Kollege öffnet einfach fremde Gehaltsabrechnung

5 Antworten

Oh ja, Verletzung des Briefgeheimnisses ist eine Verletzung arbeitsvertraglicher Verpflichtungen, und kann ein Grund für eine fristlose Kündigung sein. Die sehe ich hier zusätzlich dadurch gerechtfertigt, das der Öffner die Daten öffentlich an Dritte weitergibt.
Das würde ich als Arbeitgeber (der ich auch bin) jedenfalls riskieren, und wenn das Arbeitsgericht nicht einlenkt, sie in eine fristgerechte Kündigung umwandeln, oder einen Aufhebungsvertrag aushandeln. Der Arbeitnehmer würde aber in keinem Falle noch einmal einen Fuss in meinen Betrieb setzen.

Das selbe ist mir passiert, war die letzten 3 monate krank geschrieben da ich am knie operiert wurde, als ich wieder auf arbeit war erfuhr ich das ein leiharbeiter meine Lohnabrechnung geöffnet und überall rumerzählt was ich verdiene und noch nebenbei so sprüche wie , der verdient das garnicht usw... werde morgen früh zum chef gehen und sofort handeln, was wird aber danach passieren die leute die das wissen und es nicht zugeben wollen bzw nicht als zeuge aussagen möchten sind dann mitschuld oder verstehe ich es falsch? Dieser typ ist sowas von unverschämt und hat jetzt bis mittwoch urlaub, ich hoffe er kann für immer urlaub nehmen!

Selbstverständlich, das Vergehen rechtfertigt eine Abmahnung. Und ich würde ihn sogar wegen Störung des Betriebsfriedens kündigen.

Und ob er das kann. Das ist eine Unverschämtheit sondergleichen und außerdem eine Verletzung des Briefgeheimnisses.

Das ist sogar ein Verhalten das ohne Abmahnung zur fristlosen Kündigung berechtigt. Weiter liegt ein Verstoss gegen das Brief und Postgeheimnis vor, das durchaus bei vorsätzlicher Wiederholung nicht mehr als Ordnungswidrigkeit geahndet wird. Zudem verstösst derjenige gegen gehen mehrere unterschiedliche Rechtsbelange, die unterschiedlich betrachtet werden zu mehreren Verurteilungen führen (wünschenswert) können. Im Ergebnis führt das zum Einen zum Verlust des Arbeitsplatz und zum Anderen zu erheblichen Geldstrafen. Ich empfehle auch den Arbeitgeber aufzufordern einzuschreiten und parallel verschiedene Strafanzeigen zu stellen. Wichtig ist die Beweisführung. Sollte die noch nicht geschehen sein, bitte ein Protokoll anlegen. Datum, Uhrzeit, Anwesende, Betroffene und Betreff über 3 Monate protokollieren. Die Zeit solltest Du Dir noch nehmen, dann steht einer fristlosen Kündigung und weiterer Strafanzeigen nichts mehr im Wege.

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