Kredit für Wohnungskauf?

5 Antworten

Mein Einkommen Beträgt 2.160€ Netto

Eng bei dem Investitionsvolumen.

Und mein Eigenkapital liegt bei etwa 35000€

Das ist wenig, zumindest, wenn die Wohnung für den Eigennutz bestimmt ist. Für die Kapitalanlageimmobilie sollte das ein gutes Polster sein.

Kann mir jemand sagen, wie die Bank auf diese Informationen reagiert?

Nein, kann man nicht abschließend, da Informationen fehlen.

Dein verfügbares Kapital vom besagten Nettoeinkommen ist relevant und ebenso ob die Wohnung selbst bewohnt werden soll oder als Kapitalanlage dient (dann wäre noch interessant zu wissen wie hoch die Kaltmiete ist und welche Kosten für die Verwaltung und Rücklage anfallen).

sagen wir ich könnte 900€/Monat abzahlen

Damit wärst du bei 2,5% Zinssatz in 30 Jahren noch nicht fertig.

Bzw Könnte ich Mit meinen Angaben ein Ganzes Haus kaufen mit sagen wir etwa 6 Wohnungen?

Nein. 2 Wohnungen vielleicht. Ein 6-Parteien-Haus mit ensprechender Lage würde weit mehr Kosten als 285.000,- €. Hast du eigentlich die Kaufnebenkosten auf dem Schirm?

  • Grunderwerbssteuer (abh. vom Bundesland 3,5 - 6,5% des Kaufpreises)
  • Notargebühren
  • Grundbucheintrag
Duch die Mieteinnahmen kommt ja dann eigentlich genug zusammen für die Monatliche Rate

Das ist der Sinn einer Kapitalanlageimmobilie.

So darf die Bank aber nicht rechnen. Die Tilgung nebst Zinsen musst du (theoretisch zumindest) aus deinem frei verfügbaren Nettoeinkommen berappen können, sonst kriegst du kein Darlehen.

Vgl. u.a. Wohnimmobilienkreditrichtlinie.

dann stehe ich quasi schlechter da, als ich dachte o.O

Alle Nebenkosten sind in die 285000 einberechnet.

Wie machen das andere die schlechter verdienen & schon Kinder haben?

@derderder
Wie machen das andere die schlechter verdienen & schon Kinder haben?

Die kriegen keine Immobilien oder haben schon seit Jahren welche, ggf. geerbt oder über Familienmitglieder verschenkt.

Wenn die 285k inkl. KNK sind, dann sieht es etwas besser aus, als was ich eingangs gerechnet hatte.

Also man muss unterscheiden zwischen Eigennutzung (Sachwert) und Kapitalanleger (Ertragswert)
Hier bist Du Ertragswertorientiert (6 Wohnungen)
Das bedeutet nur zu denken die Miete deckt die Darlehensrate ab, das klappt dann ist ein guter Ansatz aber so nicht realistisch.
Meine Erfahrung seit 1989 hier als Faustregel wäre:
- Kaufpreisnebenkosten für Grundwerbsteuer Makler Notar sollte mit Eigenkapital vorhanden sein
- NACH dem Kauf sollte ein freies Vermögen von etwa 20% des notariellen Kaufpreises vorhanden sein.
Damit man im Falle eines Mietausfalles die Rate kompensieren kann.
Unter diesen Voraussetzungen ist der Erwerb eines Ertragswertobjektes prüfenswert.
Haben Sie so ein freies Vermögen (bsp. bezahltes eigenes Objekt, Aktien, LV, etc.)?

Die Wohnung wäre für mich, quasi Eigennutzung. Klappt das mit dem Kredit?

@derderder

Hallo derderder, Sie kaufen ja ein Ertragswertobjekt und keine einzelne Wohnung was dann etwas anderes wäre.
Würden Sie ein Haus oder eine Wohnung zur Eigennutzung kaufen wäre das wirklich prüfbar aufgrund Ihrer Angaben.
Wo wohnen Sie denn in Deutschland?

Ein Nettoeinkommen in Höhe von EUR 2.160,- würde ich nicht als hoch bezeichnen.

Sollten Sie die Wohnung zur Eigennutzung kaufen, werden Sie wohl kaum von der Bank einen Kredit in dieser Höhe erhalten.

Von ihrem Eigenkapital gehen noch die Kaufnebenkosten, wie Notar, Grunderwerbssteuer, evtl. Makler etc. ab.

Außerdem müssen Sie von den EUR 900,-, welche Sie monatlich aufwenden können, auch noch das monatliche Hausgeld abziehen! Je nach Größe der Wohnung liegt dieses bei EUR 150,- bis EUR 300,-.

Bei einem derart geringen Nettoeinkommen ist an den Kauf eines Hauses nicht zu denken! Es kann bei Mietern jederzeit zu Zahlungsausfällen kommen.

Ein ganzes Haus, das gut dasteht, wirst Du kaum kaufen können, da dies wesentlich mehr kosetet. Nur auf die Mieteinnahmen lässt sich keine Bank ein.

Es ist immer empfehlenswert, 10% an Eigentkapital zu haben. Wenn Du alleine bist, solltest Du den Kredit bekommen.

Das kommt jetzt auf die Lage der Wohnung an. Betrachtet die Bank die Stadt als preistechnisch überhitzt, so wird sie mind. 30% Eigenkapital verlangen. Ist dies nicht das Fall so könnten deine gut 10% reichen.

Offensichtlich passt es in keinem Fall für ein Haus.

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