Kollege öffnet einfach fremde Gehaltsabrechnung

11 Antworten

Das ist eine Straftat http://kuerzer.de/bjv2sPQqx und sogar ein Grund für eine fristlose Kündigung. Hatte mit so einem Fall schon zu tun und die fristlose Kündigung wude vom Arbeitsgericht als zulässig angesehen.

Das sollte der Chef schon von sich aus machen. Tut er es nicht, kann er sogar den Chef abmahnen, denn hier liegt ein grober Verstoß gegen das Datenschutzgesetz vor.

LG

Wieselchen

Oh ja, Verletzung des Briefgeheimnisses ist eine Verletzung arbeitsvertraglicher Verpflichtungen, und kann ein Grund für eine fristlose Kündigung sein. Die sehe ich hier zusätzlich dadurch gerechtfertigt, das der Öffner die Daten öffentlich an Dritte weitergibt.
Das würde ich als Arbeitgeber (der ich auch bin) jedenfalls riskieren, und wenn das Arbeitsgericht nicht einlenkt, sie in eine fristgerechte Kündigung umwandeln, oder einen Aufhebungsvertrag aushandeln. Der Arbeitnehmer würde aber in keinem Falle noch einmal einen Fuss in meinen Betrieb setzen.

Selbstverständlich, das Vergehen rechtfertigt eine Abmahnung. Und ich würde ihn sogar wegen Störung des Betriebsfriedens kündigen.

Das ist sogar ein Verhalten das ohne Abmahnung zur fristlosen Kündigung berechtigt. Weiter liegt ein Verstoss gegen das Brief und Postgeheimnis vor, das durchaus bei vorsätzlicher Wiederholung nicht mehr als Ordnungswidrigkeit geahndet wird. Zudem verstösst derjenige gegen gehen mehrere unterschiedliche Rechtsbelange, die unterschiedlich betrachtet werden zu mehreren Verurteilungen führen (wünschenswert) können. Im Ergebnis führt das zum Einen zum Verlust des Arbeitsplatz und zum Anderen zu erheblichen Geldstrafen. Ich empfehle auch den Arbeitgeber aufzufordern einzuschreiten und parallel verschiedene Strafanzeigen zu stellen. Wichtig ist die Beweisführung. Sollte die noch nicht geschehen sein, bitte ein Protokoll anlegen. Datum, Uhrzeit, Anwesende, Betroffene und Betreff über 3 Monate protokollieren. Die Zeit solltest Du Dir noch nehmen, dann steht einer fristlosen Kündigung und weiterer Strafanzeigen nichts mehr im Wege.

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