Mehrwertsteuer zurückholen bei Selbstständigkeit

5 Antworten

ganz ehrlich geh zu so einem Existenzgründerseminar , auch wenn es was kostet!

du hast anscheinend absolut keine Ahnung und wenn man mal ehrlich ist die Antworten die dir bis jetzt gegeben wurden sind alle nix halbes und nix ganzes und werden dich sicherlich nicht zum gewünschen Ergebniss bringen!

Die Kurse bei der IHK werden aufjedenfall hier bei uns in der Region immer von Steuerberatern gemacht die die Leute da auf einen guten Grundkentnissstand bringen!

Vertrau mir.. ist in deinem Fall die einzigste und beste Lösung! Viel Erfolg

was heißt hier nichts halbes und nichts ganzes,

ich habe klar gesagt, Kurs besuchen ist bei Ihm Grundlage

Habe die Unterschiede erläutert zu

  • Hauptgewerbe
  • Kleingewerbe

Nur was will man hier alles erläutern, er hat ja auch kaum geschrieben was er vor hat und wie er sich das vorstellt.

das ganze sollte ihm hier aber mal zu denken geben

viele die sich selbständig machen sind nach 5 Jahren pleite und überschuldet

@DahleRieger

ja eben ich sag ja dass er keine ahnung hat und dass hier nix halbes und ganzes geantwortet wurde ( wie von mir auch ) weil es einfach viel zu viel wäre was ihm hier erläutert werden müsste! das war keinerlei kritik an irgendwelchen antworten die hier gegeben wurden!

Letzte Frage zuerst: muss man nicht, kann man aber. Und hilft natürlich. Jetzt zur Mehrwertsteuer: Entweder, du bist von Anfang an Kleinunternehmer und kannst glaubhaft machen, dass dein Umsatz nicht mehr als 17.500 Euro beträgt - dann zahlst Du keine Mehrwertsteuer, kannst dir aber auch nix zurückholen. Das nennt sich Kleinunternehmerregel. Oder du verzichtest auf die Kleinunternehmerregelung. Dann musst Du aber für jede Leistung, die du jemandem in Rechnung stellst, die Mehrwertsteuer dazurechnen und an das Finanzamt abführen. Von diesem Betrag darfst du dann als sogenannten Vorsteuer die Mehrwertsteuer abziehen, die du gezahlt hast.

Als Beispiel:

Du kaufst für 1190 Euro Waren inkl. 190 Euro Mehrwertsteuer. Diese Waren willst Du für 2000 Euro verkaufen - dazu kommen dann wieder 19%, also musst du 2380 Euro berechnen. An das Finanzamt musst du dann 390 Euro berechnete Steuer minus 190 Euro gezahlte Vorsteuer, also 190 Euro zahlen. Kaufst Du dir noch ein Auto für 11900 Euro inkl. Mehrwertsteuer, dann darfst du auch die 1900 Euro Mwst. als Vorsteuer abziehen - dann würdest du in dem Monat 190 - 1900 Euro zahlen müssen, das ist aber ein negativer Betrag, den bekommst du also zurück (1710 Euro). Schreibst Du eine Rechnung über eine DIenstleistung, musst du auch Mwst. ausweisen - auch die geht dann ans Finanzamt.

Bist du aber Kleinunternehmer, musst Du auf deine Rechnungen keine Mwst. schreiben - bekommst aber auch keine Vorsteuern wieder.

du musst dich nicht bei der IHK anmelden. Wenn du nur eine sehr geringfügige Beschäftigung ausführst (maximal 17.500€ Einkommen im Jahr) musst du dich nur beim Finanzamt selbstständig melden. Wenn du ein größeres Gewerbe planst, musst du zum Gewerbeamt und dich dort anmelden. Dort füllst du ein entsprechendes Formular aus und bekommst dann später Post vom Finanzamt und von der IHK. Bei einer größeren Beschäftigung solltest du btw auch zur Gründerberatung gehen. Wenn du unter dne 17.500€ im Jahr bleibst, kannst du dir aussuchen, ob du die MwSt für deine Arbeiten abführen willst oder nicht. hat den Vorteil, dass du ggf keine Steuer abführen musst und netto mehr verdienst. Hat aber auch den Nachteil, dass du keine Steuern zurück bekommst, wenn du dir ein Auto kaufst und das für deine Tätigkeit nutzt. Wenn du mehr verdienst, musst (!) du die MwSt abführen und dann kannst du auch Steuern bspw für dein Auto zurückbekommen...

Gewerbe muss immer angemeldet werden.

hat den Vorteil, dass du ggf keine Steuer abführen musst und netto mehr verdienst

Umsatzsteuer ist neutral - das erhöht nicht das Netto!!!

Erstmal beim Gewerbeamt anmelden. Dann kaufen, dann funktionierts mit Mwst-Erstattung. Klar, gibts Unterschiede. Existenzgründerkurs braucht man nicht, wär aber in deinem Fall wohl angebracht. Ich würds erstmal lassen und zu so einem Kurs gehen.

