeter Zone sein mit einer Ausstattung, die jedes 7 -Sterne-Hotel verblassen lässt

Du schreibst "... war früher mal ne Firma". Die Versicherungsprämien für Gewerbebetriebe sind höher. Die für Wohngebäude sind niedriger. Vermutlich hat dein Vermieter die Nutzungsumwandlung des Gebäudes der Versicherung nicht gemeldet; vielleicht darf auch keine Nutzungsumwandlung gemacht werden.

M.E. brauchst Du nur die Anteile für eine angemessene Wohngebäudeversicherung (auch bei Haftpflicht) zu zahlen. Sofort zum Mieterverein oder Anwalt! Guck Dir die Prämienrechnungen u. ggfls. die Policen an. Wenn da nicht "Wohngebäude...." auftaucht, dann sofort eine Kopie verlangen. Aber nicht über die Zulässigkeit mit dem Vermieter argumentieren, sondern erst die Kopie als Beweismittel besorgen. (;-)

Was kann ich tun, wenn mir die Nebenkostenabrechnung zu hoch erscheint?

Guten Tag,

ich habe ein Problem mit meiner Nebenkostenabrechnung für das letzte Jahr.

Ich wohne in einer 43qm² 1 Zimmer Wohnung. die monatlichen nebenkosten betragen bei mir 150€. Jetzt will mein Vermieter eine Nachzahlung von rund 400€.

Was mich daran etwas aufregt, ist, dass die kosten pro Wohnung gerechnet werden und nicht pro Kopf. Heißt, ich wohne alleine, bin 4 Monate im Jahr nicht mal in dieser Wohnung, aber da das ganze pro Wohnung und nicht pro Kopf berechnet wird, zahle ich den Wasserverbrauch der, z.b 4 Köpfigen Familie über mir mit.

Was mich auch recht stutzig gemacht hat waren die kosten der Gebäudeversicherung von fast 900€. Es hat einen Moment gedauert, bis ich verstanden habe, dass damit die Sach- und Hausratsversicherung gemeint ist. Ist die Versicherung für ein Haus mit 6 Wohnparteien immer so teuer?

Soll ich bei meinem Vermieter nach den Unterlagen nachfragen, die das ganze Begründen, oder einfach still das ganze bezahlen?

Edit: da mir geraten wurde die NK Abrechnung anonymisiert noch hochzuladen schreib ich sie noch hin.

Steuern der Stadt:                                                  3520,63€

Müllabfuhr, Straßenreinigung, Schmutzwasser

Gebäudeversicherung:                                           878,70€

Haftpflichtversicherung:                                          231,24€

Wasser:                                                                   775,47€

Kabelfernsehen:                                                      875,63€

Strom allgemein:                                                     351,75€

Schornsteinfeger:                                                      53,76€

                                Gesamtkosten:                       6687,18€

dividiert durch 6 Wohneinheiten                              1114,53€

abzüglich Vorauszahlung 12 x 60€                            720,00€

(hier hatte ich vorhin noch meine Heizukosten noch dazugerechnet, die aber klar nicht dazu gehören. Das war ein Fehler meinerseits.)

Ihre Nachzahlung beträgt                                             394,53€

Außerdem scheine ich die Hausratsversicherung mit der Haftpflichtversicherung verwechselt zu haben. In meinen NK steht Sach-und Haftpflichtversicherung. Diese gehören ja zur Gebäudeversicherung und werden in dem Mietvertrag auf die Mieter umgelegt. Von der Gebäudeversicherung selbst steht nichts in meinem Mietvertrag, deswegen bin ich auch leicht verwirrt, warum Gebäudeversicherung und Haftpflichtversicherung getrennt aufgereiht wird.

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Kann der Mieter einer Eigentumswohnung Abrechnungsbelege fordern?

Die Situation:

  • Eine WEG-Verwaltung erstellt für den Eigentümer einer vermieteten Eigentumswohnung eine Jahresabrechnung (Einzelabrechnung).
  • In der Abrechnung sind umlagefähige und nicht umlagefähige Kosten separat aufgeführt, um dem Eigentümer die Abrechnung mit seinem Mieter zu erleichtern.
  • Die Abrechnung wird durch einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft genehmigt und angenommen.
  • Anschließend erstellt der Eigentümer auf Grundlage seiner eigenen Abrechnung eine Betriebskostenabrechnung für seinen Mieter.

FRAGE 1: Kann nun der Mieter bei der WEG-Verwaltung Einsicht in die Rechnungen fordern?

Nach meiner Meinung NEIN, weil der WEG-Verwalter verpflichtet ist, sämtliche Angelegenheiten der WEG gegenüber Nichteigentümern vertraulich zu behandeln. Diese Verpflichtung gilt auch gegenüber dem Mieterbund und gegenüber Rechtsanwälten.

FRAGE 2: Kann der Mieter bei seinem Vermieter Einsicht fordern?

Nach meiner Meinung JA - allerdings beschränkt sich das auf die Einsicht der Jahresabrechnung für den Eigentümer - nicht aber auf die Belege der Verwaltung, die zu dieser Abrechnung geführt haben. Außerdem kann er Einsicht in alle Belege zu den Positionen fordern, die sich nicht aus der Abrechnung des Eigentümers ergeben (also z.B. Grundsteuer oder Kleinreparaturen).

Mein Bauchgefühl sagt dazu folgendes: Die umlagefähigen Kosten werden für den Vermieter durch die Genehmigung und Annahme der Jahresabrechnung festgesetzt. Nur dieser Beschluss bildet die Rechtsgrundlage für eine Zahlungspflicht des Vermieters und damit für die Entstehung der Kosten. Die Grundlagen, auf denen wiederum die Eigentümerabrechnung entstanden ist, sind hierfür nicht von Bedeutung. Selbst wenn die WEG-Abrechnung falsch wäre, aber der Beschluss über die Genehmigung nicht angefochten wurde, würde sich daran nichts ändern.

so, liebe Gemeinde :) Ein BAUCHGEFÜHL ist die eine Sache ... aber wer kennt die Wahrheit?

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