Viel Erfolg

maratonga

Du kannst dich auch ohne IHK selbständig machen, sofern du nichts beim Arbeitsamt beantragst! Wenn du ein Gewerbe anmeldest, bekommst du einen Vordruck vom Finanzamt, in dem du dich für Kleinunternehmer oder "normal" entscheidest. Bei dem Kleinunternehmer, brauchst du die eingenommene Ust nicht an das FA weiterleiten, bekommst aber auch keine Vorsteuer zurück! Als "Normaler" kannst du für deine Ware, ebenso für dein Auto die Vorsteuer zurückholen. Bedenke aber, dass du das Auto nicht prozentual mehr privat nutzt, da kommen sonst Rückforderungen vom FA!!!

Als Kleinunternehmer nimmt man erst gar keine Umsatzsteuer ein! Und zu Unrecht ausgewiesene Umsatzsteuer ist trotz Kleinunternehmertum an das Finanzamt abzuführen!

@ErsterSchnee

Man nimmt sie schon ein, darf sie aber nicht ausweisen (damit kann sie auch keiner vom FA zurückholen!).

@Ladenstuebchen

Ob man sie einnimmt, ist doch vom Preis abhängig? Und man verkauft nunmal besser, wenn man günstiger ist als die Konkurrenz!

Wenn also die Konkurrenz für 100 Euro netto plus 19 Euro USt verkauft, hat man als Kleinunternehmer die Möglichkeit, beim selben Gewinn für 100 Euro zu verkaufen. Wo hat man denn da die Umsatzsteuer eingenommen? (Und wenn man für 119 Euro verkauft, erhöht man zwar den Gewinn, wird aber extremst unattraktiv für Geschäftskunden.)

@ErsterSchnee

Als Kleinunternehmer bist du generell unattraktiv für Geschäftskunden, da sie sich durch deine Rechnungslegung keine Vorsteuer ziehen können. --- Außderdem ist der Wareneinkauf immer die Kalkulationsgrundlage, ob mit oder ohne UST. Ich kann auch mit Ausweis der USt günstiger sein, wie ein Kleinunternehmer! ---- Die Kleinunternehmerregelung ist mit Vorsicht zu genießen. Eine Beratung beim Steuerberater ist sinnvoll, da man sich für 5 Jahre festlegt.

@Ladenstuebchen

Nein das stimmt definitiv nicht !!

Als Kleinunternehmer nimmt man keine MwSt. ein, da macht man sich sogar strafbar.

Bei der Gewerbeanmeldung ist schon zu melden, das man als Kleinunternehmer tätig sein möchte.

Das bedeutet,

17.500 € maximal Umsatz im Jahr.

kommt man nur ein mal darüber, dann gilt ab dem nächsten Jahr die Regelung nicht mehr.

Ein Beispiel, ich nehme

im 1. Jahr 14.000,-- ein im 2. Jahr. 17.000,-- ein im 3. Jahr 25.000,-- ein

bis zum Ende des 3. Jahres gilt dann die Kleinunternehmer Regelung keine MwSt. eingenommen und keine abgeführt

ab. 4. Jahr wird das Gewerbe automatisch umgewandelt in ein Standardgewebe und bleibt für 5 Jahre bestehen dabei spielt es keine Rolle ob du nun wieder 14.000 oder 25.000 einnimmst, du musst die MwSt. ausweisen und abführen

Auf einer Rechnung eines Kleinunternehmers muss zwingend stehen, das Du Kleinunternehmer bis und nach $ 19 UStG von der MwSt. befreit bist.

Deine Rechnung weist dann am Ende wie folgt aus

als Beispiel

125,00 € Netto

0,00 € MwSt

125,00 € Brutto

ich habe nach 40 Jahren Hauptberuf meine Hauptgewerbe abgemeldet und bin nun als Rentner im Kleingewerbe tätig,

@Ladenstuebchen

Als Kleinunternehmer ist man doch nicht generell unattraktiv für Geschäftskunden, das ist doch wieder völliger Unsinn!

Es ist für einen Unternehmer doch kein Unterschied, ob er (um bei meinem obigen Beispiel zu bleiben), ob er beim Kleinunternehmer 100 Euro bezahlt oder bei einem "normalen" Unternehmer 119 Euro bezahlt und 19 Euro Vorsteuer vom Finanzamt erstattet bekommt. Im Endeffekt hat er beide Male nur 100 Euro bezahlt - warum sollte da ein Kleinunternehmer unattraktiver sein?

Das ist nicht korrekt,

Die IHK hat für 90 % aller Betriebe einen Pflichtbeitrag von 150,-- das hat nichts mit Arbeitskräften zu tun

@DahleRieger

Ein IHK Kurs ist keine Pflicht zum selbständig machen! Darum ging es. Weiterhin kommst es auf das Unternehmen an, bei dem was du meinst, ob IHK der Handwerkskammer. Ich denke, wenn man sich selbständig macht, sind so viele Fragen zu klären und das Wenn und Aber abzuwägen, da könnten wir hier noch viel schreiben...

Was möchtest Du wissen?